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Die Kritik an BVB-Trainer Lucien Favre (61) wird nach dem durchwachsenen Saisonstart spürbar größer. Leise Flüsterstimmen behaupten sogar, dass Borussia Dortmund sich mit einem Nachfolger beschäftigt. Dabei soll es sich um Florian Kohfeldt (36) handeln.

  • Die negativen Stimmen gegen Lucien Favre werden lauter.
  • Florian Kohfeldt soll als sein Nachfolger im Gespräch sein.
  • Es soll sogar schon Kontakt zwischen ihm und den Verantwortlichen des BVB gegeben haben.

Florian Kohfeldt über mögliche Nachfolge von Lucien Favre beim BVB: „Ich bleibe Bremen“

Update, Mittwoch (2. Oktober) 17.21 Uhr: Der BVB soll sich angeblich mit Florian Kohfeldt Werder Bremen beschäftigen. Mittlerweile hat der 36-Jährige Stellung zu den Gerüchten bezogen:

„Ich äußere mich jetzt dazu, weil ich diese Berichte respektlos gegenüber Lucien Favre finde. Ich bleibe in Bremen“, wird Florian Kohfeldt von Deichstube zitiert. Und weiter: “ „So eine Diskussion anzustrengen, gehört sich nicht.“

BVB: Kritik an Favre wird größer

Florian Kohfeldt zum BVB? Klingt auf den ersten Blick sehr realitätsfern. Auf den zweiten Blick scheint diese Konstellation, ähnlich wie eine mögliche Vertragsverlängerung von Achraf Hakimi, aber gar nicht so unrealistisch zu sein.

Favre, der inzwischen nicht nur von einigen Fans, Journalisten und womöglich von einem Teil der Spieler kritisch beäugt wird, muss in den kommenden Wochen beweisen, dass er Krisenmanagement kann. Obwohl Borussia Dortmund nur drei Punkte hinter Ligaprimus Bayern liegt, ist schon mächtig Druck auf dem Kessel.

Auch Marco Reus (31) muss beweisen, dass er der richtige Kapitän ist. Beim Sieg gegen Slavia Prag gelang dem BVB-Trainer zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Die Matchwinner Hakimi und Brandt sorgten auf ungewohnten Positionen für den Sieg.

Favre mit Lob für Kohfeldt

Die wesentlichen Kritikpunkte, die dem Schweizer Lehrmeister vorgehalten werden, sind seine unkonventionellen Personalentscheidungen, seine offenbar mäßigen Motivationskünste und die eklatante BVB-Schwäche bei Standardsituationen. Auch seine verschlossene Art kommt bei vielen nicht gut an. BVB-Neuzugang Julian Brandt ist zwar unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten, nimmt das dem Trainer aber nicht übel.

Das Gegenteil verkörpert aktuell wohl sein Kontrahent vom vergangenen Samstag (28. September). Florian Kohfeldt, der die letzten Wochen mit einem absoluten Rumpfkader aufgetreten ist, wird von allen Seiten gelobt. Zuletzt sogar von Favre selbst: „Es ist gut, was er macht.“

BVB: Kohfeldt hat den selben Berater wie Klopp

Die Deichstube hat nun berichtet, dass es sogar erste Annäherungsversuche von Seiten des BVB gegeben haben soll. Diese sollen allerdings schon eine Weile her sein und sind im Fußballbusiness mehr als üblich.

Der gute Draht zum 36-Jährigen kommt jedoch nicht von ungefähr. Kohfeldt wird von Marc Kosicke beraten, der auch Jürgen Klopp zu seinen Klienten zählt. Was die Persönlichkeiten betrifft, so unterstellen einige Experten den beiden eine gewisse Ähnlichkeit.

Kohfeldts Art würde zum BVB passen

Offen, herzlich und nie um einen guten Spruch verlegen. So wird Kohfeldt von vielen Werder-Fans charakterisiert. Eigenschaften, die man sich bei einem Trainer des BVB auch wünschen würde.

Aber der 36-Jährige gilt nicht nur als hervorragender Kommunikator, sondern auch als Taktikfuchs. Bremen spielt äußerst variabel und kann im Spiel die Systeme mehrfach wechseln. Zudem ist der Coach bei seinen Spielern wie auch bei den Mitarbeitern im Verein sehr beliebt.

Ausstiegsklausel greift wohl ab 2021

Wie die Deichstube berichtet, hat Kohfeldt noch einen gültigen Vertrag bis 2023. Ab 2021 soll allerdings eine Ausstiegsklausel greifen. Ob der Trainer sich dann vorstellen kann, seinen grünweißen Trainingsanzug gegen den schwarzgelben zu tauschen, ist fraglich.

An der Weser gilt Kohfeldt als nahezu unantastbar. Er ist inzwischen zum Gesicht des Vereins geworden. Es müsste also trotz guter Passfähigkeit zwischen dem BVB und dem WerderCoach einiges passieren, damit dieser Trainerwechsel zustande kommt.