Stefan Effenberg: "Boateng würde dem BVB Stabilität geben"

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Vom FC Bayern München zum BVB? Jerome Boateng wird wohl ins Ausland wechseln. Foto: dpa

Gerüchten zufolge soll Jerome Boateng vom FC Bayern München beim BVB im Gespräch sein. Wir sagen euch, wie wahrscheinlich ein Transfer ist.

Die Wege von Bayern München und Innenverteidiger Jerome Boateng werden sich zum Ende der Saison trennen. Auch der BVB wurde nun als möglicher Abnehmer für den ehemaligen Nationalspieler genannt.

  • Jerome Boateng ist beim FC Bayern nicht mehr erwünscht
  • Angeblich soll der BVB interessiert sein
  • Ein Transfer nach Dortmund ist ausgesprochen unwahrscheinlich

Update, Mittwoch (29. Mai): In einer Kolumne für das Portal T-Online schreibt der ehemalige FCB-Spieler Stefan Effenberg, dass Jerome Boateng, gegen den aktuell die Staatsanwaltschaft München ermittelt, für den BVB der perfekte Stabilisator wäre.

Beim BVB solle man sich über den 30-jährigen Innenverteidiger vom FC Bayern München Gedanken machen. Borussia Dortmund sei der einzige Verein in Deutschland, der einen Transfer von Boateng stemmen könnte.

Aus sportlicher Sicht sei Dortmund auch der einzige Verein, der für den Spieler in der Bundesliga Sinn machen würde. Dennoch sucht man BVB offenbar derzeit nach einem Innenverteidiger mit den nötigen Führungsqualitäten, wie der kicker berichtet.

Bei Borussia Dortmund passiert aktuell einiges. Zahlreiche Spieler stehen auf der BVB-Streichliste. Ob da für einen Boateng noch Platz wäre?

Erstmeldung, Dienstag (28. Mai): Präsident Uli Hoeneß machte im Rahmen der Bayern-Doublefeier unmissverständlich klar, dass Jerome Boateng keine Zukunft mehr beim FC Bayern hat und sich einen neuen Verein suchen soll.

Boatengs Berater ist angeblich bereits auf der Suche nach neuen Klubs. Laut einem Bericht von Sport1 machen "Gerüchte [...] die Runde", Borussia Dortmund könnte am 30-Jährigen interessiert sein. Ein Wechsel von der Isar nach Westfalen wäre für so manchen BVB-Fan mindestens irritierend. Werden wir den modebewussten Innenverteidiger dennoch bald im schwarzgelben Dress sehen?

Boateng würde beim BVB zum Top-Verdiener

Jerome Boateng hat beim FC Bayern München noch einen Vertrag bis 2021. Mit einem Jahresgehalt von 12 Millionen Euro und einer geschätzten Ablösesumme von etwa 20 Millionen Euro würde der Weltmeister alles andere als günstig.

Aktuell thront Marco Reus mit einem Salär von etwa 11 Millionen Euro an der Spitze der BVB-internen Gehalts-Rangliste. Schwer vorstellbar, dass Aki Watzke sich einen neuen Topverdiener ins Haus holt.

Alleine die Ablösesummen von Nico Schulz, Thorgan Hazard und Julian Brandt betragen in etwa 74 Millionen Euro. Alle drei werden ebenfalls zu den Großverdienern im BVB-Kader gehören. Laut Bild erhält Brandt etwa 8 Millionen im Jahr.

Der BVB hat auch ohne Boateng bereits derart fürstliche Kader-Ausgaben, dass Leistungsträger Mario Götze für eine Vertragsverlängerung auf Gehalt verzichten soll. Für Boateng dürfte im Budget kein Platz mehr sein.

BVB hat in der Innenverteidigung keinen Bedarf

Borussia Dortmund ist in der Innenverteidigung mit Manuel Akanji (23), Dan-Axel Zagadou (19) und Abdou Diallo (23) aktuell und für die Zukunft gut aufgestellt. Auch Julian Weigl zeigte zuletzt starke Leistungen auf dieser, für ihn ungewohnten, Position. Außerdem soll Leonardo Balerdi (20) nach seinem Eingewöhnungs-Halbjahr an die Mannschaft herangeführt werden. Der BVB ist im Abwehrzentrum so gut besetzt, dass die die Aussichten von Ömer Toprak auf Einsatzzeiten eher gering sind.

Wenn Jerome Boateng über einen längeren Zeitraum fit ist, kann er fast jeder Mannschaft der Welt helfen. Auch dem BVB. Aus finanzieller Sicht ist ein Transfer aber nicht darstellbar. Dortmund ist ohnehin gut beraten, weiterhin die Entwicklung seiner talentierten Abwehrspieler zu fördern. Den Spieler selbst dürfte es zudem eher zu einem Topclub ins Ausland ziehen. Alle Infos zu Zu- und Abgängen des BVB findet ihr im Transfer-Ticker von RUHR24 und Buzz09.

So äußerten sich Lothar Matthäus und andere Experten über die Transfers beim BVB.