Ex-BVB-Profi

Erik Durm: Darum lebte der Profi zu seiner BVB-Zeit sieben Monate in einem Hotel in München

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Ex-BVB-Profi Erik Durm bei seiner Vorstellung in Frankfurt.

Erik Durm sprach vor seiner Rückkehr nach Dortmund am Freitag (14. Januar) in einem Interview über seine Zeit beim BVB, Verletzungen und neue Prioritäten.

  • Erik Durm freut sich auf das Spiel in Dortmund.
  • Der 27-Jährige besitzt immer noch Sympathien für den BVB.
  • Mit einigen Ex-Teamkollegen steht er bis heute in Kontakt.

Frankfurt am Main/Dortmund – Rund eineinhalb Jahre nach seinem BVB-Abschied kehrt Erik Durm (27) in dieser Woche erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit Eintracht Frankfurt gastiert er am Freitag (14. Januar) zum Auftakt des 22. Bundesliga-Spieltags bei Borussia Dortmund. Der 27-Jährige besitzt dabei immer noch Sympathien für seinen Ex-Klub.

Erik Durm: Ex-BVB-Profi hat Jürgen Klopp und David Wagner „viel zu verdanken“

"Ich habe vielen Leuten in Dortmund einfach viel zu verdanken. Auch Leuten, die teilweise nicht mehr dort arbeiten", sagte Erik Durm im Interview mit der WAZ. Der ehemalige BVB-Spieler denkt hierbei in erster Linie an seine früheren Trainer Jürgen Klopp (52) und David Wagner (48). Beide beeinflussten die Karriere des Fußballers auf entscheidende Art und Weise. 

Nach seinem Wechsel aus der zweiten Mannschaft von Mainz 05 im Sommer 2012 spielte Erik Durm zunächst eine Saison für die Zweitvertretung des BVB. Unter David Wagner agierte er sowohl als Mittelfeldspieler als auch im Angriff. Durch seine Dynamik rückte der Allrounder dabei in das Blickfeld von Jürgen Klopp.

Erik Durm schwärmt über seine Teilnahme an der WM 2014

Ab der Vorbereitung auf die Saison 2013/2014 gehörte Erik Durm dann zum Kader der ersten Mannschaft. Dort wurde er zum Außenverteidiger umgeschult. Es folgten Einsätze auf der ganz großen Fußball-Bühne – in der Bundesliga, dem DFB-Pokal, der Champions League und auch bei der Nationalmannschaft. 

Bei der WM 2014 schaffte es der gebürtige Pirmasenser sogar in den endgültigen Kader. Die Teilnahme an dem Turnier, sei „einer meiner schönsten Momente in meiner Karriere“ gewesen, schwärmte Erik Durm.

Erik Durm über seine vielen Verletzungen beim BVB: „Vielleicht wäre ich noch in Dortmund“

Durch viele Blessuren geriet seine Karriere dann allerdings in Stocken. Während der unzähligen Reha-Einheiten habe der Ex-BVB-Profi schon einige Zeit außerhalb von Dortmund gelebt. "Irgendwann konnte ich die Dortmunder Physiobänke nicht mehr sehen. Ich wollte einfach mal raus. Deswegen bin ich nach München, habe dort sieben Monate im Hotel gelebt", erklärte Erik Durm

Im Juli 2018 folgte schließlich der Abschied vom BVB. Wehmut verspüre er angesichts seiner wechselhaften Zeit in Dortmund aber nicht. "Nein, ich habe trotzdem ein sehr privilegiertes Leben. Klar, vielleicht wäre es ohne die Verletzungen anders gelaufen. Vielleicht wäre ich noch in Dortmund."

Vor BVB-Rückkehr: Erik Durm freut sich auf „geiles“ Spiel in Dortmund

Am Freitag gibt es für ihn nun erstmals ein Wiedersehen mit dem Stadion, indem seine Karriere so richtig in Schwung kam. Auch wenn Erik Durm "noch Sympathien für den BVB" habe, wolle er mit Eintracht Frankfurt gegen den BVB gewinnen (zum Live-Ticker). "Ein Freitagabendspiel in Dortmund ist etwas sehr Geiles. (…) Ich denke, dass sie Respekt vor uns haben", so der 27-Jährige, der seit Juli 2019 für die Adlerträger aufläuft.

Ganz abgebrochen ist die Verbindung ins Ruhrgebiet dabei nie. Bis heute stehe er mit einigen Ex-Teamkollegen, wie Marcel Schmelzer (32) oder Marco Reus (30), in Kontakt - "Ich freue mich immer, wenn sie spielen".

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Dass Erik Durm bei seinem neuen Klub (Vertrag bis 2023) bisher auf gerade einmal sieben Liga-Einsätze (fünfmal in der Startelf) kam, sei für ihn kein Drama. Ausgerechnet beim 2:2 im Hinrunden-Duell gegen den BVB kam der Profi von Eintracht Frankfurt erstmals über 90 Minuten zum Einsatz. 

Die Prioritäten des Weltmeisters von 2014, der mittlerweile Vater einer kleinen Tochter ist, haben sich ohnehin gewandelt. "Früher", so Erik Durm, "war der Fußball die Priorität Nummer eins." Nun gebe es aber "einfach Wichtigeres."