Kommentar

BVB: Marco Rose steht jetzt zur Diskussion – Edin Terzic ist die Lösung

Jetzt muss der BVB auch über Trainer Marco Rose diskutieren. Ein Kommentar.

Dortmund - Die Einschläge häufen sich. Bei der schändlichen 2:4-Blamage gegen die Glasgow Rangers kassierte Borussia Dortmund zum wiederholten Male in dieser Saison eine bitterböse Abfuhr. Jetzt muss auch über Trainer Marco Rose diskutiert werden, findet RUHR24-Autor Nicolas Luik.

NameMarco Rose
Geboren11. September 1976 (Alter 45 Jahre), Leipzig
Größe1,87 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB: Marco Rose steht jetzt zur Diskussion – die Lösung liegt ganz nah

„Weil wir die Vorgaben nicht umsetzen“, erklärte Marco Reus noch vor elf Tagen die 2:5-Klatsche gegen Bayer Leverkusen. Ein Heimspiel später hat sich nichts verändert. Eklatante Konzentrationsfehler und indiskutables Abwehrverhalten allenthalben.

Grüße gehen an den BVB-Kapitän, der beim zwischenzeitlichen 2:0 kurz vor der Pause das Kopfballduell nach einer Ecke verweigerte. Nicht nur bei Standards drückt der Schuh schon traditionell.

BVB: Trainer Marco Rose erkennt Probleme, kann sie aber nicht beheben

Seit Marco Rose verkündete, dass am Defensivverhalten intensiv gearbeitet wurde, hat Borussia Dortmund in zwei Heimspielen neun Gegentore kassiert. Mein Verdacht hat sich bestätigt: Dieser BVB ist auf höchstem Niveau nahezu untrainierbar.

Der Trainer hat die Problemfelder (Stichwort: „Haltung“) durchaus erkannt und angesprochen. Auch für die verfehlte Kader-Zusammenstellung der BVB-Bosse ist Marco Rose nicht verantwortlich. Seit dem Ende der goldenen Klopp-Ära hatten viele Trainer mit immer wiederkehrenden Problemen zu kämpfen.

BVB-Trainer: Nur Edin Terzic kam im Kopf der Spieler an

Aber ob selbstverschuldet oder nicht: Marco Rose kommt in den Köpfen der Spieler nicht an. Es gelingt dem Coach nicht, der Mannschaft eine dauerhaft erfolgreiche Spielidee zu vermitteln. Eine Spielidee, die zum BVB passt. Kurzum: Es fehlt eine schwarz-gelbe Identität.

Jetzt muss der BVB über Trainer Marco Rose diskutieren. Edin Terzic könnte die Lösung sein.

Nur ein Trainer schaffte es in der jüngeren Vergangenheit, aus elf perfekten Schwiegersöhnen einen verschworenen Haufen kämpfender Borussen zu machen. Der Mann hieß Edin Terzic.

BVB-Trainer Marco Rose: Verein hätte weiter auf Edin Terzic setzen sollen

Der heißblütige BVB-Fan gewann zum Abschied acht Spiele in Folge sowie den DFB-Pokal und musste nur gehen, weil der BVB bereits einen Vorvertrag mit Marco Rose abgeschlossen hatte. Fünf Millionen Euro flossen an Borussia Mönchengladbach.

Inzwischen drängt sich der Verdacht auf: Dieses Geld hätten sich die Dortmunder Bosse sparen können. Wie so viele Euros, die in einen überschätzten Kader flossen, der neben einzelnen Jungstars aus zu vielen durchschnittlichen Bundesligaspielern mit fürstlichem Gehalt besteht.

Die Spieler sind der Meinung, dass der BVB unter Trainer Edin Terzic am Ende als Einheit auftrat.

BVB-Trainer Marco Rose bleibt ohne Titel: Jetzt ist die Gelegenheit zum Umbruch

Jetzt bietet sich die Chance, den Fehler aus dem vergangenen Sommer zu korrigieren: Realistisch betrachtet sind sämtliche Titelchancen futsch. Vor 50.000 wilden Fans im Glasgower Ibrox Park wird dieser BVB die Wende nicht mehr schaffen.

Auch im Bundesliga-Endspurt glauben nur Zeitgenossen mit beneidenswertem Optimismus noch an den Titel. Die Champions-League-Qualifikation ist aber wegen der schwachen Konkurrenz gesichert.

BVB-Trainer: Edin Terzic trägt die Dortmund-DNA in sich

Viel Zeit also, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Mit einem Trainer, der unter neuem Sportdirektor Sebastian Kehl eine Mannschaft zumindest insofern nach seinen Wünschen gestalten kann, wie die aktuelle Vertrags- und Marktsituation das zulässt.

Dieser Mann sollte Edin Terzic heißen. Er trägt die BVB-DNA in sich, die es in Dortmund benötigt.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO

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