Kommentar

BVB: Emre Can ist im Mannschaftsrat die große Fehlbesetzung

Den BVB-Mannschaftsrat für die neue Saison bilden altbekannte und neue Gesichter. Emre Can ist hier eine Fehlbesetzung. Ein Kommentar.

Dortmund – Emre Can gehört auch in der kommenden Saison dem Mannschaftsrat von Borussia Dortmund an. Er ist aus mehreren Gründen eine Fehlbesetzung, findet RUHR24-Autor Nicolas Luik.

NameEmre Can
Geboren12. Januar 1994 (Alter 28 Jahre), Frankfurt am Main
Größe1,86 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB: Neuer Mannschaftsrat gewählt – Bellingham und Süle bringen frischen Wind

Nach Sport1-Informationen hat der BVB den Mannschaftsrat für die kommende Saison gewählt. Jude Bellingham und Niklas Süle sind neu dabei. Weil Axel Witsel schon weg ist und Manuel Akanji noch gehen soll.

Emre Can ist wieder in den BVB-Mannschaftsrat gewählt worden.

Das ist erfreulich, denn Jude Bellingham ist charakterlich und sportlich über jeden Zweifel erhaben. Vielleicht gelingt es dem Teenager, den einen oder anderen alteingesessenen BVB-Profi aus dessen Wohlfühl-Bubble zu reißen. Niklas Süle kann als Neuzugang ebenfalls neue Sichtweisen einbringen. Gut so. Der Verein ist ja schließlich im Umbruch.

BVB: Emre Can im Mannschaftsrat ist die große Fehlbesetzung

Marco Reus bleibt als Kapitän im Mannschaftsrat vertreten. Mats Hummels als sein Stellvertreter ebenso. Das ist noch verständlich, weil die Verdienste der beiden langjährigen Borussen unbestritten sind. Obgleich die Routiniers ihre besten fußballerischen Tage hinter sich haben.

Der Fünfte im Bunde des Mannschaftsrates ist Emre Can. Dass er weiterhin dabei ist: absolut unverständlich. Der Großverdiener streicht 10 Millionen Gehalt pro Jahr ein. Und hat im vergangenen Jahr 103 Tage lang verletzungsbedingt gefehlt.

BVB: Emre Can von der Abschussliste in den Mannschaftsrat – viel Gehalt und wenig Leistung

Wenn er doch spielt, ist Emre Can leistungsmäßig bestenfalls Mitläufer. Und weit davon entfernt, der Führungsspieler zu sein, als der er eigentlich für 25 Millionen Euro Ablöse von Juventus Turin geholt wurde. In besonders wichtigen Spielen ist er sogar meist ein Totalausfall.

Deshalb würde der BVB ihn auch bei einem entsprechenden Angebot verkaufen, wie man hört. Einen Stammplatz wird er in der kommenden Saison kaum haben. Von der Abschussliste in den Mannschaftsrat. Wie passt das zusammen?

BVB-Mannschaftsrat mit Emre Can: Gregor Kobel wäre der geeignetere Kandidat

Bei der Bild-Zeitung ist außerdem zu lesen, dass die Dortmund-Bosse mit seiner unbeherrschten Art Probleme haben. Einigen Spielern und auch Trainer Edin Terzic soll er mit seinen großspurigen Aussagen mitunter auf die Nerven gehen. Denkbar schlechte Voraussetzungen, um eine führende Rolle im Vertretungsorgan der BVB-Spieler einzunehmen.

Damit nicht genug. In Gregor Kobel gäbe es beim BVB einen weitaus passenderen Kandidaten für den Mannschaftsrat. Der Torwart lieferte ein überzeugendes Debüt-Jahr in Dortmund, geht mit positiver Einstellung voran.

BVB: Gregor Kobel als Vorbild – Emre Can hat gehobenes Standing nicht verdient

Beispielhaft, dass er neben Marco Reus als einziger Nationalspieler freiwillig früher aus dem Urlaub zurückkehrte, um die komplette Vorbereitung mitmachen zu können. Gegenüber der Sport Bild sagte Kobel kürzlich, sich einen Posten im Mannschaftsrat „absolut“ zuzutrauen.

Er erklärt: „Eine Rolle als Führungsspieler kann ich aber nicht einfach einfordern. Die muss man sich mit Leistung verdienen. Ich arbeite aber darauf hin, dass es vielleicht mal in die Richtung gehen kann.“ Unterdessen hat Emre Can noch keine einzige Testspiel-Minute für den BVB absolviert. Er ist schon wieder verletzt. Eine gehobene Stellung in der teaminternen Hierarchie hat er nicht verdient.

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media, BVB, Collage: Nicolas Luik

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