Bild: dpa

2017 wechselte Mahmoud Dahoud dank einer Ausstiegsklausel für 12 Millionen Euro aus Mönchengladbach zum BVB. Aber auch in seiner zweiten Saison bleibt Dahoud in Dortmund hinter den Erwartungen zurück. Dabei ist er ein Spieler, den der BVB dringend gebrauchen könnte.

  • Dahoud kann Erwartungen beim BVB nicht erfüllen.
  • Er wäre der Spielertyp, den der BVB im Mittelfeld braucht.
  • Wechsel im Sommer trotzdem unwahrscheinlich.

Dahoud kam als Gündogan-Nachfolger

Als der BVB im Frühjahr 2017 die Verpflichtung von Mo Dahoud bekanntgab, war die Begeisterung groß. Der damals 21-jährige galt als Riesentalent, das in Gladbach sein Potenzial bereits mehr als nur angedeutet hatte.

Auch im Ausland war der Mittelfeldstratege aufgefallen, bis zuletzt buhlte beispielsweise Juventus Turin um die Dienste des gebürtigen Syrers. Beim BVB erhoffte man sich, mit Dahoud mit einem Jahr Verspätung den Nachfolger von Ilkay Gündogan verpflichtet zu haben. Dieser wechselte bereits 2016 zu Manchester City.

Dahoud wurde den Erwartungen nicht gerecht

Doch schon Dahouds erste Saison in Dortmund war keine einfache. In einer insgesamt problematischen Saison für den BVB kam er zwar auf insgesamt 34 Einsätze, nur wenige davon allerdings bestritt er als Startspieler.

Bei der U21-EM sind die Fähigkeiten von Mahmoud Dahoud für die deutsche U21 allerdings sehr gefragt. Gleich im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark konnte der 23-Jährige sein Können andeuten.

Sein Spiel schwankte zwischen Genie und Wahnsinn. Genialen Pässen folgten haarsträubende Ballverluste. Und auch Dahouds zweite Saison verlief nicht besser. War der Anfang noch vielversprechend, ging es danach bergab. Insgesamt kam er auf nur 22 Einsätze.

Dahoud wäre der Spieler, den der BVB sucht

Dabei wäre er genau der Spielertyp, den der BVB dem Vernehmen nach auf dem Transfermarkt sucht. Ein spielstarker, zentraler Mittelfeldspieler, der Abwehr und Angriff verbinden kann. Das Problem: Genau das zeigt er wenig bis gar nicht.

Häufig wirken seine Auftritte fahrig und mit wenig Selbstvertrauen gesegnet. Dieses Selbstvertrauen wiederum kann er nur über Spielpraxis erlangen. Ein Teufelskreis.

Neues Selbstvertrauen bei der U21-EM?

Hilft ihm die Nationalmannschaft, aus diesem Teufelskreis auszubrechen? In der U21 ist Dahoud Stammspieler. Ab nächster Woche steht die U21-Europameisterschaft an. In der Nationalmannschaft präsentierte sich der 23-jährige zuletzt stark und überzeugte auch gegen Top-Gegner wie Frankreich und England (1 Tor).

Mit einem guten Turnier könnte Dahoud Selbstvertrauen tanken. Und er könnte Trainer Lucien Favre von seinen Fähigkeiten überzeugen. Im Gruppenspiel gegen Serbien krönte Dahoud seinen starken Auftritt mit dem Treffer zum 4:0.

Wechsel eher kein Thema

Denn ganz abgeschrieben hat man den Mittelfeldspieler beim BVB offenbar noch nicht. Da zuletzt auch Gerüchte um einen weiteren Mittelfeldspieler abnahmen, ist davon auszugehen, dass Dahoud beim BVB noch eine Chance bekommt und nicht auf der Streichliste steht.

Aktuelle BVB-Themen

Vielleicht kann er für Borussia Dortmund dann der Spieler sein, der so gebraucht und gesucht wird. Das Potenzial dazu hätte er.