Stürmer-Diskussion

BVB-Trainer Terzic und Watzke: Meinungen bei Modeste gehen auseinander

Anthony Modeste soll für die Tore beim BVB sorgen. Davon ist bislang wenig zu sehen. Trainer Edin Terzic ist dennoch zufrieden mit dem Neuzugang.

Dortmund – Anthony Modeste und der BVB: Drama statt Liebe auf den ersten Blick. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Stürmer, im Sommer für fünf Millionen Euro vom 1. FC Köln gekommen, hat in neun Einsätzen für Schwarz-Gelb lediglich ein mickriges Törchen erzielt. Bei Fans und Experten in Ungnade gefallen, genießt der Stürmer beim Trainer einen tadellosen Ruf.

NameEdin Terzic
Geboren30. Oktober 1982 (Alter 39 Jahre), Menden (Sauerland)
Aktuelles TeamBorussia Dortmund
FunktionChef-Trainer

BVB-Trainer Terzic widerspricht Watzke bei Modeste: „Ich messe ihn so nicht“

„Wir sind glücklich mit ihm“, sagte BVB-Trainer Edin Terzic am Mittwoch (21. September) bei „19:09 – der schwarzgelbe Talk“ über Modeste. Er hält große Stücke auf den Franzosen.

Terzic habe Modeste – gemäß der Aussage von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke – mitgeteilt, dass er beim BVB zwar an Toren gemessen werde. Aber: „Ich messe ihn so nicht. Anthony wird unser Top-Stürmer sein.“

Modeste: BVB-Trainer Terzic nimmt die Mannschaft in die Pflicht

Der Ersatz für den erkrankten Sébastien Haller (Hoden-Tumor) galt als Wunschlösung von Terzic. Seine Stärken konnte Modeste im Spiel von Borussia Dortmund bislang aber kaum einbringen.

Terzic betonte: „Wir als Mannschaft müssen seine Waffen nutzen.“ Julian Brandt hatte sich nach dem 1:0-Derbysieg gegen Schalke 04 am vergangenen Samstag (17. September) für Modeste ausgesprochen. Er „sehe ihn im Training, ich sehe, wie hart er arbeitet. Und ich bin sicher, dass er das Vertrauen bald zurückzahlt.“ 

BVB-Trainer Edin Terzic ist zufrieden mit Anthony Modeste (l.).

BVB-Boss Watzke fordert Tore vom Stürmer

Hans-Joachim Watzke dürfte egal sein, wie Modeste seine Stärken ins Dortmunder Spiel einbringt. Ihm ist wichtig, dass der Stürmer für Treffer sorgt

„Dass er Tore schießt“ habe oberste Priorität, hatte der BVB-Boss vom Nachfolger des zu Manchester City abgewanderten Erling Haaland gefordert. Dies ist zwar Haller, doch dürfte für Modeste die Ansage nicht weniger gelten. Sollte der 34-Jährige seine Torquote beim BVB ausbauen, könnte aus dem Drama ja doch noch eine Romanze werden.

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