Was kann Bayern vom BVB lernen?

Hans-Joachim Watzke stichelt gegen die Bayern: "Würde ihnen gut zu Gesicht stehen"

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Der FC Bayern München feiert Jubiläum. Hans-Joachim Watzke kann sich eine Spitze nicht verkneifen.

Zwischen dem BVB und dem FC Bayern München haben sich die Wogen geglättet. Trotzdem kann sich Hans-Joachim Watzke eine Spitze zum Jubiläum nicht verkneifen.

  • Hans-Joachim Watzke spricht anlässlich des 120-jährigen Jubiläums über sein Verhältnis zum FC Bayern.
  • Ein Ereignis hat dem BVB-Geschäftsführer gar "Riesenschmerzen" verursacht.
  • Der 60-Jährige gibt dem großen Konkurrenten von Borussia Dortmund einen Rat mit auf den Weg.

Dortmund/München - Am 27. Februar feiert der FC Bayern München sein 120-jähriges Bestehen. Zu den Gratulanten gehört allen Sticheleien und Duellen der vergangenen Jahre zum Trotz auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60).

BVB: Hans-Joachim Watzke ist kein "Bayern-Hasser"

Im Interview mit der tz spricht der 60-Jährige über die Erfahrungen, die er in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit dem Deutschen Rekordmeister hat machen müssen. In besonders negativer Erinnerung ist dem Geschäftsführer von Borussia Dortmund das verlorene Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern (1:2) geblieben.

Nicht nur, dass es ohnehin unheimlich schwierig sei, das Finale der Königsklasse zu erreichen. "Hinzu kam, dass wir das Ding ja auch noch in der 89. Minute verloren haben. Das hat schon Riesenschmerzen verursacht, ist doch klar."

Hans-Joachim Watzke: FC Bayern versuchte den BVB zurückzudrängen

Zumal das Wembley-Finale in eine Phase fiel, in der die Bayern dem erstarkten BVB, der Jonathan David (20) vom KAA Gent auf dem Zettel haben soll, einen Stein nach dem nächsten in den Weg zu legen versuchten. Inzwischen geht es zwischen den beiden erfolgreichsten deutschen Vereinen um einiges harmonischer zu.

"Im Laufe der Jahre habe ich allerdings schnell erkannt, dass man sich auf Rummenigges Wort zu einhundert Prozent verlassen kann. All das hat dazu beigetragen, dass wir heute ein sehr entspanntes Verhältnis haben." (für eine Aussage zum Coronavirus ist BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke allerdings in die Kritik geraten).

"Borussia Dortmund und Bayern München werden immer Rivalen sein"

Dennoch werde man auch in Zukunft weiterhin sportlich streiten. Und obwohl Hans-Joachim Watzke, der sich zur Leistung des BVB gegen den SC Freiburg geäußert hat, betont, dass die gegenseitige Wertschätzung zwischen beiden Klubs gewährleistet bleibt, kann er sich im Interview mit der tz eine kleine Spitze nicht verkneifen.

Auf die Frage, was der FC Bayern München vom BVB lernen könnte, antwortet der gebürtige Marsberger: "Der BVB ist für seine starke Bodenhaftung bekannt, vielleicht würde das auch anderen Klubs gut zu Gesicht stehen."

Hans-Joachim Watzke blickt mit Neid auf das Selbstvertrauen der Bayern

Umgekehrt sei das aber auch genau das, was Borussia Dortmund von den Münchenern lernen könnte. "Von diesem extremen Selbstbewusstsein könnten wir uns manchmal schon eine Scheibe abschneiden", gesteht Hans-Joachim Watzke, der sich zuletzt von der Stadt-Choreo der BVB-Fans angetan zeigte.

Video: Hans-Joachim Watzke stichelt gegen Schalke 04 und den FC Liverpool

Am 4. April wird die betonte gegenseitige Wertschätzung aber zumindest für 90 Minuten pausieren müssen. Dann empfangen die "demütigen" Dortmunder im Topspiel den "selbstbewussten" FC Bayern München.