Pleite in Dortmund

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Allrounder bekommt Note 6

BVB-Einzelkritik: Erling Haaland und Jamie Bynoe Gittens überzeugen gegen den VfL Bochum. Ein Profi bekommt Note 6.

Dortmund – Borussia Dortmund hat am 32. Bundesliga-Spieltag ein turbulentes Spiel gegen den VfL Bochum mit 3:4 verloren. Beim BVB zeigten Dreierpacker Erling Haaland und Debütant Jamie Bynoe-Gittens ansprechende Leistungen. In der Einzelkritik gibt es aber auch sehr schlechte Noten.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
GegnerVfL Bochum
WettbwerbBundesliga
Spieler des SpielsErling Haaland, Jamie Bynoe-Gittens

BVB-Einzelkritik gegen Bochum: Einmal Note 6 – Haaland und Bynoe-Gittens stark

Marwin Hitz: Die Nummer zwei ersetzt weiterhin Gregor Kobel im BVB-Kasten und ließ sich gegen den VfL Bochum nichts zu schulden kommen. Die vier Gegentreffer schluckte er wegen der Slapstick-Einlagen seiner Vorderleute. Auszeichnen konnte er sich aber auch nicht. Note: 3,5

Marius Wolf: Offensiv zeigte er sich engagiert, aber nicht immer genau genug. Holte zumindest im Kopfballduell mit Rexhbecaj den Handelfmeter zum 2:2 heraus (Erling Haaland verwandelte). Defensiv nicht immer souverän. Vor Locadias Kopfball zum zwischenzeitlichem 3:3 ließ er die Flanke in den Strafraum zu. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum: Note 5,5 für Manuel Akanji

Dan-Axel Zagadou: Nach 29 Sekunden ein erster Schreckmoment, als sein missglückter Klärungsversuch gegen Pantovic beinahe im eigenen Netz landete. Ansonsten in der wackeligen BVB-Innenverteidigung neben Manuel Akanji definitiv der stabilere Part. Passsicherheit (89 Prozent) und Zweikampfquote (83 Prozent) waren jeweils in Ordnung. In der Einzelkritik gibt es: Note 4

Manuel Akanji: Seine Pass- und Zweikampfstatistiken stimmen ebenfalls, aber in den entscheidenden Situationen war er dreimal nicht da. Beim ersten Bochumer Treffer rutschte er fatalerweise aus (Polter, 3.), beim zweiten verhinderte er das Zuspiel auf Holtmann nicht (8.), beim dritten ließ er sich von Locadia vernaschen (81.). Gleichermaßen bemüht wie glücklos beim Versuch, sich offensiv einzubringen. Ein gebrauchter Tag für den BVB-Verteidiger. Note: 5,5

BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum: Note 6 für Raphael Guerreiro

Raphael Guerreiro: Stellte seine Defensivschwäche zum wiederholten Male eindrucksvoll unter Beweis. Wurde bei der Entstehung des 0:1 zwar leicht von Asano gerempelt, muss sich hier aber robuster entgegenstellen. Beim 0:2 hob er das Abseits auf. Verlor 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Kaum gelungene Offensivaktionen. In dieser Form ein stetiges Sicherheitsrisiko. Note: 6

BVB-Profi Raphael Guerreiro kam gegen Bochums Takuma Asano nicht hinterher.

Axel Witsel: Kam von einem Infekt zurück und agierte im BVB-Mittelfeld als der gewohnt risikoscheue Ballverteiler. Das gelang zumindest in Perfektion: Von 45 Pässen kamen 45 an. War aber auch schon einmal mehr eingebunden und blieb offensiv harmlos. Sein einziger Torschuss wäre beinahe auf halber Strecke zum Tor verkümmert. Auch defensiv so lala. Fahrlässig sein verschuldeter Handelfmeter, den Pantovic zum entscheidenden 4:3 für den VfL Bochum verwandelte. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum: Note 3 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Machte und tat, feuerte das Publikum an, setzte auch mal zur nicht ganz so feinen Grätsche an. Dazu stets mit guten Ideen und der technischen Begabung, diese im Offensivspiel auch umzusetzen. Das war trotz der Niederlage eigentlich ganz okay. Macht in der Einzelkritik: Note: 3

Julian Brandt: Nach 21 Minuten und einer sehenswerten Körpertäuschung scheiterte er mit seinem etwas zu schwach geratenen Abschluss am herausragend aufgelegten Bochum-Torhüter Manuel Riemann. Nach 50 Minuten mit toller Aktion inklusive Steilpass, den der furchtlos heraus eilende Riemann beinahe an der Mittellinie entschärfte. Leistete sich aber wieder einige Ballverluste. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum: Note 2 für Jamie Bynoe-Gittens

Marco Reus: Gut: Seine Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:2 für Erling Haaland. Schlecht: Seine Chancenverwertung. Das Ding in der 80. Minute sollte er machen, jenes in der 26. Minute muss er machen! War viel unterwegs, mit Licht und Schatten. Note: 3,5

Erling Haaland und Jamie Bynoe-Gittens bekommen in der BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum gute Noten.

Jamie Bynoe-Gittens: Bei seinem Startelf-Debüt tauchte er schon nach zwei Minuten gefährlich vor dem Bochum-Tor auf. Ließ mehrfach erahnen, wozu er fähig ist. Einige sehenswerte Dribblings. Wenn er den Ball verlor, erkämpfte er ihn sich zurück. Entscheidend am dritten Treffer von Erling Haaland beteiligt (62.), hiernach aus Gründen der Belastungssteuerung ausgewechselt. Ein gelungener Einstand für BVB-Juwel Jamie Bynoe-Gittens. In der Einzelkritik gibt es Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen den VfL Bochum: Note 1,5 für Erling Haaland

Erling Haaland: Wenn der BVB-Topstürmer einen Dreierpack liefert, ist seine Welt normalerweise in Ordnung. Heute nicht. Die Körpersprache stimmte, man sah ihm an, dass er etwas bewegen wollte. Verwandelte zwei Elfmeter eiskalt. Beim dritten Treffer hatte er Glück, dass er sich selbst anschoss. Ansonsten hatte der VfL Bochum seinem Magier Riemann zu verdanken, dass er nicht noch häufiger traf. Dennoch verlor der BVB mit 3:4 und musste sich den Pfiffen der Fans stellen. Note: 1,5

Felix Passlack: Kam als defensivere Variante in der 63. Minute für Jamie Bynoe-Gittens. Gebracht hat die taktische Umstellung nichts. Leider konnte er Herbert Bockhorn wenig später bei der Entstehung des 3:3 nicht aufhalten. Note: 4,5

Tom Rothe (ab 84. für Raphael Guerreiro), Reinier (ab 84. Minute für Marius Wolf), Antonios Papadopoulos (ab 88. für Axel Witsel) und Youssoufa Moukoko (ab 88. für Julian Brandt) bleiben in der Einzelkritik ohne Noten.

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