Einen Sieg zum Abschluss der durchwachsenen Hinrunde hat sich wohl nicht nur Trainer Thomas Tuchel gewünscht. Doch mehr als ein Remis war am Dienstagabend (20. Dezember) gegen Augsburg nicht drin. Der BVB hat vor dieser Saison knapp 110 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben – und spielt dennoch nicht oben mit. 

Dortmund – Sieben Siege, sechs Unentschieden und drei Niederlagen: Bislang hat der BVB 27 Punkte auf dem Konto – und liegt damit ganze zwölf Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München.

Besonders an den letzten Spieltagen vor der Winterpause hat sich das Team von Thomas Tuchel offenbar schwer getan. So gab es in der Bundesliga drei Unentschieden in Folge. Dabei hatte sich der Verein vor der Saison personell für die Rekordsumme von 109,75 Millionen Euro verstärkt.

Nur ein Neuzugang überzeugt

Doch bislang bleiben Mario Götze, der für 22 Millionen kam, und André Schürrle – der sogar 30 Millionen kostete – hinter den Erwartungen zurück. Während auch die anderen Neuzugänge Bartra, Rode, Mor und Guerreiro bislang eher blass blieben, konnte lediglich Ousmane Dembélé überzeugen.

Insgesamt ist das jedoch zu wenig, um ganz oben mitspielen zu können. Hinzu kommen acht verletzte Spieler, auf die zuletzt verzichtet werden musste. Darunter auch Torwart Roman Bürki. Für ihn stand in den letzten sieben Partien Roman Weidenfeller im Tor. Besonders bitter: In allen sieben Spielen lag die Borussia zunächst mit 0:1 hinten.

Hinten rappelt es zu oft, vorne wird zu wenig getroffen. Wenn jemand trifft, ist es meistens Pierre-Emerick Aubameyang. 15 Tore hat er in dieser Saison erzielt. Weit abgeschlagen folgen Ousmane Dembélé mit vier Treffern und Lukasz Piszczek mit drei Toren.

Klopp zeigt, wie es gehen kann

Bleibt den Fans also nur die Hoffnung, dass es in der Rückrunde besser läuft und sich nicht jeden Spieltag die elf Akteure auf dem Platz neu zusammen finden müssen, weil mal wieder rotiert werden musste.

Dass man in Dortmund das Titelrennen trotz der bislang eher mageren Ausbeute noch nicht abschreiben muss, zeigt die Saison 2011/12. Damals holte das Team von Jürgen Klopp in der Hinrunde 34 Punkte und schloss die Saison dennoch mit 81 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz ab.