Bild: Carmen Jaspersen/dpa

Für Claudio Pizarro gab es in seiner Laufbahn als Bundesliga-Spieler zwei große Vereine: FC Bayern München und SV Werder Bremen. Jetzt kam jedoch heraus, dass der Stürmer Anfang der 2000er Jahre fast beim BVB gelandet wäre.

Claudio Pizarro ist mit 468 Einsätzen in der Bundesliga ein echtes Urgestein unter den Fußballprofis in Deutschland. Bis auf einige Saisons in der Premier League beim FC Chelsea verbrachte der gebürtige Peruaner die meisten Jahre seiner Profikarriere beim FC Bayern und bei Bremen.

Dort startete Pizarro 1999 seinen Werdegang in Deutschland. Von seinem Heimatverein
Club Alianza Lima wechselte der heute 40-Jährige damals für 1,5 Millionen Euro zum SV Werder Bremen.

BVB und Bayern buhlten um Pizarro

Zwei Jahre später hätte Pizarro dann offenbar die Möglichkeit gehabt, zu Borussia Dortmund zu wechseln. Das erzählte jetzt der Vater von Claudio Pizarro im Gespräch mit Transfermarkt.de. „Als er in seiner zweiten Saison in Bremen war, kam das erste Angebot eines anderen Vereins eigentlich von Borussia Dortmund.“

„Dann schoss Claudio aber für Werder zwei Tore gegen Bayern in München und bekam auch von dort ein Angebot – ein besseres als das des BVB„, so Pizarro Senior weiter.

Trotzdem verhandelte der Spieler noch mit Dortmund, „am Ende ist es dann ja aber bei Bayern geblieben.“ Der Rest ist Geschichte. Pizarro wechselte zunächst für sechs Jahre an die Isar. Mit 195 Bundesliga-Toren gehört der Mittelstürmer heute zu den erfolgreichsten Torschützen der Liga und ist vor dem Tor immer noch sehr gefährlich.

Vertrag bei Werder endet im Sommer

Wer weiß, vielleicht hätte ein Spieler wie Pizarro in der Meistersaison 2001/02 sogar gut ins Team des BVB gepasst. Damals hätte er bei Borussia Dortmund unter den Fittichen des damaligen Trainers und heutigen Beraters Matthias Sammer gestanden.

Trotz des BVB-Angebots entschied sich Claudio Pizarro dann doch für den FC Bayern München. Foto: Peter Kneffel/dpa
Trotz des BVB-Angebots entschied sich Claudio Pizarro dann doch für den FC Bayern München. Foto: Peter Kneffel/dpa

Heute fühlt sich der 40-Jährige nach seiner Rückkehr vom 1.FC Köln im vergangenen Jahr wieder bei Werder Bremen wohl. Pizarros Vertrag endet jedoch im Juni. Und dann? Nicht wenige Werder-Fans wünschen sich, dass er noch ein Jahr in Bremen dranhängt. Und auch sein Vater schließt das nicht aus. „Er könnte sicher noch ein Jahr bleiben.“

Pizarro möchte noch einmal für Lima spielen

Es gebe aber auch die Möglichkeit, dass Pizarro noch einmal für Alianza Lima spielen wird. „Das kommt sicher darauf an, wie es zunächst in Deutschland weitergeht. Ich weiß aber, dass er gerne zumindest noch einmal kurz für Alianza spielen möchte. Das ist sein Team, sein Herz“, so der Vater des Werder-Spielers.

Eine endgültige Rückkehr in die Heimat kann sich Pizarros Vater, auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere, allerdings nicht vorstellen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass er in irgendeiner Funktion zu Bayern München zurückkehrt, oder dass er in Bremen bleibt. Für Bayern ist er eine Legende, genau wie für Werder.“

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„Fest steht: Er will in Deutschland bleiben und dort leben. Seine Familie ist ja auch dort und lebt in München. Die Kinder sind in Deutschland aufgewachsen“, so Pizarro senior weiter.