11. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Stuttgart: Einmal Note 4,5 trotz Kantersieg ab

Borussia Dortmund traf am 11. Bundesligaspieltag auf den VfB Stuttgart. Alle Noten für die BVB-Profis in der Einzelkritik.

Dortmund – Borussia Dortmund hat sich nach zuletzt schwachen Auftritten rehabilitiert. Gegen den VfB Stuttgart gelang dem BVB ein 5:0 Kantersieg. Hier gibt es die Einzelkritik und Noten von RUHR24.

WettbewerbBundesliga (11. Spieltag)
Begegnung Borussia Dortmund - VfB Stuttgart
Endstand 5:0
Tore1:0 Bellingham (2.), 2:0 Süle (13.), 3:0 Reyna (44.), 4:0 Bellingham (53.), 5:0 Moukoko (72.)

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der Torhüter war beim DFB-Pokalspiel unter der Woche der gefeierte Held. Gegen den VfB Stuttgart war er nahezu beschäftigungslos. Die Gäste kamen nur äußerst selten gefährlich vor das Dortmunder Tor. Wenn sie es mal schafften, waren Mats Hummels und Nico Schlotterbeck zur Stelle. In der 9. Spielminute wurde er einmal richtig gefordert, als Tomas sich durchsetzen konnte. Seinen Flachabschluss parierte Gregor Kobel stark. Ansonsten kaum gefordert. Strahlte dennoch große Ruhe und Sicherheit aus. Note: 2,5

Niklas Süle: Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Thomas Meunier half Niklas Süle auf der Rechtsverteidiger-Position aus. Der Nationalspieler ließ sich dabei zu keinem Zeitpunkt anmerken, dass seine Stamm-Position eher eine andere ist. Mit viel Dynamik wusste er zu überzeugen. Sowohl defensiv als auch offensiv lieferte Niklas Süle eine bärenstarke Vorstellung ab. Bereits nach zwei Minuten sammelte der Ex-Bayer seinen ersten Scorerpunkt, als er Bellingham in der Mitte bediente. Wenig später trug er sich dann mit einem Volley selbst in die Torschützenliste ein. Note: 1

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Hummels und Schlotterbeck mit starker Defensivleistung

Mats Hummels: Der Routinier führte die Borussen in Abwesenheit von Marco Reus als Kapitän aufs Feld. Übernahm in der Hintermannschaft die Verantwortung und dirigierte viel. Zeigte sich zudem kompromisslos in den Zweikämpfen. Einzige Ausnahme: Der Torschuss von Tomas in der 9. Minute, als er nicht mehr richtig dazwischen kam. Ansonsten fehlerfrei, unaufgeregt und wachsam, wie es sich für einen Innenverteidiger gehört. Note: 2,5

Mats Hummels zeigte gegen den VfB Stuttgart eine ordentliche Leistung.

Nico Schlotterbeck: Ein nahezu tadelloser Auftritt des Abwehrspielers. Gemeinsam mit Mats Hummels hielt er das Defensiv-Zentrum stabil, verteidigte mutig nach vorne. Vereinzelt ließen sie Chancen der Gäste zu, diese konnte Nico Schlotterbeck aber in der Regel mit cleveren Tacklings zunichtemachen. Wirkte nach wenigen Minuten etwas angeschlagen, biss jedoch bis zur 56. Minute auf die Zähne. Dann wurde er durch Emre Can ersetzt. In Summe eine sehr ansprechende Leistung des Neuzugangs. Note: 2,5

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Raphael Guerreiro bereitet zwei Tore vor

Raphael Guerreiro: Auch der Portugiese hinterließ heute einen mehr als soliden Eindruck. In der Defensive war Raphael Guerreiro kaum gefordert. Offensiv schaltete er sich dafür umso häufiger ein und unterstütze Gio Reyna. Sammelte zudem zwei Assists. Im ersten Durchgang servierte der Linksverteidiger einen Freistoß punktgenau auf den Fuß von Niklas Süle. Später tankte er bis zur Grundlinie durch und bediente den frei stehenden Moukoko, der nur noch einschieben brauchte. Nach 80 Minuten ging er für Marius Wolf vom Feld. Note: 2

Salih Özcan: Der Türke mutierte gegen den VfB zum Aggressiv-Leader. Im Zentrum ging Salih Özcan kaum einem Zweikampf aus dem Weg. Den Großteil davon bestritt er siegreich. Etwas unnötig dagegen seine Gelbe Karte, als er zu übermotiviert in den Gegner rauschte. Spielerisch weitestgehend fehlerfrei, gleichwohl er primär damit beschäftigt war, Jude Bellingham den Rücken freizuhalten. Zeigte sich deutlich formverbessert als zuletzt, hat aber auch noch etwas Luft nach oben. Note: 3

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Adeymi fällt in starkem Dortmund-Team deutlich ab

Jude Bellingham: Einmal mehr machte Jude Bellingham deutlich, dass er in diesem Jahr das Herzstück der Mannschaft ist. Seine Energie und sein unbedingter Siegeswille übertrugen sich von Beginn an auf das Team. Feine Zuspiele, intensive Zweikämpfe und unglaublich viel Laufbereitschaft kennzeichnet sein Spiel. Den Treffer zum 1:0 leitete der Engländer selbst mit einem klugen Pass nach Außen ein. Anschließend sprintete er in den freien Raum und vollstreckte humorlos. Mit einer ganz feinen Schusstechnik besorgte er in der zweiten Hälfte den Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0. Note: 1

Jude Bellingham war zusammen mit Niklas Süle der überragende Akteur gegen den VfB.

