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Offenbar scheinen sich der BVB und der FC Bayern jetzt auch bei der Ablösesumme für Mats Hummels (30) anzunähern. Die Dortmunder hätten damit sechs Innenverteidiger im Kader. Zu viele. Wer könnte Borussia Dortmund daher verlassen?

  • Nach einem möglichen Wechsel von Mats Hummels herrscht in der BVB-Verteidigung ein Überangebot.
  • Ein Wechsel einiger Spieler dürfte daher nicht unwahrscheinlicher werden.
  • Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou stehen wahrscheinlich nicht zur Debatte.

Der Transfer von Mats Hummels zum BVB scheint längst beschlossene Sache zu sein. Zuletzt herrschte laut verschiedenen Medienberichten lediglich Unklarheit bezüglich der Ablösesumme für den 30-Jährigen.

Hummels soll etwa 30 Millionen Euro kosten

Nach Sky-Informationen wird Borussia Dortmund etwa 30 Millionen Euro nach München überweisen müssen. Unterschrieben sei der Deal jedoch noch nicht, berichtet der TV-Sender.

Mats Hummels scheint zum BVB zurückzukehren. Doch wer wird den Verein verlassen? Foto: Andreas Gebert/dpa
Mats Hummels jongliert den Ball. Foto: Andreas Gebert/dpa

Für beide Seiten könnte sich der Transfer dennoch zu einem lohnenswerten Geschäft entwickeln. Zum einen würde der BVB einen echten Abwehrchef und Führungsspieler hinzugewinnen, wie er von Marco Reus (30) und Axel Witsel (30) gefordert wurde. Der kicker kürte Hummels schließlich nicht umsonst zum besten Innenverteidiger der Rückrunde.

Hummels-Abgang hilft auch den Bayern

Zum anderen könnten die Bayern die Hummels-Millionen gut für ihren Großangriff auf dem Transfermarkt gebrauchen. Ein möglicher Kandidat für einen Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt ist beispielsweise Leroy Sané (23).

Ein Hummels-Transfer wäre jedoch gleichbedeutend mit einem Überangebot in der Dortmunder Verteidigung. Mit Manuel Akanji (23), Ömer Toprak (29), Abdou Diallo (23), Leonardo Balerdi (20), Dan-Axel Zagadou (20) hat der BVB bereits fünf etatmäßige Innenverteidiger im Kader.

Bei Hummels-Wechsel: Wie geht es für Julian Weigl weiter?

Julian Weigl (23) nicht zu vergessen, der in der abgelaufenen Saison vorwiegend im Abwehrzentrum zum Einsatz kam. Wie der 23-Jährige seine Zukunft plant, ist noch unklar. Beim BVB möchte man Weigl, laut Aussagen von Sportdirektor Zorc (56), allerdings gerne behalten.

Ist nach einem Hummels-Wechsel noch Platz für Julian Weigl?Foto: dpa
Verlässt Julian Weigl nach einem Hummels-Transfer den BVB? Foto: dpa

Jedenfalls lässt der bevorstehende Transfer von Hummels einen Weigl-Wechsel nicht unwahrscheinlicher werden. Auf seiner angestammten Position, im defensiven Mittelfeld, tat sich der 23-Jährige bereits in der vergangenen Saison schwer. Für ihn gab es kein Vorbeikommen an dem stark spielenden Duo Witsel-Delaney. Zuletzt wurde sogar Ilkay Gündogan als Neuzugang im zentralen BVB-Mittelfeld gehandelt, ist aber wohl aktuell kein Thema.

Weigl nicht mehr PSG-Wunschkandidat Nummer eins

Bislang galt Paris Saint Germain als wahrscheinlichster Abnehmer für Weigl. Insbesondere, da PSG-Trainer Thomas Tuchel große Stücke auf den 23-Jährigen hält.

Nach Sky-Informationen steht der BVB-Spieler „weiterhin auf der PSG-Shortlist, allerdings nicht ganz oben.“ Erst kürzlich verpflichteten die Pariser einen neuen Sportdirektor.

Ömer Toprak dürfte beim BVB vor dem Aus stehen

Der wohl wahrscheinlichste Wechsel-Kandidat in der BVB-Abwehr ist jedoch Ömer Toprak (29). Der 29-Jährige kommt lediglich auf 195 Bundesligaminuten in dieser Saison. Dass Lucien Favre in der kommenden Saison auf die Dienste des Verteidigers setzt, ist daher unwahrscheinlich.

Gilt Abdou Diallo als „Wackelkandidat“?

Wie die Bild spekuliert, galt Abdou Diallo (23) bereits vor einem möglichen Hummels-Wechsel als Wackelkandidat. Das Gros der Rückrunde lief der 23-Jährige ohnehin als Linksverteidiger auf. Auf dieser Position kommt andererseits auch Neuzugang Nico Schulz zum Einsatz. Seinen „Wechsel-Faktor“ beziffert die Bild dennoch mit 75%.

Sicher scheint indes, dass der BVB weiterhin auf Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou setzen wird. Zudem verpflichtete man erst im Januar 2019 den Argentinier Leonardo Balerdi. Einen Einsatz bei den Profis hatte der 20-Jährige in der vergangenen Saison nicht.