Ungewohnte Bilder in der Bundesliga

"Windhundprinzip" im Spielertunnel: Regeln für Warm-up und Einlauf im Derby zwischen BVB und S04

Für die Nutzung des Spielertunnels im Signal Iduna Park sieht die DFL besonders strenge Regeln vor.
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Für die Nutzung des Spielertunnels im Signal Iduna Park sieht die DFL besonders strenge Regeln vor.

Für das Warm-up und den Einlauf im Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 sieht das DFL-Konzept strenge Regeln vor. Kurios wird es im Spielertunnel.

  • Im Derby zwischen dem BVB* und Schalke 04* wird der Spielertunnel zur Herausforderung.
  • Zum Schutz vor dem Coronavirus* dürfen die Spieler die Kabine oder das Spielfeld nicht zeitgleich verlassen.
  • Beim Einlauf der Mannschaften bleibt noch eine Frage unbeantwortet.

Dortmund - Betrachtet man vor dem Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 (zum Live-Ticker)* das Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Detail, stolpert man unweigerlich wieder und wieder über den Begriff "Entzerrung". Um den Mindestabstand einhalten zu können, werden nicht nur zeitliche Abläufe verändert, sondern auch die Räumlichkeiten aller Beteiligten erweitert. Das berichtet RUHR24.de*.

Im Derby zwischen BVB und Schalke 04: Spielertunnel unter dem Motto "first come, first served"

Einzig beim Spielertunnel wird dieses Dogma zum Problem. Davon gibt es in jedem Stadion für gewöhnlich nur einen. Wie der Name schon sagt, sind sie in den meisten Fällen auch nicht allzu groß. Am 26. Spieltag der Bundesliga kommt deshalb nicht nur beim frei im Free-TV empfangbaren Derby zwischen Borussia Dortmund und dem S04* das "Windhundprinzip" zum Einsatz.

In der Wissenschaft wird darunter die Verteilung begrenzt vorhandener Ressourcen einzig nach der zeitlichen Reihenfolge des Eingangs der Bedarfsanmeldung bezeichnet. Salopp gesagt: Wer zuerst am Spielertunnel ankommt, darf auch als erstes durchlaufen.

Mindestabstand rund um das Derby zwischen Borussia Dortmund und S04 auch im Spielertunnel oberstes Gebot

So soll gewährleistet werden, dass vor und nach dem Aufwärmen, in der Halbzeit und nach Abpfiff der berühmte Mindestabstand von 1,5 Metern auf dem Weg zur Kabine oder auf den Rasen eingehalten wird. Sollte es zum Wettlauf zu den Katakomben kommen, dürften vor allem Achraf Hakimi (21) und Benito Raman (25) gute Karten haben.

Darüber hinaus sieht das Konzept der „Task Force Sportmedizin / Sonderspielbetrieb“ weitere Regelungen vor, die beim Warm-up und beim Einlauf der Mannschaften im Derby zwischen dem BVB (alle Artikel auf RUHR24.de)* und Königsblau zum Tragen kommen.

Als schnellster Spieler der Bundesliga-Geschichte hat Dortmunds Achraf Hakimi beste Karten beim "Windhundverfahren" im Spielertunnel.

Etwas unpräzise heißt es dazu zunächst, dass beim Aufwärmen eine "zeitliche Anpassung an die Gegebenheiten" erfolgt. Wie genau das in der Praxis aussieht, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass sich Ersatzspieler und Startelf nicht zeitgleich, sondern nacheinander auf dem Platz vorbereiten.

Vor BVB - S04: Equipment-Kontrolle durch Schiedsrichter-Assistent mit Mund-Nasen-Schutz

Wesentlich genauer werden die Anweisungen mit Blick auf den Einlauf der Mannschaften vor dem Anpfiff im Derby am Samstag (16. Mai, 15.30 Uhr). Die obligatorische Equipment-Kontrolle erfolgt an der Kabinentür. Der Schiedsrichter-Assistent hat dabei einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Die Schwarz-Gelben und die Spieler von Schalke 04 (alle Artikel auf RUHR24.de)* werden getrennt voneinander einlaufen. Je nach Bauweise der Spielertunnel schlägt das Konzept der DFL sogar vor, auf das Sammeln und Einlaufen vor dem Spiel gänzlich zu verzichten.

Der Einlauf selbst wird ohne Maskottchen und Escort-Kids erfolgen. Die sonst üblichen Team-Fotos werden beim Derby zwischen dem BVB und Schalke 04, wo die Balljungen zu "Ballholern" werden, nicht geschossen.

Caligiuri im Video zum Geisterderby: "Kopf muss richtig eingestellt sein"

Noch ist zudem unklar, ob die große Mittelkreisplane mit dem BVB-Logo im Signal Iduna Park vor Spielbeginn ausgelegt wird. Auf der Pressekonferenz der Stadt Dortmund vor dem Geisterderby* erklärte Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation beim BVB, dazu, dass die dafür üblichen zwölf Volunteers fehlen würden. Möglich sei, dass stattdessen die Greenkeeper und Balljungen einspringen.

Definitiv kein Teil der Eröffnungszeremonie ist der Handshake und das gemeinsame Aufstellen der Mannschaften. Auch eine Eröffnungsinszenierung mit zusätzlichen Personen wird von der DFL nicht gestattet. cke

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.