Kevin Großkreutz nach Tätlichkeit für vier Ligaspiele gesperrt

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Kevin Großkreutz vom KFC Uerdingen. Foto: dpa

Der Ex-BVB-Star Kevin Großkreutz ist vom DFB für vier Ligaspiele gesperrt worden. Im Pokal gegen den BVB darf er jedoch antreten. Hier alle Infos.

Kevin Großkreutz (29) vom KFC Uerdingen wird für vier Ligaspiele gesperrt. Im DFB-Pokalspiel gegen den BVB darf er jedoch antreten.

  • Kevin Großkreutz verpasste Gegenspieler Dimitry Imbongo Boele einen fiesen Tritt.
  • Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt, Großkreutz könnte auch Freitag gesperrt werden.
  • Damit droht das Wiedersehen zwischen dem BVB und dem Uerdingen-Kicker zu platzen.

Update, Mittwoch (7. August), 11.05 Uhr: Kevin Großkreutz wird vom DFB für vier Ligaspiele gesperrt. Das gab der DFB-Kontrollausschuss am Mittwochmittag bekannt. Zwei weitere Spiele werden zur Bewährung ausgesetzt. Großkreutz und der KFC Uerdingen haben dem Urteil bereits zugestimmt.

Die Sperre gilt jedoch nur für die Meisterscharftsspiele in der 3. Liga. Damit kann Großkreutz im DFB-Pokalspiel am Freitag (9. August) gegen seinen Ex-Verein Borussia Dortmund antreten. Der 31-Jährige freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Großkreutz und das Warten auf den DFB-Kontrollausschuss

Update, Dienstag (6. August), 19.05 Uhr: Am heutigen Dienstag hat sich der DFB-Kontrollausschuss noch nicht geäußert. Aktuell ist noch in der Schwebe, ob Großkreutz gesperrt wird und wenn ja, ob die Sperre auch für den DFB-Pokal gilt.

Update, Dienstag (6. August), 15.20 Uhr: In der Saison 2011/2012 trafen Borussia Mönchengladbach und der FC Schalke 04 im DFB-Pokal-Achtelfinale aufeinander. S04-Spieler Jermaine Jones trat den damaligen Gladbach-Profi Marco Reus absichtlich. Jones bekam eine Rote Karte.

Der Kontrollausschuss des DFB ermittelte und beantragte eine Sperre. Auch in dem Fall ermittelte der Kontrollausschuss aufgrund einer Tätlichkeit gegen den Gegner in Form eines krass sportwidrigen Verhaltens.

Jones wurde für acht Wochen gesperrt - in allen Wettbewerben! Auch Ex-Schalker Johannes Geis wurde nach einer üblen Attacke in einem Pokalspiel 2015 wettbewerbsübergreifend gesperrt.

Update, Montag (5. August), 21.15 Uhr: In diversen Kommentaren unter dem Beitrag von Buzz09 und RUHR24 zum Thema Kevin Großkreutz kam die Frage auf, warum der FC-Bayern-Übeltäter Joshua Kimmich (23) nicht im Nachgang vom DFB-Kontrollausschuss zu einer Sperre verurteilt wird.

Was die Fälle von Großkreutz und Kimmich unterscheidet

Im Gegensatz zu Großkreutz wurde Kimmich mit einer Gelben Karte bestraft. Dementsprechend hat der Schiedsrichter gehandelt. Auch wenn der DFB seinen Fehler zugegeben hat - es hätte Rot geben müssen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (56) äußerte sich zu den Vorfällen rund um den Videobeweis nach der Partie. In der 3. Liga gibt es aktuell keinen Videobeweis, der nach Meinung von Buzz09- und RUHR24-Redakteur Sven Fekkers in der Form sowieso keine Zukunft mehr hat. Auch BVB-Torwart Roman Bürki übt Kritik.

Auf Kimmichs Foul folgte eine Tatsachenentscheidung. Im Fall von Großkreutz hat der Schiedsrichter die Szene nicht geahndet.

Großkreutz tritt Spieler von hinten in die Beine - der Ball war weit weg

Erstmeldung, Montag (5. August), 19 Uhr: Großkreutz könnte am Freitag das DFB-Pokalspiel gegen den BVB verpassen. Der Mann vom KFC Uerdingen ließ sich am vergangenen Samstag (3. August) zu einer Tätlichkeit hinreißen. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt. Was war passiert?

Großkreutz trat seinem Gegenspieler Dimitry Imbongo Boele von hinten in die Beine. Es sah in der Szene wie Absicht aus und wird im Nachgang vom DFB als Tätlichkeit eingestuft.

Schiedsrichter Robert Hartmann hatte die Szene zunächst nicht bemerkt. Glück für den Ex-BVB-Spieler - zumindest am Samstag.

Denn am Montag teilte der DFB mit, dass der Kontrollausschuss nun gegen Kevin Großkreutz ermitteln würde. Der Grund: "ein krass sportwidriges Verhalten in Form einer Tätlichkeit."

Das Gremium habe Großkreutz nun angeschrieben und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Der Kontrollausschuss wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Kevin Großkreutz droht eine Sperre in der 3. Liga, die schon seit dem 19. Juli läuft. Es kann aber auch eine Sperre für alle Wettbewerbe geben.

Der 29-Jährige hatte sich auf das Spiel zwischen dem KFC Uerdingen und Borussia Dortmund sehr gefreut. In einem Instagram-Beitrag nach der Auslosung schrieb er, dass er es nicht fasse könne und dass sich so der Kreis schließe.