Flucht vor Hummels? Diallo will den BVB angeblich sofort verlassen

+

Verlässt Abdou Diallo den BVB? Angeblich ist Thomas Tuchel interessiert. Der Spieler selbst fürchtet die Hummels-Konkurrenz. Hier die Infos.

Abdou Diallo (23) möchte Borussia Dortmund offenbar nach einer Saison wieder verlassen.

  • Diallo bangt nach dem Transfer von Mats Hummels (30) um seinen Stammplatz beim BVB.
  • Es gibt angeblich bereits einen Interessenten für den Innenverteidiger.
  • Die Chancen für einen Wechsel liegen wohl bei 50/50.

+++ Akanji über seine Situation beim BVB: „Habe mich nie als Abwehrchef tituliert“ +++

Wie Sky-Reporter Max Bielefeld am Montag (1. Juli) berichtete, liebäugelt Diallo mit einem Abschied aus Dortmund. Dies sei aus dem Umfeld des Spielers deutlich hervorgegangen.

Diallo war in der abgelaufenen Saison ein Dauerbrenner

Der Hauptgrund für einen möglichen Abgang ist wohl der große Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung nach dem Hummels-Deal. Der französische U-21 Nationalspieler fürchtet demnach, seinen Stammplatz zu verlieren. Auch bei Paris St. Germain hat Abdou Diallo große Konkurrenz in der zentralen Defensive.

Dabei war Diallo in der vergangenen Saison der Verteidiger mit den meisten Einsätzen im BVB-Kader. 28 Mal kam der Kapitän der französischen U21-Nationalmannschaft für die Schwarzgelben in der Bundesliga zum Einsatz (ein Tor). Damit sogar einmal mehr, als Marco Reus, der zuletzt sein Titelversprechen erneuerte.

Zur Wahrheit gehört aber auch die Tatsache, dass der 23-Jährige häufig als Notnagel auf der linken Außenverteidigerposition spieln musste. Auch dort hat sich der Vizemeister für die kommende Saison verstärkt.

+++ Ralf Rangnick stichelt gegen den BVB wegen Mats Hummels +++

Von der TSG Hoffenheim kam der deutsche Nationalspieler Nico Schulz (26). Der Ex-Hoffenheimer hat seine Startelf-Ansprüche bereits deutlich unterstrichen.

Diallo ist der drittteuerste Neuzugang in der BVB-Geschichte

Insgesamt war die Premierensaison für Diallo aber zufriedenstellend. Zwar stach der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte (28 Millionen Euro) in den wenigsten Spielen besonders heraus.

Jedoch zeigte er über weite Strecken der Spielzeit eine solide Leistung. Auch zu Trainer Lucien (61) Favre hat er ein gutes Verhältnis.

Diallo im Visier von Paris Saint-Germain

Nun will Diallo Borussia Dortmund aber offenbar trotzdem den Rücken zukehren. Der Franzose sieht sich selbst als Innenverteidiger und glaubt wohl gegen das Duo Hummels, dessen Vater gegen den FC Bayern München geschossen hat, und Manuel Akanji (23) nicht anzukommen.

+++ Mario Mandzukic zum BVB? Warum das Gerücht eher unwahrscheinlich ist +++

Zudem stehen mit Dan-Axel Zagadou (20), Ömer Toprak (29), der um seine Chance kämpfen will, und Leonardo Balerdi (20) drei weitere Konkurrenten im Kader. Unter dem Strich zu viele.

Aber wohin zieht es Diallo? Angeblich ist der Klub von Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel (45) an einer Verpflichtung interessiert. Schon vor dem Hummels-Transfer soll es laut Sky Kontakt zwischen Paris Saint-Germain und dem Defensivspezialisten gegeben haben. BVB-Teamkollege Raphael Guerreiro soll bereits kurz vor einem Transfer zu PSG stehen.

Die Rückholaktion von Hummels hat aber neben dem französischem Spitzenklub noch weitere Vereine auf den Plan gerufen. So soll es auch Interesse aus England und Spanien geben.

Sky sieht die Chancen für einen Wechsel derzeit bei 50/50

Die Frage ist allerdings, ob Borussia Dortmund Diallo nach nur einem Jahr wieder ziehen lässt. Eigentlich gilt der Ex-Mainzer nicht als einer der Verkaufskandidaten, die Michael Zorc (56) auf seiner Streichliste notiert hat.

Fakt ist jedoch auch, dass der BVB wohl kaum mit sechs Innenverteidigern in die Saison gehen wird. Ob sich die Zahl allerdings in Kürze verringert? Zagadou denkt angeblich ebenfalls über einen Abschied aus Dortmund nach.

Dass der BVB beide Verteidiger-Talente verkauft, ist unwahrscheinlich. Die Chancen auf einen Verbleib von Diallo schätzt Sky-Reporter Max Bielefeld auf 50/50 ein.

Seiner Einschätzung nach könnte der BVB mit einem Verkauf 40 bis 50 Millionen Euro Ablöse kassieren. Perspektivisch in einigen Jahren jedoch vielleicht sogar 80 bis 90 Millionen Euro!