Deutliche Kritik

Ex-BVB-Flop rechnet mit Borussia Dortmund ab: „Es war ein Massaker“

Der BVB steht erneut in der Kritik. Wieder tritt ein Spieler nach, der Borussia Dortmund im Sommer verlassen hat.

Dortmund – Erst Manuel Akanji, jetzt Reinier: Ein weiterer Ex-Profi von Borussia Dortmund hat gegen den BVB nachgetreten. Der Brasilianer, seit Sommer in Diensten des FC Girona, kritisierte die Westfalen massiv.

NameReinier
Geboren19. Januar 2002 (Alter 20 Jahre), Brasília, Distrito Federal do Brasil, Brasilien
Größe1,85 Meter
Aktuelles TeamFC Girona

Ex-Flop Reinier konnte sich beim BVB „fußballerisch nicht weiterentwickeln“

„Ich konnte mich fußballerisch nicht weiterentwickeln“, sagte Reinier im Interview mit Globe Esporte über seine Zeit bei Borussia Dortmund. „Leute, deren Namen ich nicht nennen möchte, sagten zu mir: ‚Du trainierst wirklich super, Glückwunsch dazu, mach so weiter!‘ Doch ich habe nicht gespielt, was ich nicht verstehen konnte.“

Zwei Jahre (2020 bis 2022) hatte der BVB Reinier von Real Madrid ausgeliehen. In der Zeit kam er auf wettbewerbsübergreifend 39 Einsätze (1 Tor) bei lediglich 741 Spielminuten.

Selbstkritik? Fehlanzeige! Reinier hat ein reines Gewissen

Reinier gab sich trotz seines Stammplatzes auf der Reservebank diplomatisch: „Es war ihre Entscheidung. Ich habe alle respektiert - den Klub selbst wie auch die Spieler, die spielen durften. Es ist einfach schade.“

Selbstkritik übt der 20-Jährige aber nicht. Er sagte: „Ich habe meine Pflichten erledigt. Ich habe trainiert, bin nach Hause gefahren und war am nächsten Tag wieder da – immer pünktlich.“

Reinier gab beim BVB kein gutes Bild ab.

Reinier weiter: „Ich habe alles getan, was ich konnte und sollte.“ Er habe ein „reines Gewissen“.

Ex-BVB-Flop rechnet mit Borussia Dortmund ab: „Es war ein Massaker“

Mit Reiniers Leistung im BVB-Trikot ging auch die mediale Berichterstattung einher. Reinier: „Es war einfach ein Massaker, ich wurde verprügelt. Es war eine sehr schwierige Phase für mich.“ Er habe nach Spielen nicht schlafen können, auch seine Familie habe gelitten.

„Ich habe bei Flamengo immer gespielt. Und dann plötzlich nicht mehr zu spielen, obwohl man das Gefühl hat, seinem Team helfen zu wollen, fühlt sich nicht gut an“, sagte Reinier weiter. Er habe nur noch weg gewollt.

Vor Reinier: Manuel Akanji tritt gegen BVB nach

Vor Reinier hatte bereits Manuel Akanji (für 18 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt) gegen den BVB geschossen. „Ich war Teil der Mannschaft und hatte einen laufenden Vertrag, war fokussiert und habe weiterhin Gas gegeben im Training“, hatte Akanji dem Blick gesagt. „Aber das Leistungsprinzip zählte nicht mehr, ich saß auf der Tribüne, egal wie gut ich trainierte.“

Der Innenverteidiger habe sich ungerecht behandelt gefühlt. Über ihn seien Sachen behauptet worden, „die einfach nicht stimmten“. Er habe mit dem BVB „nie über Zahlen geredet. Es ging mir nie ums Geld. Ich fand es krass, dass mir das aus dem Nichts vorgeworfen wurde.“

Rubriklistenbild: © Beautiful Sports/Imago, Fotomontage: RUHR24

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