Havertz zum BVB: So äußert sich Michael Zorc zu einem möglichen Transfer zu Borussia Dortmund

Kai Havertz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Christian Charisius/dpa
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Kai Havertz im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Christian Charisius/dpa

BVB-Kapitän Marco Reus kündigte an, Leverkusen-Star Kai Havertz nach Dortmund locken zu wollen. Michael Zorc äußert sich zu den Gerüchten um einen Wechsel.

Alles nur ein Scherz, oder steckt doch viel mehr dahinter? Das BVB-Interesse an Kai Havertz (20) ist offenbar real.

  • BVB-Kapitän Marco Reus streute kürzlich Wechsel-Gerüchte um Kai Havertz von Bayer Leverkusen.
  • Der enge Freund von Julian Brandt soll tatsächlich auf dem Wunschzettel von Borussia Dortmund stehen.
  • Michael Zorc findet bei der BVB-Pressekonferenz deutliche Worte.

Update, Donnerstag (12. September), 18.10 Uhr: Florian Plettenberg von Sport1 hat zu den Aussagen von Michael Zorc bei der BVB-Pressekonferenz auf seinem Twitter-Account Stellung genommen. Er habe sich nicht bei Marco Reus entschuldigt und hat dessen Aussagen auch nicht als Scherz interpretiert.

Sport1-Reporter Plettenberg bestreitet Zorc-Behauptung

Nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden gab es ein Gespräch zwischen Plettenberg und Reus, bei dem der Sport1-Reporter dem BVB-Kapitän, der offenbar weiter versucht, Kai Havertz zu Borussia Dortmund zu holen, zwar erklärte, dass ihm das Ausmaß für ihn leid tut. Er habe sich allerdings nicht für seine Interpretation der Havertz-Aussagen entschuldigt.

Update, Donnerstag (12. September), 14.30 Uhr: BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57) hat bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen erneut betont, dass die Aussagen von Marco Reus im Interview mit Sport1 als Scherz gemeint waren. So könnte der BVB gegen Bayer Leverkusen spielen.

Der Journalist, der das Interview geführt hat, habe sich inzwischen auch beim Kapitän der Dortmunder entschuldigt. Havertz sei "kein Thema", so Zorc deutlich. Alle Infos zum BVB-Spiel: Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen im Liveticker.

Havertz-Gerücht beruht angeblich auf Scherz

Update, Donnerstag (12. September), 13.30 Uhr: Nach BILD-Informationen stehen die Chancen auf einen Transfer von Kai Havertz zum BVB eher schlecht. Der 20-Jährige habe noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Allerdings sollen der FC Bayern, der FC Barcelona und Real Madrid bessere Karten haben.

Ursprungsmeldung, Donnerstag (12. September), 1.53 Uhr: Marco Reus (30) sorgte zuletzt mit einer gewagten Aussage für Aufsehen: Im Kumpel-Tandem mit Julian Brandt (23) wolle er den Nationalmannschafts-Kollegen Kai Havertz nach Dortmund locken. BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57) pfiff seinen Kapitän umgehend zurück. Alle Beteiligten täten gut daran, sich ausschließlich auf die laufende Saison zu konzentrieren.

Havertz zum BVB: Steckt doch mehr hinter den Reus-Aussagen?

Alles also nur ein kleiner Scherz unter Freunden? Oder gar eine gezielte Strategie, um Störfeuer beim Havertz-Verein Bayer Leverkusen zu entfachen? Immerhin treffen die beiden Liga-Rivalen am Samstag (15.30) Uhr beim direkten Duell im Signal Iduna Park aufeinander.

Glaubt man dem kicker (Donnerstags-Ausgabe), ist an der Geschichte tatsächlich mehr dran, als sie auf den ersten Blick vermuten lässt. Bayern München gelte zwar gemeinhin als Top-Favorit auf eine Havertz-Verpflichtung. Im Raum stehe jedoch, dass "niemand in Dortmund sich mit dem Automatismus anfreunden kann", dass der hochbegabte Nationalspieler automatisch zum Bundesliga-Krösus wechsele.

Die Reus-Aussagen seien außerdem "mit einiger Sicherheit" weder ein Scherz noch als Alleingang des Dortmunder Kapitäns zu werten. Schließlich verzichtete Sportdirektor Zorc auf ein klares Dementi des BVB-Interesses an Havertz.

Havertz-Wechsel würde wohl Sancho-Abgang voraussetzen

Sollte das Ausnahme-Mittelfeldtalent Bayer Leverkusen im Sommer 2020 verlassen wollen, schätzt das Fachmagazin eine potentielle Ablösesumme auf etwa 100 Millionen Euro. Der Betrag wäre für den BVB wohl nur wirtschaftlich sinnvoll zu stemmen, sollte man gleichzeitig Jadon Sancho an einen zahlungskräftigen Verein abgeben.

Zuletzt hatte Manchester United reges Interesse an einer Verpflichtung von Sancho signalisiert. Dieser kann sich in Zukunft einen Wechsel vorstellen. Und nennt neben der Premier League auch die spanische La Liga als reizvolles Ziel. Nach dem Spiel gegen Leverkusen gab Sancho allerdings eine Liebeserklärung an den BVB ab.

Brandt und Havertz: Konzentration gilt dem sportlichen Kräftemessen zwischen BVB und Bayer

Aktuell liegt bei allen Beteiligten aber der Fokus auf dem wichtigen Bundesliga-Gipfeltreffen am Samstag. Brandt kündigte im Vorfeld zwar an, dass er nicht der Typ sei, der in einem solchen Duell Freundschaften komplett ruhen lasse.

"Ich werde ihm jetzt nicht die Beine wegtreten", sagte der BVB-Neuzugang mit einem breiten grinsen. Gleichwohl wolle man Kumpel Havertz natürlich einen unangenehmen Nachmittag bereiten: "Wir werden versuchen, dass er am Samstag nicht trifft. Ansonsten gönne ich ihm jedes Tor", so Brandt weiter.

Havertz: Wir werden alles tun, um gegen den BVB zu gewinnen

Havertz, dessen Abschied Peter Bosz (55) andeutet, gab seinerseits zu, dass es bereits zu einigen verbalen Scharmützeln mit dem BVB-Kollegen kam: "Den ein oder anderen Spruch haben wir uns schon gegenseitig gedrückt."

Entsprechend schlecht wäre es, den Platz am Samstag als Verlierer zu verlassen: "Dann kriegt man ein halbes Jahr schon ein paar Sprüche. Deshalb werden wir alles dafür tun, um gegen Dortmund zu gewinnen".