Plötzlich wieder im Rennen

BVB-Star Erling Haaland: Top-Klub geht wegen neuem Sponsor jetzt All-In

Im Transfer-Poker um BVB-Star Erling Haaland kommt es zum Showdown. Ein Top-Klub geht All-In.

Dortmund – Erling Haaland hält sich mit dem linken Zeigefinger das linke Ohr zu, mit der rechten Hand und einem entschlossenen Blick zeigt er nach vorne. Dieses Foto des Stürmers von Borussia Dortmund ziert am Donnerstagmorgen (10. Februar) das Cover der spanischen Zeitung Sport. Die zugehörige Schlagzeile lautet: „Haaland – Máxima Prioridad“ (dt. „Haaland – Maximale Priorität“).

BVB-Star Erling Haaland: FC Barcelona will mit Spotify-Geld „All-In“ gehen

Die Titelgeschichte der Zeitung mit Sitz in Katalonien erzählt das Vorhaben des FC Barcelona, im Transfer-Poker um den Norweger „All-In“ zu gehen. Interesse an BVB-Stürmer Erling Haaland wurde Barca in der Vergangenheit schon mehrfach nachgesagt. Doch die Berichte waren stets verbunden mit großen Zweifeln.

Schließlich ist der 26-fache spanische Meister hoch verschuldet. Wie soll ein Klub, der mit 1,3 Milliarden Euro in den Miesen steht, ein Transferpaket aus Ausstiegsklausel (etwa 75 Millionen Euro), Gehalt, Handgeld und Beraterhonorar schnüren? Die Antwort: Pünktlich zur heißen Phase im Transfer-Poker um Erling Haaland scheinen sich die Vorzeichen beim FC Barcelona geändert zu haben.

Barca steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge vor dem Abschluss eines großen Sponsoring-Deals mit dem Streaming-Giganten Spotify. Im Gespräch ist eine Summe von 280 Millionen Euro über drei Jahre für Trikotwerbung und Namensrechte am Stadion. Um nicht in der Versenkung zu verschwinden, sind die Katalanen demnach sogar bereit, ihre Heimspiele künftig im „Spotify Camp Nou“ auszutragen.

Haaland-Showdown: FC Barcelona hat Hausaufgaben für Transfer von BVB-Star gemacht

Doch nicht nur Spotify bringt frisches Geld, das in einen Transfer von BVB-Star Erling Haaland gesteckt werden soll. Die DailyMail berichtet zudem, dass zwei Unternehmen aus dem Bereich der Kryptowährung dem FC Barcelona ein umfassendes Sponsoring-Angebot gemacht haben sollen.

Finanziellen Spielraum will Barca zudem durch Abgänge gewinnen. Der Vertrag von Ousmane Dembélé läuft im Sommer aus. Dann soll der in Dortmund bestens bekannte Franzose mitsamt seines üppigen Gehalts verschwinden. Die Katalanen sollen außerdem bereit sein, sich von Sergi Roberto, Memphis Depay und Luuk de Jong zu trennen.

Der FC Barcelona geht für einen Transfer von BVB-Star Erling Haaland „All-In“.

Die spanische Sport berichtet weiter, dass der FC Barcelona alle „Hausaufgaben“ gemacht hätte, um einen Transfer von Erling Haaland im Sommer realisieren zu können. Trainer Xavi soll Präsident Joan Laporta in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt haben, dass der Noch-Dortmunder in sein Spielsystem passen würde (mehr Transfer-News zum BVB bei RUHR24).

BVB-Star Erling Haaland soll mit Transfer zu Barca für Ronaldinho-Effekt sorgen

Eine Verpflichtung soll demnach aber nicht nur die sportliche Situation des in Schieflage geratenen spanischen Klubs verbessern, sondern auch Barcas gesamte Relevanz im europäischen Vereinsfußball. Man erhoffe sich durch Erling Haaland einen Schub an Begeisterung und Wettbewerbsfähigkeit. Intern werde eine solche „strategische Verpflichtung“ sogar mit der des großen Ronaldinho verglichen.

In Gesprächen mit Joan Laporta soll Haaland-Berater Mino Raiola deutlich gemacht haben, dass sich sein Schützling nicht zwangsläufig für das finanziell lukrativste Angebot entscheiden werde. Für den Norweger sei auch die sportliche Perspektive ausschlaggebend. Eine Auktion werde es nicht geben.

Erling Haalands endgültige Entscheidung habe Mino Raiola in den Gesprächen für Ende März oder Anfang April angekündigt. Dann werden die Karten am wohl hochkarätigst besetztem Transfer-Pokertisch seit langer Zeit endgültig aufgedeckt. Es wird sich zeigen, ob der „All-In“ gehende FC Barcelona am Ende den Jackpot abräumt.

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