Bundesliga steht still

50+1-Regel wegen Coronavirus wieder in der Diskussion: BVB-Boss Watzke bezieht klar Stellung 

Hans-Joachim Watzke - hier auf der Mitgliederversammlung des BVB 2019 - äußerte sich zu möglichen Regeländerungen in der Bundesliga.
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Hans-Joachim Watzke - hier auf der Mitgliederversammlung des BVB 2019 - äußerte sich zu möglichen Regeländerungen in der Bundesliga.

Wegen des Coronavirus ist die 50+1-Regel in der Bundesliga wieder in der Diskussion. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat dazu eine klare Meinung.

  • Das Coronavirus hat die Bundesliga fest im Griff.
  • Wegen finanzieller Engpässe drohen mögliche Änderungen auch im Regelwerk.
  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich speziell zur 50+1-Regel geäußert.

Dortmund -  Die Bundesliga steht durch das Coronavirus vor großen Herausforderungen. Oftmals im Gespräch waren Änderungen, auch im Bezug auf die 50+1-Regel. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) hat da eine klare Meinung.

Coronavirus: Hans-Joachim Watzke (BVB) über mögliche Änderung von 50+1-Regel 

Finanziell stellt das Coronavirus einige Akteure der Bundesliga bereits vor große Herausforderungen. Je länger der Betrieb still steht, desto schlimmer können die Folgen sein. Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke möchte so schnell wie möglich weiterspielen.

Doch um welchen Preis? Der 60-Jährige gibt sich optimistisch. Die Folgen würden zwar noch etwas andauern, doch "es werden irgendwann auch wieder normale Zustände eintreten. Ich befürchte deshalb auch nicht, dass etwa 50+1 gekippt wird", zitiert der kicker ihn in der aktuellen Ausgabe (2. April).

Hans-Joachim Watzke (BVB) möchte trotz Coronavirus für 50+1-Regel kämpfen

Die 50+1-Regel verhindert, dass eine Mehrheit von Anteilen eines Vereins durch einen Kapitalgeber gekauft werden kann. So ist vielen Fußball-Fans eine wichtige Institution.

Der BVB hat wie die meisten anderen Vereine eine ausgegliederte Lizenzspielerabteilung, während im Schalke-Vorstand aktuell über eine Ausgliederung diskutiert wird. Ein Kippen der Regelung könnte kompletten Kontrollverlust der Fans bedeuten.

Hans-Joachim Watzke, der zuletzt auch Schalke ein Hilfsangebot für die Corona-Krise machte, möchte eine Abschaffung auch weiterhin verhindern. "Ich jedenfalls werde weiter dagegen kämpfen", erklärt der Geschäftsführer von Borussia Dortmund gegenüber dem kicker. Ebenfalls hält er es so mit geränderten Anstoßzeiten.

Hans-Joachim Watzke (BVB) trotz Coronavirus ohne Sorgen um die Bundesliga

Das Coronavirus und seine Folgen lässt die Bundesliga-Offiziellen über allerhand Änderungen nachdenken. Horst Heldt (50), Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, brachte eine Abschaffung der 50+1-Regel zuletzt wieder ins Gespräch. Die Lizenzierungsverfahren wurden bereits angepasst, um finanziell schwache Vereine zu schützen.

Video: Hans-Joachim Watzke entschuldigt sich nach TV-Auftritt

"Alternativlos", findet Hans-Joachim Watzke, der zuletzt über die Zukunft des BVB und der Bundesliga bezüglich der Coronavirus-Krise sprach, diese Maßnahme, befinde man sich doch in einer Aufnahmesituation. Dennoch blickt er positiv in die Zukunft und hat vor allem Lob für die Deutsche Fußball Liga (DFL) übrig - auch mit Ausblick auf Regeländerungen.

"Wenn ich sehe, was die DFL aktuell plant, dann muss man sich, was das betrifft, auch keine Sorgen machen", erklärt Hans-Joachim Watzke dem kicker. Um die 50+1-Regel müssen sich Fußball-Fans aktuell also keine Gedanken machen.