Florian Kohfeldt: "Ich halte an meinem Bekenntnis fest."

Florian Kohfeldt vom SV Werder Bremen. Foto: dpa
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Florian Kohfeldt vom SV Werder Bremen. Foto: dpa

Florian Kohfeldt will bis 2021 bei Werder Bremen bleiben. Es gibt keinen vorzeitigen Wechsel. Der BVB soll sich Gedanken um den Coach gemacht haben.

Florian Kohfeldt zu Borussia Dortmund? Das Portal Fussballtransfers.com wirft am Dienstag (30. April) ein interessantes Gedankenspiel in die Gerüchteküche. Könnte der junge Trainer vom SV Werder Bremen einer für den BVB sein? Nun hat sich der Bremer Coach zu Wort gemeldet.

Update, Freitag (3. Mai), 9.30 Uhr: "Ich habe klar gesagt, dass ich definitiv bis 2021 an der Weser bleibe. Wenn Werder das auch möchte, rücke ich auch keinen Millimeter davon ab", sagte Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Dortmund-Spiel.

"Dass der gesamte Verein aufgrund dieser Saison mehr im Fokus steht, ist unstrittig. Aber auf meine Person bezogen bedeutet das gar nichts. ich halte an meinem Bekenntnis fest.", so Kohfeldt.

Erstmeldung, Dienstag (30. April): Bei der Meldung von Fussballtransfers.com handelt es sich um ein Gerücht. Redakteur Tobias Feldhoff schreibt, dass sich der BVB mit der Personalie Kohfeldt genauer befassen würde. Konkrete Schritte seien jedoch noch nicht unternommen worden.

Gedankenspiele um Florian Kohfeldt bei Borussia Dortmund?

Unabhängig davon, ob an der Meldung etwas dran ist oder nicht. Der 36-jährige SVW-Coach ist in der Zukunft ein Trainer, der bei Borussia Dortmund funktionieren könnte.

Aus Sicht von FT-Redakteur Tobias Feldhoff würden mehrere Qualitäten für den Bremer Coach sprechen:

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass der SV Werder Bremen die einzige Mannschaft der Bundesliga ist, die in aktuell 30 von 31 Spielen getroffen hat. "No Bremen, no Party" - könnte man behaupten. Nur beim FC Bayern München gelang der Werder-Offensive um Kruse kein Treffer.

Kohfeldt soll zudem, wie es FT berichtet, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ein anderes Kaliber sein. Bei Favre-Pressekonferenzen, mit wenigen Ausnahmen, kann man schon mal einschlafen und mit den Aussagen nur wenig anfangen. Der Bremer hingegen soll Journalisten auch mal gerne an den taktischen Grundideen teilhaben lassen.

BVB-Fans lechzen nach einem Typen wie Klopp

Alleine das ist kein Einstellungskriterium. Dennoch lechzen vielen BVB-Fans auch Jahre später noch immer nach einem Typ "Klopp", der auch in der Öffentlichkeit funktioniert.

Gegenüber dem Kicker äußerte sich Hans-Joachim Watzke zum Thema Lucien Favre, der bis in das Jahr 2020 Vertrag hat: "Wir gehen nicht ohne Verlängerung ins letzte Jahr, sonst hast du jeden Tag Diskussionen."

Das Szenario, dass der Schweizer verlängert, besteht - keine Frage.

Kommentar des Autors: Kohfeldt könnte einer sein, doch erst in der Zukunft

Florian Kohfeldt ist eine der positiven Figuren im deutschen Fußball. Er wirkt bodenständig, näher an den Menschen und man könnte auch behaupten, dass er "Fußball lebt". Über die fachliche Kompetenz muss man sich nicht unterhalten. Die ist vorhanden.

Der SV Werder Bremen ist erst seine erste Trainerstation. Gedankenspiele sind aus meiner Sicht nicht verboten. Aber sie machen aktuell keinen Sinn

Das Thema Erfahrung ist nicht zu unterschätzen. Der BVB ist nicht mehr mit dem Verein zu vergleichen, der sich 2010 aufmachte, Meister zu werden. Borussia Dortmund gehört zu den besten Klubs in Europa und ist mit Superstars gespickt.

Tuchel scheiterte aufgrund mangelnder Erfahrung im Umgang mit Profis

Die Erfahrung in Sachen Führung, die beispielsweise ein Lucien Favre mitbringt, ist nicht zu unterschätzen.

Man erinnere sich an Thomas Tuchel, der auch nicht aufgrund seiner fachlichen Kompetenz, sondern mangelnden Erfahrung im Umgang mit Profis in Dortmund scheiterte.

Aktuelle BVB-Themen

Der BVB wäre aus meiner Sicht gut beraten, auch weiterhin auf Lucien Favre zu setzen. Im Idealfall arbeitet Kohfeldt noch einige Jahre in der Bundesliga und könnte ein Thema werden. Doch erst in der Zukunft.