„Viele Vereine haben Interesse“

BVB droht Juwel-Abgang: Berater stellt Forderung – Dortmund reagiert sofort

Borussia Dortmund gilt als Paradebeispiel für die Arbeit mit jungen Spielern. Doch ein Berater macht dem BVB jetzt Stress wegen seines Schützlings.

Update, Donnerstag (27. Januar), 9.15 Uhr: In Dortmund sind die Aussagen des Beraters von Youssoufa Moukoko mit etwas Verwunderung aufgenommen worden. Der Leiter der Lizenzspieler-Abteilung, Sebastian Kehl, sagte gegenüber der Bild: „Das ändert an unserer hohen Wertschätzung nichts, wir befinden uns auch längst im Austausch mit ihm und seinem Berater. Allerdings ziehen wir es vor, die Dinge vertraulich miteinander zu besprechen.“

BVB: Sebastian Kehl spricht über Spielpraxis von Youssoufa Moukoko

Dass Youssoufa Moukoko in den vergangenen Monaten nicht die erhoffte Spielpraxis bekam, lag laut Kehl an einem einfachen Grund: „Youssoufa ist ein Talent aus unserer eigenen Jugend, er stand uns aber seit dem Sommer aufgrund diverser Verletzungen leider selten für längere Zeit zur Verfügung.“

Erstmeldung, Dienstag (25. Januar), 9.03 Uhr: Stolz reckte Youssoufa Moukoko am Freitag (21. Januar) seine Bescheinigung über die bestandene Führerscheinprüfung in die Kamera. Der 17-jährige Youngster von Borussia Dortmund darf ab jetzt mit einer Begleitperson Autofahren, wie die Ruhr Nachrichten zuerst berichteten. Doch nun könnte sich die Laune des Stürmers verfinstern, nachdem sein Berater überraschende Aussagen getätigt hat.

NameYoussoufa Moukoko
Geboren20. November 2004 (Alter 17 Jahre), Jaunde, Kamerun
Größe1,79 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund

BVB droht Abgang von Juwel: Berater macht Dortmund jetzt deutliche Ansage

Er hat bei Borussia Dortmund keinen leichten Stand, doch mit seinen 17 Jahren kann der Angreifer bereits auf 26 Profi-Einsätze zurückblicken. Trotz Verletzungen war eine Ausleihe von BVB-Juwel Youssoufa Moukoko bislang keine Option. Stattdessen solle der Stürmer bei den Westfalen bleiben, wie Lizenzspielleiter Sebastian Kehl den Ruhr Nachrichten bestätigte: „Wir haben intensiv miteinander gesprochen, er hat sich viel vorgenommen für dieses Jahr. Ohne Druck, aber mit viel Hoffnung wird er in dieses Jahr starten.“

Doch offenbar plant der Berater des Stürmers anders. Dass BVB-Youngster Youssoufa Moukoko immer wieder umworben wird, steht alleine aufgrund seines Potenzials außer Frage. Spieleragent Patrick Williams, selbst früher Spieler im Regional- und Oberliga-Bereich, droht Borussia Dortmund jetzt gegenüber der Bild mit einem Abgang seines Klienten.

BVB: Berater von Youssoufa Moukoko fordert mehr Spielzeit bei Borussia Dortmund

Patrick Williams warnt den BVB mit Blick auf den Vertrag von Youssoufa Moukoko bis zum 30. Juni 2023 in Dortmund: „Es ist kein Selbstgänger, dass Youssoufa beim BVB verlängert!“ Als Grund führt er die zu geringe Spielzeit des 17-Jährigen an.

Der Berater sagt im Gespräch mit dem Boulevard-Blatt: „Ja, er ist durch Verletzungen in dieser Saison immer wieder ein bisschen zurückgeworfen worden. Ja, die Konkurrenz beim BVB ist natürlich groß. Aber die Spielzeit, die er in der jetzigen Phase seiner Karriere braucht, bekommt er in Dortmund derzeit kaum. Da machen wir uns natürlich Gedanken, was das Beste für die Zukunft ist.“​

Der Berater von Youssoufa Moukoko (vorne) droht dem BVB mit einem Abgang.

