Hitzige Diskussion um Impfstatus

Corona-Gegner: Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp zieht krassen Vergleich

Derzeit polarisiert wohl kaum ein Thema so sehr, wie die Corona-Impfung. Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp hat eine deutliche Botschaft für alle Impfgegner.

Dortmund/Liverpool – Sollte man sich gegen das Coronavirus impfen lassen oder lieber nicht? Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Bevölkerung antwortet auf diese Frage noch immer mit „Nein“. All denjenigen versucht Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund, jetzt die Augen zu öffnen.

NameJürgen Norbert Klopp
Geboren16. Juni 1967 (Alter 54), Stuttgart
Größe 1,91 Meter
Aktueller VereinFC Liverpool (Cheftrainer)

Coronavirus: Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp öffnet Impfgegnern die Augen

Die Impfung gegen das Coronavirus zu verweigern sei für Jürgen Klopp, als würde man sich betrunken hinter das Steuer eines Autos setzen: „Ich vergleiche es für mich selbst mit Alkohol am Steuer. Wir waren wahrscheinlich alle in einer Situation, in der wir ein oder zwei Bier getrunken haben und dachten, wir könnten immer noch fahren, aber das Gesetz besagt, wir dürfen dann nirgendwo hinfahren, also fahren wir nicht“, gab der aktuelle Cheftrainer des FC Liverpool in einer Medienrunde vor dem Topspiel gegen Manchester City (2:2) zu Protokoll.

„Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot, betrunken zu fahren, auch eine Freiheitsbeschränkung.“ Mit diesem Vergleich macht der einstige Kult-Trainer des BVB mehr als deutlich, was er von den Argumenten der „Anti-Impfbewegung“ gegen das Coronavirus hält.

Impfung gegen das Coronavirus: Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp zieht krassen Vergleich

Jenes Gesetz gäbe es laut Aussage des 54-Jährigen nicht zum Selbstschutz, sondern vor allem zum Schutze der Bevölkerung. „Für mich ist es genau dasselbe: Ich nehme die Impfung nicht nur, um mich zu schützen, ich nehme die Impfung, um alle Menschen um mich herum zu schützen“, fügt der Trainer des FC Liverpool hinzu.

Grund für die hitzige Debatte um die Corona-Impfung ist eine Ausnahmeregelung der englischen Regierung, die allen doppelt geimpften Premier-League-Profis bei der Rückkehr aus sogenannten Hochrisikogebieten erlaubt, weiterhin am Spiel- und Trainingsbetrieb teilzunehmen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen bei nur sieben Premier-League-Klubs mehr als 50 Prozent der Spieler geimpft sein.

Jürgen Klopp stand von 2008 bis 2015 als Trainer von Borussia Dortmund an der Seitenlinie.

Corona-Impfung: Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt Einblick zum FC Liverpool

Beim FC Liverpool seien laut Jürgen Klopp 99 Prozent der Spieler geimpft. Dies sei eine „natürliche Entscheidung“ des Teams gewesen, versichert der 54-Jährige. Überzeugungsarbeit musste der gebürtige Stuttgarter daher nicht leisten.

Anfang August erhitzte das Thema der Impfung auch beim BVB die Gemüter. Schließlich mussten die Westfalen aufgrund einer Corona-Infektion vorübergehend auf Thomas Meunier und Julian Brandt verzichten.

Rubriklistenbild: © Paul Ellis/AFP

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