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Am Montagabend (20. August) greift auch endlich der BVB im DFB-Pokal ein. Ab 20.45 Uhr treten die Dortmunder beim Zweitligisten Greuther Fürth an. Wir haben den Gegner mal genauer unter die Lupe genommen und ein paar interessante Fakten gesammelt, die euch vielleicht überraschen. 

1. Fürth muss auf Cheftrainer verzichten

Damir Buric, der Cheftrainer der SpVgg Greuther Fürth, wird das Spiel gegen den BVB heute Abend verpassen. Ein Trauerfall in der Familie stoppt den 37-jährigen Kroaten. Die beiden Co-Trainer Oliver Barth und Petr Ruman werden deshalb an der Seitenlinie stehen.

2. Greuther Fürth ein gutes Pokal-Omen?

Viele dürften sich noch an die letzte Pokalbegegnung zwischen Greuther Fürth und Borussia Dortmund erinnern. 2012 standen sich beide Teams im Halbfinale des DFB-Pokals bereits gegenüber. Nach hart umkämpften 90 Minuten stand es damals 0:0. Auch in der Verlängerung schien es lange Zeit torlos zu bleiben.

Bis zur 120. Minute. Ilkay Gündogan schoss den Ball an den Pfosten und von dort aus prallte der Ball an den Rücken des extra für das mögliche Elfmeterschießen eingewechselten Fürther Keepers Jasmin Fejzic und dann ins Tor. Was folgte, war ein großer Jubelsturm, der im Finale noch größer wurde, als man den FC Bayern mit 5:2 besiegte und den Pokal zurück nach Dortmund brachte.

3. BVB-Spieler in Fürth vergessen

Im selben Jahr passierte im Anschluss an das Pokalspiel etwas Kurioses. Der Mannschaftsbus der Dortmunder machte sich freudig auf den Weg zum Nürnberger Flughafen, von dem aus es zurück in Richtung Heimat gehen sollte. Doch im Jubelrausch hatte der BVB etwas Wichtiges in Fürth vergessen.

Den Siegtorschützen Ilkay Gündogan nämlich, der seinen Augen nicht traute als er alleine und verlassen auf dem Parkplatz stand. Gerade als ein hilfsbereiter Franke ihn zum Flughafen chauffieren wollte, bog allerdings der Mannschaftsbus doch noch um die Ecke und sammelte den „verlorenen Sohn“ wieder ein.

2012 hat der BVB Ilkay Gündogan am Fürther Stadion vergessen. Foto: Dpa

4. Kuriose Serie an Disco-Eskapaden in Nürnberg

Nürnberg und Fürth liegen geografisch knapp 10 Kilometer auseinander. Die beiden Ortsansässigen Fußballklubs hegen eine ähnliche Feindschaft wie Dortmund und Schalke. Umso unglücklicher ist es, dass die Fürther Spieler zum Feiern nach Nürnberg fahren und dort regelmäßige negativ auffallen. Eine kuriose Serie an Eskapaden gab es im Jahr 2016. Gleich drei Spieler waren kurz nacheinander in die Schlagzeilen gekommen. Zunächst wurde der Ex-Fürther Ilir Azemi wegen Körperverletzung in zwei Fällen vorbestraft.

Er hatte einen Security-Mann sowie einen Bundespolizisten angegangen. Kurz darauf folgte Stefan Thesker seinem Beispiel, als er einen Türsteher angepöbelt hat und vor ihm mit Geldscheinen um sich geschmissen hat. Noch einen draufgesetzt hat Zlatko Tripic der sich an Kopf und Wirbelsäule verletzte, als er in einer Disco drei Meter tief von einer Empore fiel. Er wollte wohl einer Schlägerei ausweichen und stürzte.

5. Unangenehmes Pflaster für BVB Fans

Viele Fans in der Nachbarstadt Nürnberg haben heute Abend wohl ein Problem, wem sie die Daumen drücken sollen. Die zuvor erwähnte Feindschaft zwischen Fürth und Nürnberg müsste eigentlich dazu führen, dass die Nürnberg-Fans zu Dortmund halten. Aber die Nürnberger hegen eine große und langjährige Fanfreundschaft zu Dortmunds Erzfeind Nummer 1, den Schalkern. Die Fans, die aus Dortmund zum Spiel kommen, werden also vermutlich nicht mit offenen Armen empfangen werden.

6. Team gespickt mit Ex-Bundesligisten und einem Ex-Nationalspieler

Wenn man sich die Fürther Mannschaft genauer anschaut, ist kein wirklicher Star zu sehen. Der Bekannteste Spieler ist wohl Roberto Hilbert, der sogar acht Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert hat und mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister geworden ist. Ansonsten gehören ehemalige Bundesligaspieler wie Shawn Parker, Julian Green oder Levent Aycicek zum Kader des Zweitligadritten.

Roberto Hilbert ist wohl der prominenteste Fürther Spieler. Foto: Dpa

7. Lustige Stadionnamen

Bekannt ist die SpVgg Greuther Fürth darüber hinaus auch durch ihre lustigen Stadionnamen. Mittlerweile heißt das Stadion wieder Sportpark Ronhof Thomas Sommer, aber zuvor hatte die Arena die Namen „Playmobil-Stadion“ (1997-2010) und „Trolli-Arena“ (2010-2014), was bei manchem Gegner für Belustigung sorgte.