Coronavirus-Aussage schlug hohe Wellen

Trotz heftigem Gegenwind: Christian Heidel nimmt BVB-Boss Watzke in Schutz

Christian Heidel hat Hans-Joachim Watzke nach dessen Aussagen zum Coronavirus in Schutz genommen.
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Christian Heidel hat Hans-Joachim Watzke nach dessen Aussagen zum Coronavirus in Schutz genommen.

BVB-Boss Hans-Jochim Watzke steht aufgrund einer unsolidarischen Aussage zum Coronavirus massiv in der Kritik. Ex-Schalke-Manager nimmt ihn jedoch in Schutz.

  • Hans-Watzke Watzke stand zuletzt wegen einer Aussage im Umgang mit dem Coronavirus in der Kritik.
  • Heftigen Gegenwind erntete der Geschäftsführer von Borussia Dortmund unter anderem aus Düsseldorf und Aue.
  • Dennoch gibt es nicht nur Unverständnis für die Aussage des BVB-Boss.

Dortmund/Mallorca - Das Coronavirus hat den Spielbetrieb in Deutschland und in vielen anderen Ligen weltweit lahmgelegt. Einige Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga sind daher in ihrer Existenz bedroht. 

Borussia Dortmund: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Zentrum der Kritik

Ungeachtet dessen sieht BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) die Bundesliga-Klubs auch im wirtschaftlichen Wettbewerb zueinander. Mit einer Aussage zum Umgang mit dem Coronavirus erntete der 60-Jährige daher beträchtlichen Gegenwind. 

"Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den letzten Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen. Das ist eine sehr diffizile Aufgabe", stellt Hans-Joachim Watzke am Sonntag (15. März) in einer Gesprächsrunde der ARD-Sportschau klar.

Wegen Coronavirus-Aussage: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erhält heftigen Gegenwind  

Insbesondere Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann (59) und Helge Leonhardt (61, Präsident des FC Erzgebirge Aue) verschafften ihrem Ärger über die Aussage des BVB-Geschäftsführers Luft. Allerdings gibt es nicht nur Unverständnis.

Hans-Joachim Watzke stand zuletzt im Kreuzfeuer der Kritik. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Verständnis bekommt der Geschäftsführer von Borussia Dortmund derweil von Christian Heidel (56), der sich in einer anderen Thematik in Verbindung mit dem Coronavirus fassungslos zeigt. Dem ehemaligen Sportvorstand des FC Schalke 04.

Borussia Dortmund: Christian Heidel zeigt Verständnis für BVB-Boss Hans-Joachim Watzke

"Das ist eine schwierige Thematik. Ich muss Hans-Joachim Watzke in Schutz nehmen. Der ist schließlich auch Geschäftsführer einer Aktiengesellschaft", so der 56-Jährige in einem Videointerview mit dem Sportnachrichtensender Sky Sport News HD

"Hinter den Kulissen", ist sich Christian Heidel sicher, "werden die Klubs miteinander sprechen. Ich bin mir sicher, dass es am Ende nicht an Solidarität mangeln wird", stellt der ehemalige Sportvorstand des FC Schalke 04 klar. 

BVB: Ex-Schalke-Manager Christian Heidel sieht dramatische Situation wegen Coronavirus

Sicher ist jedenfalls, dass sich die Klubs aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga derzeit aufgrund des Coronavirus in einer dramatischen Situation befinden. "Jeden Tag muss neu reagiert werden. Vom Gefühl her kann ich mich nur sehr schwer vorstellen, dass in den nächsten Wochen wieder Fußball gespielt wird", gibt Christian Heidel zu bedenken.