Bild: dpa

Borussia Dortmund hat im vergangenen Sommer herausragende Arbeit geleistet. Diese spiegelt sich in der abgelaufenen Hinrunde wieder. Nun haben die Klubbosse eine interne Strategie formuliert, um die Bayern dauerhaft zu attackieren.

Der BVB ist mit sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer und hat im DFB-Pokal und der Champions League jeweils das Achtelfinale erreicht. Zwar ist erst die Hälfte der Saison gespielt, aber es lässt sich dennoch eine positive Zwischenbilanz ziehen.

Um auch am Ende der Saison und in den kommenden Jahren vor dem ärgsten Konkurrenten aus München zu stehen, haben Watzke und Co. nun einen Plan festgelegt.

Keine Transfers mehr zum FC Bayern

Es ist gar nicht so lang her, als Fußballdeutschland dachte, dass es eine nationale Wachablösung gäbe. 2011 wurde Borussia Dortmund Deutscher Meister und 2012 schaffte man sogar das Double und düpierte den FC Bayern mit 5:2 im Pokalfinale. Es schien, als wären die Dortmunder dem Rekordmeister innerhalb kürzester Zeit sportlich enteilt.

2012 schaffte der BVB das erste mal in der Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokal. Foto: dpa

Doch dann schlugen Hoeneß und Rummenigge zurück. Sie kauften den Schwarzgelben mit Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels die wichtigsten Spieler aus allen Mannschaftsteilen weg und ebneten sich so den Weg zu sechs deutschen Meisterschaften in Folge.

Sechs Jahre später ist man dem Rivalen zumindest kurzfristig eine Nasenspitze voraus. Um ein Szenario wie in der Vergangenheit zu Verhindern stellte die Borussia klar, dass ab sofort kein Leistungsträger mehr an die Isar verkauft wird. Wenn die Spieler wechseln wollen, sollen sie wie im Fall von Pulisic in andere Topligen wechseln.

Clevere und nachhaltige Einkaufspolitik

Darüber hinaus will man in Dortmund weiterhin intelligente Verpflichtungen erzielen und auf mögliche Abgänge besser vorbereitet sein. Das beste Beispiel ist aktuell die Personalie Julian Weigl. Sein Ex-Trainer Thomas Tuchel würde ihn gerne nach Paris holen und man würde für ihn vermutlich tief in die Tasche greifen.

Der BVB lässt ihn jedoch nicht ziehen, um einen Top Back-Up für Axel Witsel im Kader zu haben. Weigl wird frühestens im Sommer wechseln, wenn schwarz-gelb einen vernünftigen Ersatz gefunden hat.

An der Strobelallee schreckt man auch nicht davor zurück, mehr Geld in gute Spieler zu investieren. Im Sommer stehen beim BVB Verstärkungen auf der Außenverteidiger Position, im Sturmzentrum und den Flügeln im Pflichtenheft. Heißester Kandidat ist aktuell Thorgan Hazard, dessen Marktwert bei 38 Millionen liegt.

Hohe Transfereinnahmen dank langfristiger Verträge

Der langfristige sportliche Erfolg des Ruhrgebietsklub ist also wichtiger als ein kurzfristiger Geldregen. Gerade unter diesem Aspekt fällt auf, dass der BVB die wichtigen Spieler mit langen Vertragslaufzeiten ausstattet. Jadon Sancho hat zum Beispiel bis 2022 Vertrag.  Winterneuzugang Balerdi hat sogar bis 2024 unterschrieben.

Weitere Top-Themen:

Unabhängig davon, ob sie ihre Verträge erfüllen oder nicht, machen sie den BVB stärker. Zum einen sind die Dortmunder dann vor Transferattacken der Bayern sicher und zum anderen kann man so höhere Transfersummen von anderen Klubs generieren. Bei einem Verkauf von Jadon Sancho winkt dem BVB eine Ablösesumme jenseits der 150 Millionen.