Bild: dpa

Mit seinen gerade einmal 18 Jahren spielt Jadon Sancho eine überragende Saison beim BVB. Doch hinter seinen Leistungen steckt viel Arbeit. In einem Interview erklärt der Stürmer, dass man sich den Wechsel in die Bundesliga nicht so einfach vorstellen sollte.

Der Erfolg von Jadon Sancho ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein junger Spieler aus dem Ausland sich perfekt in die Bundesliga integriert und viel mehr noch: in ihr richtig aufblüht. In insgesamt 20 Liga-Spielen schoss der Engländer sechs Tore und war an zehn weiteren beteiligt.

Englische Spieler träumen von Sancho-Karriere

Nun träumen viele englische Jung-Talente davon, einen ebenso erfolgreichen Weg in der deutschen Liga einzuschlagen. Zuletzt wechselten etwa der 18-jährige Rabbi Matondo von Man City zum FC Schalke 04, Reiss Nelson (19) von Arsenal London zu Hoffenheim. Für Keanan Bennetts (19) ging es außerdem von Tottenham nach Mönchengladbach und der 18-jährige Emile Smith Rowe wechselte ebenfalls vom FC Arsenal zu RB Leipzig.

Blüht diesen Youngsters eine ähnlich rosige Zukunft, wie Sancho bei Borussia Dortmund? In einem Interview mit der Sun warnte er junge englische Spieler davor, deren eigene Karrieren nach seinem Werdegang auszurichten.

„Es fühlt sich ein bisschen so an, dass junge Spieler weggehen, weil sie meinen Erfolg sehen, aber das ist nicht so einfach“, so Sancho gegenüber der Boulevardzeitung.

Sancho: „Jede Laufbahn ist unterschiedlich“

„Jede Laufbahn ist unterschiedlich. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas anderes brauche, habe mich dann für Borussia Dortmund entschieden und hart an mir gearbeitet, um mich zu verbessern.“ Für andere Spieler könne er aber nicht sprechen, so der Borusse.

Wenn Borussia Dortmund am Samstag (9. Februar) im Heimspiel auf die TSG Hoffenheim trifft, kommt es für Jadon Sancho auch zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Mit Hoffenheims Reiss Nelson, der seit Beginn der Saison bei den Sinsheimern spielt, verbindet Sancho Kindheitserinnerungen.

Reiss Nelson und Jadon Sancho haben als Kinder zusammen Fußball gespielt. Foto: Uwe Anspach/dpa

Jugendfreunde treffen aufeinander

„Ich hoffe, wir bekommen beide die Möglichkeit auf dem Platz zu stehen. Das wäre auch für unsere Familien schön, da wir auf derselben Gegend kommen.“ Die beiden Youngsters wuchsen im Londoner Stadtteil Southwark auf und verbrachten ihre Freizeit gemeinsam auf dem Fußballplatz. „So haben wir uns angefreundet“, so Sancho.

Aktuelle Top-Themem:

Für den 19-jährigen Nelson lief es bei den Hoffenheimern jedoch zuletzt nicht so gut. Seine gute Leistung vom Saisonbeginn konnte der Stürmer zuletzt nicht mehr abrufen. Beim Spiel gegen Düsseldorf (1:1) am vergangenen Spieltag kam er immerhin als Joker zum Einsatz.