Bundesliga-Klubs schlagen Alarm

Finanzielle Auswirkungen: Bedroht das Coronavirus die Existenz der Revier-Klubs BVB und Schalke?

Für den FC Schalke 04 (hier Finanzvorstand Peter Peters) könnte die Krise rund um das Coronavirus existenzbedrohend sein.
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Für den FC Schalke 04 (hier Finanzvorstand Peter Peters) könnte die Krise rund um das Coronavirus existenzbedrohend sein.

Bedroht das Coronavirus sogar die Existenz vom BVB und Schalke 04? Die Bundesliga-Saison muss offenbar zwingend zu Ende gespielt werden.

  • Bei Abbruch der Saison droht vielen Vereinen die Insolvenz.
  • Allein in der Bundesliga wären mehrere Vereine betroffen.
  • Bei Schalke und dem BVB stellt sich die Situation unterschiedlich dar.

Dortmund/Gelsenkirchen - Die Saison muss unbdingt zu Ende gespielt werden. Diese Forderung hört man von Offiziellen aus den Vereinen oder der DFL trotz Coronavirus (Live-Ticker zum Fußball und der Bundesliga) dieser Tage immer wieder. Der Grund ist klar: Wird die Saison abgebrochen, hat das massive Konsequenzen.

Coronavirus: Bundesligaklubs droht Verlust von 750 Mio. Euro

Keine Zuschauer, keine Sponsoringeinnahmen: Die Folgen einer abgebrochenen Saison wären gigantisch. Insgesamt wird der mögliche Verlust auf bis zu 750 Mio. Euro beziffert. 

Für viele Klubs in der Liga würde das sogar das Aus bedeuten. Das gab DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (50) am Montag (16. März) auf einer Pressekonferenz in Folge des Coronavrius bekannt.

Um mehr Zeit zu bekommen, die Bundesligasaison zu Ende zu spielen, wurde heute von der UEFA beschlossen, die für diesen Sommer geplante EM ins Jahr 2021 zu verlegen. Eines ist aber sicher: Sollte die Saison nochmal angepfiffen werden, wird es auf jeden Fall ausschließlich Geisterspiele geben.

FC Schalke 04 und Coronavirus: "Es geht um die Existenz"

Auch für den S04 scheint die Lage bedrohlich zu sein. "Es geht um die Existenz des FC Schalke 04 und der Clubs der ersten und zweiten Bundesliga", sagt S04-Vorstand Alexander Jobst wegen des Coronavirus (48). Schalkes Finanzvorstand Peter Peters (47), der den Schalke-Plan wegen des Coronavirus erklärt, gab im Vorfeld der Veröffentlichung der Bilanz heute einen Einblick in die Zahlen des FC Schalke 04.

Demnach verzeichnete der Verein mit 275 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019 den zweithöchsten Umsatz der Vereinsgeschichte, und das ohne internationalen Wettbewerb. Betont wird, dass der Verein gesund ist, weshalb nun im S04-Vorstand eine Ausgliederung diskutiert werden soll

Betont wird aber auch, dass die aktuelle Corona-Krise dort nicht eingepreist ist. Für Schalke 04 könnte sie den Aussagen von Alexander Jobst nach zu urteilen existenzbedrohend sein, weshalb eine Abschaffung der 50+1-Regel aufgrund des Coronavirus laut Peter Peters nicht anstehe.

Der S04-Finanzvorstand sprach jedoch von einer schwierigen Lage auf Schalke, wofür er nun von Jörg Schmadtke kritisiert wurde.

Die Coronavirus-Krise hat den FC Schalke 04 im Griff. Für die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle bedeutet das aktuell Kurzarbeit. Doch die Profis des S04 haben mit einer großen Geste dafür gesorgt, dass zunächst keine Einschränkungen zu befürchten sind. 

Beim BVB ist wegen des Coronavirus keine existenzielle Bedrohung gegeben

Anders sieht die Lage offenbar beim Reviernachbarn Borussia Dortmund aus. Der Verein veröffentlichte zwar eine Ad-hoc-Meldung, in der die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2019/20 korrigiert wurde. 

Dort heißt es aber auch: "Eine existentielle Bedrohung des Unternehmens ist gegenwärtig nicht gegeben".

Wäre es also eine Möglichkeit, dass Vereine wie der BVB oder der FC Bayern den existenzbedrohten Vereinen helfen? BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) hatte sich zum Coronavirus und den Folgen in der ARD-Sportschau geäußert und im Anschluss heftige Kritik geerntet

So oder so steht der Sport und der Fußball vor einer großen Herausforderung, die wohl nur mit viel Solidarität gelöst werden kann. Denn die Krise, die durch das Coronavirus ausgelöst wurde, steht erst am Anfang.