Coronavirus-Krise

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: "Wenn wir in dieser Saison noch mal spielen..."

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke spricht die über Folgen des Coronavirus für den Fußball
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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke spricht die über Folgen des Coronavirus für den Fußball

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke war am Sonntag zu Gast in der ARD-Sportschau. Dort sprach er über die Folgen der Coronavirus-Krise für den Profifußball.

  • Für Hans-Joachim Watzke wäre die Durchführung des Derbys ein „vertretbares Szenario“ gewesen.
  • Die Gesundheitsgefahr für die BVB-Profis durch das Coronavirus stuft er als „nicht so gravierend“ ein.
  • Zu einer möglichen Verschiebung der Europameisterschaft hat er ebenfalls eine klare Meinung.

Dortmund – Wie beeinflusst der Coronavirus das Training des BVB? Was passiert, wenn die Saison abgebrochen werden muss? Zu diesen Themen äußerte sich der vom FC Bayern beeindruckte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) am Sonntag (15. März) in einer Spezialausgabe der ARD-Sportschau.

BVB: Hans-Joachim Watzke war gegen Absage des 26. Spieltags

Als die Deutsche Fußball Liga (DFL) den 26. Spieltag am Freitag (13. März) kurzfristig noch absagte, meldete sich Hans-Joachim Watzke per Klub-Statement zu Wort. 

"Das Präsidium der DFL hat eine Entscheidung getroffen, die es zu respektieren gilt – unabhängig davon, dass es sicher auch andere Ansätze gegeben hätte", so der BVB-Boss (derweil sorgt "Bündnis Südtribüne" für positive Schlagzeilen im Umgang mit dem Coronavirus in Dortmund).

Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke verteidigt Aussage in ARD-Sportschau

Ähnlich wie Karl-Heinz Rummenigge (64) hätte es der Geschäftsführer von Borussia Dortmund offenbar gerne gesehen, wenn am Wochenende der Ball gerollt wäre. 

Auch mehr als 48 Stunden später war Hans-Joachim Watzke noch dieser Meinung. Bei der ARD-Sportschau sagte er: "Der Fußball hat alles getan, um eine absolute Risikominimierung vorzunehmen."

BVB: Hans-Joachim Watzke betont wirtschaftlichen Folgen der Derby-Absage

Wenn der BVB beim Derby neben den Zuschauern zudem die Journalisten ausgeschlossen hätte, wären laut dem 60-Jährigen nur rund 80 Menschen im Stadion gewesen. 

"Ich glaube, dass das ein vertretbares Szenario gewesen wäre. Es hätte aber gleichzeitig die Liga wirtschaftlich um 75 Millionen Euro entlastet, die wir sonst möglicherweise zurückzahlen müssten", betonte Hans-Joachim Watzke, der nun auch erklärte, wie lange der BVB überleben könnte, die finanziellen Folgen.

Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke sieht kein große Gefahr für BVB-Profis

Von einer längeren P ause beim BVB (zum Trainingsticker) hält der Verantwortliche ebenfalls nichts. "Das kann ja nicht sinnvoll sein." Sein Credo: Irgendwann müsse man ja "auch mal wieder zur Normalität zurückkehren."

Darüber hinaus riet Hans-Joachim Watzke dazu, die Situation rund um das Coronavirus nicht zu dramatisieren. "Wir sollten es auch nicht übertreiben, denn die aktuelle Gesundheitsgefahr für eine Mannschaft, die aus kompletten Athleten besteht, die würde ich als nicht so gravierend einstufen" (für eine weitere Aussage erntete Hans-Joachim Watzke vom BVB massiven Gegenwind einiger Kollegen).

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erwartet weitere Geisterspiele

Sollte die aktuelle Saison komplett abgebrochen werden, werde es für einige Vereine "sehr, sehr schwierig", erklärte der BVB-Boss. Selbst bei einer späteren Fortsetzung würde es finanzielle Einbußen geben, denn: "Wenn wir in dieser Saison noch mal spielen, werden es Geisterspiele sein." 

Eine mögliche Verschiebung der Europameisterschaft könnte den Vereinen mehr Luft verschaffen, um ihre Ligen doch noch beenden zu können. Hans-Joachim Watzke ist ein klarer Befürworter dieser Maßnahme und sieht diesen Schritt als "Schlüssel zu vielen Problemen."