BVB: Witsel will die Meisterschaft - mit Hummels zum Titel

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Axel Witsel vom BVB: Hendrik Schmidt/ZB/dpa

Axel Witsel bläst zur Attacke auf den FC Bayern München. Mit dem BVB will er Deutscher Meister werden. Dabei helfen soll Mats Hummels.

Die Zuversicht ist dieser Tage groß beim BVB. So auch bei Axel Witsel (30), der im Interview mit dem kicker zur Attacke auf den FC Bayern bläst.

  • Beim BVB ist man sich einig: In der kommenden Spielzeit soll der Meistertitel her.
  • Axel Witsel formuliert deutlich das Ziel, die Schale nach Dortmund zu holen.
  • Dabei helfen soll Rückkehrer Mats Hummels.

Update, Donnerstag (22. August), 19.35 Uhr: Im Interview mit DAZN sprach Axel Witsel über seine Anfangszeit beim BVB. Der Belgier fühlt sich offenbar pudelwohl in Dortmund.

Update, Freitag (26. Juli), 11.30 Uhr: Mario Götze soll beim BVB 10 Millionen Euro verdienen. So viel verdient auch Axel Witsel.

Erstmeldung, Donnerstag (25. Juli): Nachdem in der vergangenen Spielzeit der Meistertitel denkbar knapp verpasst wurde, hat der BVB durch namhafte Neuverpflichtungen ein deutliches Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt gesetzt. Entsprechend deutlich werden die Ziele in Dortmund benannt.

Axel Witsel will mit dem BVB Deutscher Meister werden

Das Primat des sportlichen Erfolges, wie Hans-Joachim Watzke es nannte, steht in dieser Saison in Dortmund über allem. Im Interview mit dem kicker gibt sich Witsel deshalb selbstbewusst: "Ganz klar: Ich will mit dieser Mannschaft Titel gewinnen. Ein Klub wie Borussia Dortmund muss dieses Ziel haben."

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In der abgelaufenen Spielzeit habe der BVB zwar ein "wirklich starkes Jahr gespielt", aber aufgrund der Unerfahrenheit der Mannschaft im Endspurt noch den Kürzeren gegen den FC Bayern München gezogen. Mit Hilfe der gewonnenen Erfahrung und hochkarätigen Neuzugängen wie Julian Brandt, Thorgan Hazard, Nico Schulz und Mats Hummels soll das nun anders werden:

"Ich denke, wir sind stärker als im Vorjahr. Die Meisterschaft ist deshalb ein realistisches Ziel. Wir dürfen uns nicht verstecken", so Witsel.

Wird Hummels für den BVB zum entscheidenden Faktor im Titelrennen?

Witsel agierte im Vorjahr als Chef im defensiven Mittelfeld, Marco Reus gab als Kapitän in der Offensive den Ton an. Einzig in der Innenverteidigung fehlte dem BVB bislang ein erfahrener Spieler, der als Führungsfigur voran ging.

Dem wurde nun durch die Verpflichtung von Mats Hummels (30) Abhilfe geschaffen. In den ersten Testspielen überzeugte der Ex-Kapitän bereits wieder durch Präsenz und spielerische Klasse.

Auch außerhalb des Platzes ist Hummels schon jetzt wieder Wortführer. "Es ist, soweit ich das beurteilen kann, als wäre er nie weg gewesen", sagt Witsel, der im Sommer 2018 zum BVB wechselte und somit erstmals eine Saisonvorbereitung gemeinsam mit dem Innenverteidiger bestreitet.

Hummels sei nicht nur ein echter Leader, von dessen Sorte der BVB nie genug haben könne. Auch die spielerische Klasse des Mannes mit dem feinen Außenristpass hat es ihm angetan: "Er ist technisch sehr gut. Ich kann ihn in jeder Situation anspielen".

Witsel, der auch in der kommenden Saison wohl in der Schaltzentrale im Mittelfeld gesetzt sein wird, will mit dem Neuzugang ein Duo bilden, das bei Borussia Dortmund voran geht. Hochveranlagte Talente wie Tobias Raschl sollen unter ihren Fittichen reifen.

Witsel: Im Duell mit den Bayern sind "Eier" gefragt

Trotz aller Zuversicht hat Witsel den FC Bayern, der für den Hummels-Verkauf von Lothar Matthäus Kritik erntete, natürlich auf der Rechnung. Er glaube nicht, dass es in dieser Saison leichter werde, gegen den Rekordmeister zu gewinnen.

Und fordert von sich und seinen BVB-Mannschaftskollegen vor allem zwei Dinge. Mut und Konstanz: "Du musst die ganze Zeit auf einem Toplevel spielen und - sorry - you need balls, du brauchst Mut. Sonst musst du es gar nicht erst versuchen."

Dinge, die dem jungen BVB-Team im letztjährigen Saison-Endspurt noch abgingen. Witsel glaubt, dass Borussia Dortmund nun einen Schritt weiter ist als im Vorjahr. Er weiß aber auch: "Das werden wir in der Meisterschaft erst noch beweisen müssen."