4. Champions-League-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Ein Verteidiger bekommt die beste Note

Der BVB muss weiter um das CL-Achtelfinale kämpfen. Ein Verteidiger glänzte gegen Sevilla, ein Angreifer tauchte unter. Die Noten in der Einzelkritik.

Dortmund – Borussia Dortmund hat am vierten Champions-League-Spieltag die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale verpasst. Der BVB kam gegen den FC Sevilla nicht über ein 1:1 hinaus. Ein Abwehr-Duo überzeugte, der Bayern-Held versagte. Die Noten in der Einzelkritik.

BegegnungBorussia Dortmund – FC Sevilla
Ergebnis1:1
Spieltag4
WettbewerbChampions League

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Kobel ist direkt zur Stelle

Gregor Kobel: Die Nummer eins ist nach Verletzungspause zurück im BVB-Kasten. Der Schweizer streckte sich beim 0:1 durch Nianzou vergebens (18. Spielminute), doch verhinderte mit einer Riesen-Tat das 1:2, als er sich aus kurzer Distanz vor Lamela groß machte (67.). Hatte ansonsten einen ruhigen Arbeitstag. Note: 2,5

BVB-Torwart Gregor Kobel war beim zwischenzeitlichen 0:1 machtlos.

Thomas Meunier: Der Rechtsverteidiger legte das 1:1 durch Bellingham (35.) auf – hatte erst Glück bei der Ballmitnahme, aber zeigte dann mit einer scharfen Hereingabe sein Geschick. Eine Rarität. Seine Zuspiele landeten in der Folge in aller Regelmäßigkeit beim Gegner – eine eklatante BVB-Schwäche in dieser Saison, die sich der Belgier zu großen Teilen ankreiden lassen muss. Musste nach 83 Spielminuten verletzt vom Feld. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Innenverteidiger-Duo mit starker Leistung

Niklas Süle: Der Sommer-Zugang findet im BVB-Trikot immer mehr in die Spur. Er machte neben seinem Abwehrchef eine feine Partie, überzeugte mit hoher Passsicherheit (96 Prozent), kam ohne Foul aus und schaltete sich mitunter in die Offensive ein. Note: 2,5

Mats Hummels: Der BVB-Kapitän brachte seine ganze Präsenz auf den Platz. Der Abwehrchef hatte 101 Ballaktionen, gewann 86 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 91 Prozent seiner Zuspiele an den Mann. Zweifelsohne durchläuft der 33-Jährige seinen zweiten Frühling. Note: 2

BVB-Kapitän Mats Hummels bejubelt das zwischenzeitliche 1:1 gegen den FC Sevilla.

Tom Rothe: Champions-League-Debüt für den 17-Jährigen – mit Luft nach oben. Der Linksverteidiger hatte erhebliche Probleme mit Navas (1,70 Meter), der den 1,92-Meter-Mann ein ums andere Mal schwindelig spielte. Blieb nach der ersten Halbzeit in der Kabine. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Immer wieder Bellingham

Salih Özcan: Der türkische Nationalspieler verlor das Kopfduell gegen den neun Zentimeter größeren Nianzou beim zwischenzeitlichen 0:1 (18.), agierte wie so oft im Schatten von Bellingham als Abräumer vor der Abwehr, allerdings mit ungewöhnlich niedriger Quote gewonnener Zweikämpfe (33 Prozent). Er räumte mit beiden Beinen voraus Nianzou ab (90.), was eine Gelbe Karte zur Folge hatte. Note: 3,5

Jude Bellingham: Der Mittelfeldspieler fiel zunächst negativ durch Abwinken auf, haderte mit den Fehlern seiner Mannschaftskollegen, doch er war es dann auch, der den BVB mit seinem Treffer zum 1:1 zurück ins Spiel brachte (35.) – traf in allen vier CL-Partien der laufenden Saison. Investierte sehr viel, traf nicht immer die richtige Entscheidung. Note: 2,5

Karim Adeyemi: Der wendige Flügelspieler spielte einmal mehr sein Tempo aus, eroberte gegen Marcao gekonnt den Ball, doch ließ beim Zuspiel auf Modeste den Kopf unten: Bono konnte die Situation lesen und sich das Leder locker schnappen (24.). Er setzte immer wieder Impulse, doch fehlte das nötige Quäntchen Glück. Nach 71 Spielminuten war Feierabend. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Malen und Modeste mit schlechten Noten

Julian Brandt: Sehr umtriebig. Der 26-Jährige zog immer wieder zum Pressing an, war überall auf dem Platz zu finden, spielte in der 42. Spielminute einen klugen Ball von der Grundlinie in den Rückraum, doch Bellingham ließ die Chance ungenutzt. Als Reus-Ersatz durch die Mitte kommend ohne Geistesblitz. Note: 3

Sehr umtriebig gegen Sevilla: Julian Brandt bekommt in der BVB-Einzelkritik die Note 3.

Donyell Malen: Die Ecken, dieses Mal eine Zuständigkeit des Niederländers, bleiben eine BVB-Schwäche. Er war der unauffälligste der drei offensiven Mittelfeldspieler an diesem Abend. Blieb ohne nennenswerte Aktion im gegnerischen Sechzehner. Ausgewechselt nach 71. Spielminuten. Note: 4,5

Anthony Modeste: Der Topspiel-Held durfte wieder von Beginn an ran – machte jedoch keine gute Figur. Der Stürmer verursachte den Freistoß, in dessen Anschluss Nianzou die Spanier zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung köpfte (18.). Er konnte das Pressing seiner Offensiv-Kollegen nicht mitgehen, kam auf lediglich vier Ballaktionen (keine im Strafraum) in der ersten Halbzeit und wartete vergeblich auf Flanken seiner Mitspieler. Es war nicht sein Spiel. Für ihn war nach 64. Spielminuten Schluss. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen FC Sevilla: Moukoko wie Modeste mit erheblichen Problemen

Raphael Guerreiro: Der Portugiese, in der 46. für Rothe gekommen, machte eine bessere Figur gegen Navas als sein Vorgänger, doch konnte die Flanken des Spaniers ebenfalls nur selten unterbinden. Der Portugiese schaltete sich wie gewöhnlich ins Offensivspiel ein, sorgte für reichlich Betrieb, doch fanden seine Zuspiele nicht immer einen schwarz-gelben Empfänger. Note: 3,5

Youssoufa Moukoko: Der Youngster ersetzte Modeste (64.), doch kam ebenso wenig zum Torabschluss. Der 17-Jährige war kaum ins Spiel eingebunden, hatte es wie Modeste gegen drei Innenverteidiger aber auch nicht einfach. Note: 4

Thorgan Hazard: In der 71. Spielminute für Adeyemi eingewechselt. Ohne Note

Giovanni Reyna: Betrat für Malen den Rasen (71.). Ohne Note

Nico Schlotterbeck: Durfte ab der 83. für den verletzten Meunier ran. Ohne Note

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