BVB vor Spitzenspiel gegen Gladbach - Bürki nimmt Favre aus der Verantwortung

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BVB-Torhüter Roman Bürki bricht vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach ein Lanze für Trainer Lucien Favre. Foto: dpa

Vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach nahm BVB-Torhüter Roman Bürki seinen Trainer Lucien Favre in Schutz. Und appellierte an das Dortmund-Team.

Gegen Borussia Mönchengladbach will der BVB den Abwärtstrend in der Liga stoppen. Torhüter Roman Bürki (28) nimmt seinen Trainer Lucien Favre (61) dabei aus der Verantwortung.

  • Am Samstag (19. Oktober, 18.30 Uhr) trifft Borussia Dortmund im Bundesliga-Topspiel auf Borussia Mönchengladbach.
  • Für Trainer Lucien Favre ist das Duell mit seinem Ex-Verein von besonderer Wichtigkeit.
  • Unterstützung erhält der BVB-Trainer im Vorfeld von Landsmann Roman Bürki.

BVB-Keeper Roman Bürki nimmt Mitspieler in die Pflicht: "Es liegt an uns"

Bei Borussia Dortmund schrillen vor dem Duell mit Bundesliga-Spitzenreiter Mönchengladbach die Alarmglocken. Insbesondere die Kritik an Trainer Lucien Favre wächst. Ihm wird vorgeworfen, der Mannschaft nicht die nötige Mentalität vermitteln zu können.

Im Gespräch mit der BILD-Zeitung nimmt Keeper Roman Bürki vor allem seine Mannschaftskollegen in die Pflicht, nach drei sieglosen Bundesliga-Partien in Folge wieder einen Dreier einzufahren: "Wir sind ein Team – es liegt an uns Spielern, gemeinsam da raus zu kommen"

Loblied auf BVB-Trainer Lucien Favre: Er will jeden Einzelnen besser machen

Für seinen Coach hat der Schweizer hingegen nur lobende Worte übrig: "Der Trainer ist ein hervorragender Taktiker, der immer versucht, eine gesunde Positivität in die Kabine zu bringen. Er ist keiner, der Brand-Reden hält, arbeitet aber sehr akribisch und detailversessen. Er will jeden Einzelnen jeden Tag ein Stückchen besser machen".

Ähnlich hatte sich zuletzt auch Teamkollege Nico Schulz (26) geäußert, der allerdings auch Nachteile in der recht unterkühlten Art von Favre sieht. Denn Lucien Favre, der laut Roman Bürki in der Vorsaison dem Team "mit tollem Fußball ein Gesicht gegeben" hat, gelingt es im Moment nicht, das Optimum aus der Leistung von Spielern und Mannschaft herauszuholen.

Bürki erneuert Kritik an Team-Mentalität

Roman Bürki sieht jedenfalls nicht den Trainer, sondern die Mannschaft in der Bringschuld. Das hat der ehrgeizige BVB-Torwart in der Vergangenheit bereits häufiger kommuniziert. Allein, ihm fehlt wegen seiner isolierten Position auf dem Feld der direkte Einfluss auf das Geschehen, das vor ihm stattfindet.

Im Anschluss an den verspielten Sieg gegen den SV Werder Bremen hatte Roman Bürki etwa moniert: "Wir spielen nicht wie Männer. Der Killerinstinkt fehlt". Gebracht hat es wenig, denn eine Woche später folgte beim 2:2 in Freiburg das nächste enttäuschende Remis.

Schlüsselduell für den BVB gegen Borussia Mönchengladbach

Und so darf man gespannt sein, ob der Aufruf des Keepers diesmal die Vorderleute erreicht. Dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach darf schließlich eine gesteigerte Bedeutung beigemessen werden.

Bekommt der BVB nicht die Kurve, könnten aus aktuell vier Punkten Rückstand auf die Fohlen derer sieben werden. Gelingt es dem Team von Lucien Favre, einen Heimsieg einzufahren, wäre man wieder auf einen Punkt an die Gladbacher herangerückt.

Entgegen der Meinung von Roman Bürki werden am Samstag sowohl Trainer als auch Mannschaft gefordert sein, bekannte Fehler abzustellen. Eine möglichst leidenschaftliche Leistung über volle 90 Minuten ist dann erforderlich, um gegen Borussia Mönchengladbach zu bestehen. Wir berichten im Live-Ticker vom BVB-Spiel.