Vertrag läuft bis Sommer 2024

BVB-Trainer Marco Rose verspielt Ziele: Dortmund fällt Entscheidung

Zwei Saisonziele hat der BVB mit Trainer Marco Rose schon verfehlt. So geht es in Dortmund weiter.

Dortmund – Zwei von drei Saisonzielen hatte Borussia Dortmund schon Ende Januar verspielt. Im DFB-Pokal-Achtelfinale scheiterte der BVB kläglich auf St. Pauli. „Wenn man Spiele auf diese Art und Weise verliert, dann muss man sich die Frage nach der Haltung und der Mentalität gefallen lassen“, sagt Sportdirektor Michael Zorc jetzt im Kicker.

NameMarco Rose
Geboren11. September 1976 (Alter 45 Jahre), Leipzig
Größe1,87 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB-Trainer Marco Rose: Ziele verfehlt – Borussia Dortmund trifft Entscheidung

Zuvor musste die Mannschaft von Trainer Marco Rose schon in der Champions-League-Gruppenphase die Segel streichen. „Das Ausscheiden in diesen Wettbewerben beeinflusst natürlich die Stimmungslage um uns herum“, gibt Michael Zorc zu.

Das hatte sich der BVB vor einigen Wochen noch ganz anders vorgestellt. Wenigstens die Qualifikation für das Champions-League-Achtelfinale war anvisiert. Im DFB-Pokal bestand nach dem frühen Aus des FC Bayern gegen Gladbach (1:5) eine realistische Chance auf die Titelverteidigung.

BVB und Marco Rose „auf einem sehr guten Weg“: Michael Zorc bekennt sich klar zum Trainer

Jetzt bleiben die Trostrunde in der Europa League und ein mäßig aussichtsreicher Meisterschaftskampf in der Bundesliga. Während der BVB inzwischen mit neun Punkten Rückstand und deutlich schlechterem Torverhältnis dem FC Bayern hinterherläuft, bricht Michael Zorc eine Lanze für seinen Trainer Marco Rose.

„Wir sind insgesamt auf einem sehr guten Weg mit Marco“, sagt der 59-jährige. „Wir sind total überzeugt von diesem Weg, für den wir uns mit ihm entschieden haben.“

BVB-Vertrag bis Sommer 2024: Borussia Dortmund will langfristig mit Trainer Marco Rose arbeiten

Die Zusammenarbeit mit dem Trainer (Vertrag bis Sommer 2024) habe der BVB bewusst langfristig angelegt. Die Dortmunder setzen weiterhin voll auf Marco Rose, der vor Saisonbeginn für eine Ablöse von fünf Millionen Euro aus Gladbach kam. Der 45-Jährige gilt wegen seiner sachlichen und doch klaren Ansprache bei den Spielern als beliebt.

Seit seinem Dienstantritt im Sommer hat Marco Rose neben der „Haltung“ seiner Spieler vor allem mit zwei Dingen zu kämpfen. Erstens: Die wackelige BVB-Abwehr ließ mit 36 Bundesliga-Gegentreffern sogar mehr Tore zu als der Tabellen-16. aus Augsburg.

Marco Rose steht beim BVB bei Sommer 2024 unter Vertrag. Michael Zorc bekennt sich zu seinem Trainer.

BVB-Probleme von Trainer Marco Rose: „Haltung“, Wackel-Abwehr und Verletzungen

„Wenn du ganz vorne landen willst, sind das einige Gegentore zu viel“, gibt Michael Zorc zu. Dabei sieht er nicht nur die Verteidiger in der Pflicht. Das ganze Team müsse künftig kompromissloser das eigene Tor verteidigen.

Ein weiteres wiederkehrendes Problem für Marco Rose ist die Häufung an Muskelverletzungen im BVB-Kader. „Die Ursachenfindung ist nicht einfach“, erklärt Michael Zorc. Ein einheitliches Muster gebe es nicht, dennoch habe Marco Rose nie gejammert oder geklagt. Für ihn steht fest: „Wenn man so viele Verletzte hat wie wir, dann hat das auch mit Pech zu tun“.

Auf der anderen Seite: Mit 43 Punkten aus 21 Bundesliga-Spielen hat der BVB Stand jetzt eine der besseren Punkteausbeuten der vergangenen Jahre eingefahren. Laut Michael Zorc ein Beleg für die gute Arbeit, die sein Trainer Marco Rose leistet. Der Sportdirektor lobt außerdem die mit 54 Treffern überdurchschnittlich vielen selbst erzielte Tore. Zum Vergleich: Bayer Leverkusen liegt als Tabellendritter ebenfalls bei 54, der FC Bayern bei 68.

Rubriklistenbild: © Kröger/Kirchner-Media

Mehr zum Thema