Karim Adeyemi: Der Youngster fiel in einer starken Dortmunder Mannschaft deutlich ab. Karim Adeyemi war in der Offensive an vielen Aktionen beteiligt, traf jedoch zu häufig die falsche Entscheidung oder agierte glücklos. Defensiv war er zudem zu nachlässig und ließ Niklas Süle auf der rechten Seite oftmals allein. Die geforderte Zweikampfhärte konnte Karim Adeyemi nicht auf den Platz bringen. Es war nicht sein Tag. Note: 4,5

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Reyna belohnt Startelfberufung

Gio Reyna: Seit langem durfte Gio Reyna mal wieder von Beginn an mitwirken und nutze seine Chance eindrucksvoll. Zwar hatte der US-Amerikaner nicht so viele Aktionen wie Karim Adeyemi auf der anderen Seite, dafür wirkte er deutlich zielstrebiger und stets torgefährlich. Gut in den eins-gegen-eins-Duellen und sicher im Passspiel. Gekrönt wurde seine Leistung mit einem gefühlvollen Treffer in der 44. Spielminute. Nach 66. Minuten war sein Arbeitstag beendet. Reyna wurde von Anthony Modeste abgelöst. Note: 2,5

Julian Brandt: Der Spielmacher verteilte gegen harmlose Stuttgarter die Bälle nach Belieben. Immer wieder setzte er seine Nebenleute gut in Szene, gleichwohl sich auch immer wieder kleinere Fehlpässe einschlichen. Diese konnte das Team heute gut kaschieren, in Zukunft muss Julian Brandt seine Fehlerquote jedoch weiter minimieren. Nichtsdestotrotz war er sich für keinen Weg zu schade und half auch in der Defensive aus. Bemerkenswert war sein Fallrückzieher am eigenen Strafraum in Durchgang eins. Konnte selbst zwar keinen Scorerpunkt sammeln, zeigte dennoch ein ordentliches Spiel. Note: 3

Gio Reyna feierte gegen den VfB ein gelungenes Startelf-Comeback.

BVB gegen Stuttgart in der Einzelkritik: Moukoko trifft erneut

Youssoufa Moukoko: Der junge Angreifer wirkte wie gewohnt umtriebig und setzte die Stuttgarter im Pressing frühzeitig unter Druck. Moukoko arbeitete viel für die Mannschaft. Trotzdem war er im ersten Durchgang nur selten in die Offensivaktionen seiner Kollegen involviert. Phasenweise wirkte es, als hinge der 17-Jährige etwas in der Luft. Bis zur 44. Minute, als er Gio Reyna mit einer feinen Vorlage zum 3:0 bediente. Im zweiten Durchgang dann auch mit Ball deutlich aktiver und entschlossener. Die Belohnung folgte in der 72. Minute, als er eine flache Hereingabe von Raphael Guerreiro zum 5:0 vollendete. Note: 2,5

Emre Can: Kam in der 56. Spielminute für den angeschlagenen Nico Schlotterbeck auf den Rasen. Fügte sich nahtlos in der Defensive ein, ohne groß in Erscheinung treten zu müssen. Beim Abseitstor von Pfeiffer sah Emre Can nicht gut und lies seinen Gegenspieler zu leicht durchkommen. Glück für ihn, dass der VAR eingegriffen hat. Note: 3,5

Felix Passlack: Das Dortmunder Eigengewächs kam in der 66. Minute zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Löste Mats Hummels ab und spielte als Rechtsverteidiger. Hatte sogar mehrere Offensivaktionen, seine Flanken kamen aber zu ungenau. Trotzdem mit Engagement und Laufbereitschaft bei der Sache. Note: 3

Anthony Modeste: Auch er kam in der 66. Minute für den schwachen Adeyemi aufs Feld. Lauerte im Zentrum auf Flanken, die jedoch zu ungenau platziert wurden. In der 79. Minute hätte er beinah getroffen, seinen Abschluss konnte Keeper Müller aber noch so gerade abwehren. Note: 3

Thorgan Hazard: Der Belgier vollendete die Wechselorgie in der 66. Minute und übernahm den Posten von Gio Reyna. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt schon lange entschieden und so trat Thorgan Hazard nur selten in Erscheinung. Insgesamt eine eher unauffällige Einwechslung. Note: 4

Marius Wolf: Durfte in den letzten 10 Minuten für Raphael Guerreiro mitmischen. Ohne Note.

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