CL-Spiel betroffen

Schwere Vorwürfe gegen BVB: Zeitung wittert Betrug in Dortmund

Der BVB und Manchester City trennten sich mit 0:0. Manchen Beobachter brachte die torlose Champions-League-Partie auf die Palme.

Dortmund – Der BVB steht im Achtelfinale der Champions League. Und sieht sich plötzlich mit erstaunlichen Vorwürfen konfrontiert.

WettbewerbChampions League (Gruppenphase, 5. Spieltag)
BegegnungBVB gegen Manchester City
OrtSignal Iduna Park (Dortmund)
Endstand0:0 (0:0)

BVB im Achtelfinale der Champions League – Manchester City durch 0:0 Gruppensieger

Das 0:0-Unentschieden zwischen Borussia Dortmund und Manchester City half beiden Mannschaften weiter. Durch die Punkteteilung am Dienstagabend war klar: Der BVB qualifiziert sich sicher für das Achtelfinale. Die Citizens gehen als Gruppensieger in die nächste Runde.

Dementsprechend agierten beide Mannschaften in der Schlussphase der Partie. Der BVB, bei dem ganz offensichtlich die Kräfte schwanden, verteidigte das Remis leidenschaftlich aus einer massierten Abwehr heraus.

Schwere Vorwürfe gegen BVB: Zeitung wittert „Spiel der Schande“ in Dortmund

Pep Guardiolas Gästemannschaft schob sich in der Dortmunder Hälfte den Ball zu, ohne zu großes Risiko einzugehen. Dieser Umstand veranlasste den Kolumnisten Allan Caldas zu vernichtender Kritik: „Spiel der Schande“, titelte er für die brasilianische Zeitung O Globo.

Und weiter: „Es ist Teil des Spiels, Spieler in anstrengenden Wochen zu schonen und Ergebnisse zu verwalten. Aber das 0:0 zwischen Borussia Dortmund und Manchester City am Dienstag hinterlässt einen Fleck auf der Champions League.“

BVB und Manchester erreichen ihre Ziele in der Champions League: City schont Stars

Pep Guardiola hatte Stars wie Torwart Ederson und Kevin De Bruyne geschont. Der leicht angeschlagene Erling Haaland wurde zur Pause ausgewechselt.

Der BVB wird nach dem 0:0 gegen Manchester City mit erstaunlichen Vorwürfen konfrontiert.

Der BVB trat ob seiner Verletzungssorgen ohnehin unfreiwillig mit einer stark ersatzgeschwächten Truppe an. Beide Mannschaften hätten den Wettbewerb missachtet, der einen Ehrenplatz in den Herzen von Millionen Fans auf der ganzen Welt habe, heißt es in der Kolumne weiter.

Weil wenige Stunden zuvor der FC Sevilla den FC Kopenhagen mit 3:0 geschlagen hat, war die Ausgangslage klar. Einen Spieltag vor Schluss würde dem BVB ein Unentschieden zum vorzeitigen Weiterkommen reichen. Manchester City brauchte seinerseits einen Punkt für den Gruppensieg.

BVB unter Beschuss: „Brachten Schande über Geschichte des Wettbewerbs und missachteten Fans“

„Die beiden Teams verbrachten fast die gesamte zweite Halbzeit damit, so zu tun, als würden sie Fußball spielen“, schimpfte Caldas weiter. „Sie brachten Schande über die Geschichte des Wettbewerbs und missachteten die eigenen Fans. Vor allem jene, die in den Signal Iduna Park gekommen waren und zu Recht den mangelnden Konkurrenzgeist der beiden Mannschaften ausbuhten.“

Hier hat den Journalisten seine Wahrnehmung offenbar getäuscht. Die 81.000 Fans im Signal Iduna Park feuerten ihre leidenschaftlich kämpfende Mannschaft konsequent an. Nach dem Schlusspfiff feierten sie ihre Champions-League-Achtelfinalisten ausgiebig.

BVB gegen Manchester City wie die Schande von Gijon? Fans feiern Achtelfinal-Helden

Die Dortmunder hatten in der ersten Halbzeit eine Reihe von Großchancen ausgelassen. Im zweiten Spielabschnitt scheiterte Citys Riyad Mahrez mit einem Elfmeter an BVB-Torwart Gregor Kobel. Manch Betrachter aus Südamerika hätte sich aber offenbar noch mehr Action gewünscht.

Der Reporter der O Globo bleibt dabei: Das „Spiel der Schande“ zwischen Borussia Dortmund und Manchester City erinnere an den Nichtangriffspakt von Gijon bei der WM im Jahre 1982.

Damals hatten Deutschland und Österreich sich auf ein 1:0 geeinigt, das beiden Mannschaften das Weiterkommen in die zweite Gruppenphase ermöglichte. Von der ungewöhnlichen Einschätzung aus Brasilien hatte die Bild-Zeitung zuerst berichtet.

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