Im BVB-Topspiel gegen RB Leipzig

Denkzettel von Lucien Favre? Jadon Sancho muss gegen RB Leipzig von der Bank aus zuschauen

Jadon Sancho musste beim BVB im Topspiel gegen RB Leipzig auf der Bank Platz nehmen.
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Jadon Sancho musste beim BVB im Topspiel gegen RB Leipzig auf der Bank Platz nehmen.

Überraschend fehlt Jadon Sancho beim wichtigen Spiel gegen RB Leipzig in der BVB-Startelf. Das könnte für einen möglichen Denkzettel sprechen.

  • Borussia Dortmund besiegte RB Leipzig mit 2:0.
  • Lucien Favre verzichtete überraschend auf Jadon Sancho in der Startelf.
  • Könnte dies eine auch Reaktion des BVB auf das Wechsel-Chaos rund um den Engländer sein?

Dortmund - Im Spiel zwischen dem BVB und RB Leipzig (zum Live-Ticker) fehlte ein ganz großer Name bei Borussia Dortmund: Jadon Sancho. Der Engländer saß nach seiner schwachen Leistung gegen Mainz 05 zunächst nur auf der Bank.

Name

Jadon Sancho

Geboren

25. März 2000 (Alter 20 Jahre), Camberwell, London

Größe

1,80 Meter

Gewicht

76 Kg

Aktuelle Teams

Borussia Dortmund (#7 / Mittelfeld), Englische Nationalmannschaft (#19 / Mittelfeld)

Beitrittsdaten

2007 (FC Watford), 2015 (Manchester City), 2017 (Borussia Dortmund)

Jadon Sancho (BVB): Nach schlechten Leistungen gegen Mainz 05 gegen RB Leipzig auf der Bank

Jadon Sancho (20) ist bei Borussia Dortmund (alle BVB-Artikel auf RUHR24.de) mit 17 Treffern und ebenso vielen Vorlagen der beste Scorer. Deshalb war es auch eine große Überraschung, dass der 20-Jährige gegen RB Leipzig nun auf der Bank Platz nehmen musste.

Dies war eine Reaktion von Trainer Lucien Favre (62) nach dem lustlosen und schwachen Auftritt des begabten Flügelstürmers vergangenen Mittwoch (17. Juni). Gegen Mainz 05 hatten fast alle BVB-Profis enttäuscht, was sich auch in der Einzelkritik zeigte.

Jadon Sancho (BVB): Borussia Dortmund möchte Wunderkind gerne halten

Bereits während der Partie hörte man über die Mikrofone im Stadion BVB-Abwehrchef Mats Hummels (31) über das Dortmunder Dressing als "Alibi" schimpfen. Damit dürfte unter anderem auch der äußert unmotiviert wirkende Jadon Sancho gemeint gewesen sein. Mann darf gespannt sein, ob er gegen die TSG Hoffenheim (das BVB-Spiel im Live-Ticker) wieder in der Startelf steht.

Denn trotz dieses Auftritts würden die Schwarzgelben den sehr begehrten Offensiv-Künstler natürlich gerne über den Sommer 2020 halten. Durch die Corona-Pause könnte der BVB Einbußen bei der Ablösesumme im Falle eines Wechsels hinnehmen müssen und nicht die geforderten 100 Millionen Euro bekommen. Und ist das die Krux um das ganze Chaos?

Jadon Sancho (BVB): Möglicher doppelter Denkzettel gegen RB Leipzig wegen Wechsel-Posse

Bereits seit Monaten wird es nicht leise um einen möglichen Wechsel von Jadon Sancho in seine Heimat England. Aus der prestigeträchtigen Premier League scheint vor allem Manchester United in der Pole Position zu sein. Vor seinem Wechsel zum BVB war er in der Jugend des Stadtrivalen Manchester City aktiv.

Jadon Sancho (r.) wirkte beim Spiel des BVB gegen Mainz 05 lustlos.

Glaubt man jüngsten Berichten vor dem BVB-Spiel gegen den SC Freiburg (live im TV und Live-Stream), wird deutlich, dass der Flügelflitzer von einem Wechsel in diesem Sommer nicht abgeneigt sein soll. Wie der italienische Sportjournalist und Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, soll zwar noch kein offizielles Angebot der Red Devils vorliegen.

Jadon (BVB): Droht Borussia Dortmund nach Bank gegen RB Leipzig der nächste Ousmane Dembélé?

Doch weiterhin berichtet der Experte auf Twitter, dass Jadon Sancho ein Angebot aus Manchester sicherlich annehmen würde. Kein gutes Zeichen für Borussia Dortmund. Doch der BVB, dessen Profis eine gute Einzelkritik gegen RB Leipzig bekamen, würde sich sicherlich nicht mit einer kleinen Summe zufriedengeben. 

Aktuell scheint Manchester United aber nicht bereit sein eine größere Summe als 50 Millionen Euro für Jadon Sancho auszugeben. Wohl nicht genug für Borussia Dortmund.

Die Verbannung auf die Bank wird den Frust beim Profi ebenfalls nicht gerade mindern. Differenzen zwischen Spieler und Verein, die sich im schnelllebigen Fußballgeschäft rasch zuspitzen können. Und das wäre nicht das erste Mal beim BVB. Seit 2017 musste der aktuell Tabellenzweite bereits zweimal einen erstreikten Wechsel von Topspielern hinnehmen.

Zunächst machte Ousmane Dembélé (20) im Sommer 2017 mehr als deutlich, dass er lieber für den FC Barcelona auflaufen würde. Zuletzt hielt auch der ehemalige BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang (31) nicht gerade mit seinem Wechselwunsch hinter dem Berg, und verließ Dortmund am Ende im Januar 2018 in Richtung Arsenal London.