Ehemaliger BVB- und S04-Torwart

"Nicht so bedenklich": Jens Lehmann polarisiert erneut mit Aussagen zur Coronavirus-Krise

Jens Lehmann sorgte zuletzt immer wieder für Aufsehen beim Thema Coronavirus und Bundesliga.
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Jens Lehmann sorgte zuletzt immer wieder für Aufsehen beim Thema Coronavirus und Bundesliga.

Vor der Fortsetzung der Bundesliga redet der ehemalige Schalke- und BVB-Torwart Jens Lehmann die Gefahren des Coronavirus klein.

  • Jens Lehmann hatte sich zuletzt bereits mehrmals strittig über die Situation rund um das Coronavirus geäußert.
  • Am kommenden Samstag (16. Mai) setzt sich die Bundesliga unter anderem mit dem Derby zwischen Schalke und dem BVB fort.
  • Nun äußerte sich der ehemalige Torwart von Schalke (alle Artikel von RUHR24.de) und dem BVB erneut kritisch.

Dortmund/Gelsenkirchen - Jens Lehmann sorgte zuletzt vermehrt mit fragwürdigen Aussagen zur aktuellen Situation rund um das Coronavirus für Aufsehen. Nun hat sich das neue Aufsichtsratsmitglied von Hertha BSC zu den gesundheitlichen Gefahren für Spieler geäußert.

Jens Lehmann: Ex-Schalke- und BVB-Torwart bereits mit problematischen Aussagen über Coronavirus

Zuletzt schlug Jens Lehmann (50), der bereits im März den Corona-Shutdown infrage gestellt hatte, vor, bei einer Bundesliga-Fortsetzung 20.000 Zuschauer in die Stadien zulassen. Die Fans würden sich mit einem Abstand von zehn Metern "wahrscheinlich nicht in die Quere kommen", führte er im TV-Sender Sport1 aus.

Der ehemalige Torwart des S04 und des BVB (alle Artikel von RUHR24.de), der bereits selbst am neuartigen Coronavirus erkrankt war, scheint die Situation immer wieder zu unterschätzen. Nun äußerte er sich nicht minder problematisch zu den Gefahren für die Spieler der Bundesligaklubs bei der Fortsetzung ab dem kommenden Samstag.

Jens Lehmann über Gefahren des Coronavirus: "Spieler müssen damit klarkommen"

Diese schätzt er bei jungen Fußballprofis eher gering ein. "So lange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit klarkommen", erklärte Jens Lehmann in einem Interview mit dem TV-Sender beIN SPORTS

Viele Fans blicken gespannt auf den ersten Bundesliga-Spieltag nach der Zwangspause, an dem auch im Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund (zum Live-Ticker) die zwei ehemaligen Vereine des früheren Nationaltorwarts aufeinandertreffen.

Jens Lehmann spielt Gefahren des Coronavirus herunter: "Haben einige Spieler, die infiziert waren."

Eine weitere Aussage von Jens Lehmann sorgte jedoch abermals für Aufregung. Im Interview erklärte er: "Wir haben einige Spieler, die infiziert waren, und die meisten haben nicht mal Symptome gezeigt. Deswegen denke ich, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das nicht so bedenklich."

Jens Lehmann (rechts) war neben dem BVB auch für Revierrivalen Schalke 04 aktiv.

Dies reiht sich ein in die fragwürdigen Aussagen des 50-Jährigen zur aktuellen Situation rund um das Coronavirus. Denn die Wissenschaft sieht das deutlich anders.

Aussagen von Jens Lehmann problematisch: Coronavirus auch für junge Menschen gefährlich

In frühen Phasen der Pandemie wurde zwar noch angenommen, dass das Coronavirus für junge, gesunde Menschen keine Gefahr darstelle. Doch Fälle, in denen auch junge Menschen schwere Krankheitsverläufe zeigten, widersprechen dieser These von Jens Lehmann deutlich.

Erst kürzlich war der ehemalige Profi, der auch bei Arsenal London in England aktiv war, in den Aufsichtsrat bei Hertha BSC berufen worden. Mit diesen polarisierenden Aussagen reiht er sich nun in eine Serie von unglücklichen Vorfällen bei der alten Dame ein.

Zuletzt hatte der nun ehemalige Hertha-Profi Salomon Kalou (34) mit einem Video vom Trainingsgelände der Berliner geschockt, in dem deutlich wurde, dass es erhebliche Versäumnisse bei der Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen gab.