Der Favorit gewann zuletzt in der Regel nicht - hat das Revierderby seine eigenen Gesetze?

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Das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke hat seine eigenen Gesetze. Foto: dpa

Der BVB empfängt am Samstag Schalke 04 im Revierderby. Der Favorit gewann zuletzt in der Regel nicht. Hat das Derby wirklich seine eigenen Gesetze?

Am Samstag (15:30 Uhr) ist es wieder soweit. Der BVB empfängt Schalke 04 im Revierderby. Es ist kein Spiel wie jedes andere. Doch hat es wirklich seine eigenen Gesetze? Ein Blick in die Statistik gibt Aufschluss.

Was ist dran am Mythos Revierderby?

Es ist diese Zeit im Jahr, in der das Hoffen wieder hilft. Die Anhänger des Revierclubs, der derzeit schwächer unterwegs ist, flüchten sich in die eine Parole, die Zuversicht schenkt: "Das Revierderby hat seine eigenen Gesetze". Durch einen Sieg im prestigeträchtigsten Duell Deutschlands wird eine schwache Saison schnell verziehen.

Dieses Jahr müssen sich die Schalke-Fans mehr denn je an diesen Hoffnungsschimmer klammern. Denn noch nie war der Punktabstand zwischen den beiden Erzivalen so groß. Doch wie viel Wahres ist dran am Derby-Mythos?

Tatsächlich: Der Favorit gewann zuletzt in der Regel nicht

Um das herauszufinden, haben wir die Statistik der Revierderby-Resultate der letzten 20 Jahre untersucht. Das Ergebnis sollte dem BVB Sorgen machen: Wer zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens in der Tabelle vorne lag, konnte das Spiel in 60 Prozent der Fälle nicht gewinnen. 20 Prozent der Partien gewann der Underdog (davon Schalke 12,5 Prozent, der BVB 7,5 Prozent), 40 Prozent endeten Unentschieden.

Klar ist: Der BVB benötigt gegen Schalke dringend einen Sieg, um im Titel-Endspurt am FC Bayern dran zu bleiben. Und rein sportlich sollte Schwarzgelb den Königsblauen turmhoch überlegen sein. Doch offenbar hat das Revierderby tatsächlich seine eigenen Gesetze.

Aktuelle BVB-Themen:

Die Statistik hat aber auch Positives für Schwarzgelb anzubieten. Das letzte Revierderby, das der damalige Außenseiter gewinnen konnte, ist bereits fünf Jahre her. In der Saison 2014/2015 war es der BVB, der im Signal Iduna Park mit 3:0 die Oberhand behielt. Torschütze damals: Marco Reus. Und der Kapitän ist wieder besonders motiviert. Seine einfache Devise: "Schalke weghauen".