Favre wechselt den Sieg ein – Joker Hakimi und Brandt sorgen für die Wende im Spiel

Sancho, Reus und Brandt jubeln über den BVB-Sieg, Foto: dpa

Trotz langem Rückstand kann der BVB am Ende noch jubeln. Zu verdanken ist das vor allem Achraf Hakimi und Julian Brandt.

  • 60 Minuten lang war der 1. FC Köln die bessere Mannschaft.
  • Dann wechselte Lucien Favre mit Achraf Hakimi und Julian Brandt die entscheidenden Akteure ein.
  • Am Ende stand ein 3:1-Sieg über den Auftsteiger.

Der BVB dreht beim Auswärtsspiel in Köln einen Rückstand spät in einen 3:1-Sieg. Nach harmlosen 60 Minuten, in denen die Schwarzgelben nur zwei ernsthafte Abschlüsse zu verzeichnen hatten, sorgte Lucien Favre für die entscheidende Wendung.

Wie schon im Spiel gegen Augsburg nahm der Schweizer während der Partie wegweisende Änderungen bei seiner Mannschaft vor.

Hakimi und Brandt beleben das Offensivspiel

Es lief bereits die 62. Minute, als BVB-Coach Favre eine zweifache Auswechslung ankündigte. Für Nico Schulz kam Achraf Hakimi auf den Platz. Julian Brandt ersetzte Julian Weigl. Gleichzeitig änderten die Schwarzgelben ihr System. Aus einem 4-2-3-1 mit einer Doppelsechs wurde ein 4-1-4-1 mit Reus und Brandt in zentraler Position.

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In der Folge bekam Dortmund mehr Tempo und Schärfe in seine Offensivaktionen. Eine Schlüsselrolle übernahm dabei Julian Brandt. Nur eine Minute auf dem Platz, setzte der 23-Jährige Kollege Reus in Szene. Köln-Keeper Horn konnte noch parieren.

Köln lässt nach – BVB dreht auf

Diese Aktion markierte aber nur den Anfang einer furiosen BVB-Schlussoffensive. Während bei den Domstädtern die Kräfte nachließen, drehte Dortmund erst auf. Dabei sorgten besonders die eingewechselten Hakimi und Brandt für viel Dampf nach vorne.

Gerade einmal acht Minuten waren beide Spieler auf dem Feld, da glich Schwarzgelb zum 1:1 aus. Sancho nahm eine kurze Ecke von Hazard an und versenkte den Ball links unten im Tor.

Sancho, Hakimi und Alcácer drehen das Spiel

Es rollte nun Angriff auf Angriff. Die Heimmannschaft kam kaum noch zu Entlastung. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kombinierten sich Brandt, Reus und Piszczek bis zur Grundlinie. Dort flankte der Pole auf die linke Seite. Am langen Pfosten hatte sich Hakimi von seinem Gegenspieler entfernt und konnte zum 2:1 einköpfen.

Auch am dritten Tor waren die Einwechselspieler beteiligt. Über Brandt und Hakimi gelangte der Ball zu Sancho. Dieser legte den Turbo ein und fand am Kölner Sechzehner Alcácer. Der Spanier musste nur noch nur den Fuß hinhalten. Damit was Spiel entschieden.

Als Beweis für den Einfluss von Hakimi und Brandt auf die Wendung im BVB-Spiel können die Ballaktionen dienen. Obwohl beide Akteure nur rund 30 Minuten spielten, kamen sie auf 40 bzw. 48 Ballkontakte. Zum Vergleich: Kapitän Marco Reus verzeichnete über 90 Minuten nur deren 60.

Trainer Lucien Favre lobte seine Joker auf der Pressekonferenz: „Die Einwechselungen von Julian Brandt und Achraf Hakimi haben uns viel gebracht.“

Bei Union Berlin könnte Julian Brandt nun sein Startelf-Debüt feiern. Vor einem BVB-Abschied steht indes Marius Wolf, der sich offenbar Hertha BSC anschließt.