BVB: Youssoufa Moukoko hat mit Verletzungen zu kämpfen

Tatsächlich kam der Stürmer in der Saison 2021/22 erst elfmal bei den Profis zum Einsatz, insgesamt spielte er nur 187 Minuten. Schuld daran haben aber auch die Verletzungen des 17-Jährigen. Im November reiste BVB-Juwel Youssoufa Moukoko verletzt von der deutschen U21-Nationalmannschaft ab. Aufgrund eines Muskelfaserrisses kam er im Jahr 2021 nicht mehr zurück aufs Feld.

Gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (22. Januar) spielte Youssoufa Moukoko für sieben Minuten, womöglich winkt bald mehr Einsatzzeit. Denn BVB-Superstar Erling Haaland ist verletzt, ihm droht eine erneute mehrwöchige Pause. Die Krux dabei: Als der Norweger im Oktober und November mit einer Hüftbeugerverletzung ausfiel, fehlte der Youngster ebenfalls zeitgleich bereits für zwei Spiele aufgrund seiner Verletzung.

BVB: Berater von Youssoufa Moukoko spricht über Interesse von „Top-Klubs“

Der BVB geht mit Youssoufa Moukoko behutsam um. Im Juniorenbereich machte er mit 134 Toren in 79 Spielen überdeutlich auf sich aufmerksam. Doch bei den Profis kann der 17-Jährige bislang noch nicht komplett Fuß fassen, wenngleich er auch hier schon drei Treffer erzielen konnte. Die Konkurrenz im Kader von Borussia Dortmund ist schlichtweg groß.

Youssoufa Moukoko (l.) kam für den BVB in Hoffenheim zum Einsatz.

Berater Patrick Williams sieht das aber anders. Der Agent wittert womöglich bereits das große Geld und bringt sich gegenüber der Bild mit Youssoufa Moukoko in Stellung: „Natürlich haben viele Vereine Interesse an Youssoufa, das ist ja kein Geheimnis. Sein Vertragsende im Sommer 2023 rückt näher, das haben die Top-Klubs auf dem Zettel.“

BVB: Youssoufa Moukoko hat Borussia Dortmund viel zu verdanken

Dass Borussia Dortmund sein Talent ziehen lässt, dürfte aber unwahrscheinlich sein. Ob Youssoufa Moukoko zudem den BVB überhaupt verlassen wollen würde, bliebe fraglich. Schließlich hat er dem Klub auch viel zu verdanken.

Dieser setzte sich für den Youngster ein, um ihm im Alter von 16 Jahren einen Einsatz in der Bundesliga zu ermöglichen. Die DFL lockerte zuvor ihre Statuten. Als Minderjähriger wohnt Youssoufa Moukoko zudem bereits in einer eigenen Wohnung statt im BVB-Internat.

Youssoufa Moukoko: BVB könnte eine Leihe in Betracht ziehen

Sollte Youssoufa Moukoko so weit sein, dürfte der BVB nicht davor zurückschrecken, den 17-jährigen Stürmer in der Startelf loszulassen. Nicht nur Jude Bellingham, Jadon Sancho oder auch Erling Haaland sind die besten Beispiele dafür, dass in Dortmund die Arbeit mit Jung-Stars großgeschrieben wird.

Doch aktuell muss sich der Angreifer noch in Geduld üben und seine Verletzungsprobleme hinter sich lassen. Schon 26 Spiele verpasste er seit seinem Profi-Debüt am 21. November 2020 verletzt. Womöglich wäre ansonsten eine Leihe der zunächst übliche Weg. Wie im Fall des 20-jährigen Ansgar Knauff, der vom BVB an Eintracht Frankfurt verliehen wurde und im besten Fall mit deutlich mehr Bundesliga-Erfahrung nach Dortmund zurückkehrt.

Rubriklistenbild: © Noah Wedel/Kirchner-Media

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