War es eine Fehlentscheidung?

Nach Pokal-Aus für den BVB: Schiri-Entscheidung bringt Hummels auf die Palme - "Das war..."

Mats Hummels von Borussia Dortmund kritisierte die Entscheidung über die Szene zwischen Niklas Moisander (hinten) und Giovanni Reyna (vorne).
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Mats Hummels von Borussia Dortmund kritisierte die Entscheidung über die Szene zwischen Niklas Moisander (hinten) und Giovanni Reyna (vorne).

Borussia Dortmund verabschiedete sich am Dienstag (4. Februar) unerwartet aus dem DFB-Pokal. Nach der Niederlage bei Werder Bremen beschwerte sich BVB-Verteidiger Mats Hummels aber vor allem über eine Entscheidung des Schiedsrichters.

  • Borussia Dortmund konnte das DFB-Pokal-Aus gegen Werder Bremen nicht abwenden.
  • Knapp verlor der BVB mit 2:3 in Bremen.
  • Mats Hummels sah seine Mannschaft vor allem durch eine Entscheidung benachteiligt.

Bremen - Damit hätte wohl vor der Partie niemand gerechnet: Borussia Dortmund scheidet bereits im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal gegen Werder Bremen aus. Beinahe wäre den Dortmundern noch der Ausgleich gelungen, doch mit einer Entscheidung des Schiedsrichters hatte Mats Hummels so seine Probleme.

BVB-Aus: Borussia Dortmund scheitert an Werder Bremen im DFB-Pokal

Die Partie zwischen den formstarken Dortmundern und den kriselnden Bremern schien vor dem Anpfiff bereits entschieden. Doch nach 45 Minuten stand es plötzlich 2:0 für die Norddeutschen aus dem Tabellenkeller. Der BVB offenbarte dabei eine altbekannte Schwäche.

Denn die Schwarzgelben kommen vor allem auswärts immer wieder ins Straucheln. In der Hinrunde verlor man dadurch bereits wichtige Punkte. Die Regel, dass der Pokal seine eigenen Gesetze schreibt, griff dann auch wieder in Bremen. Sehr zum Leidwesen von Mats Hummels (31).

Borussia Dortmund in Überzahl gegen Werder Bremen? Mats Hummels kritisiert Schiedsrichter

Vor allem eine Szene stieß dem BVB-Rückkehrer dabei übel auf. Denn: Werder Bremen hätte in seinen Augen ab der 83. Minute in Unterzahl spielen müssen. Denn nur fünf Minuten nach dem 2:3-Anschlusstreffer durch Julian Brandt (23), der am 21. Spieltag der Bundesliga mit dem BVB gegen seinen Ex-Verein Bayer Leverkusen spielt (wir berichten im Live-Ticker) kam es zu einer brenzligen Szene im Bremer Strafraum.

Zunächst ging BVB-Youngster Giovanni Reyna (18), der selbst schon im Visier englischer Scouts sein soll, nach einem Zweikampf mit dem Verteidiger Niklas Moisander (34) zu Boden. Noch während sich der US-Amerikaner aufrappelte und beschwerte, ging ihm der Bremer jedoch an den Kragen und stieß ihn zu Boden. So kam es zu einem Tumult. Viele BVB-Fans forderten durch das harte Eingreifen des Verteidigers einen Elfmeter, da das Spiel nach dem Fall von Giovanni Reyna zunächst nicht abgepfiffen schien.

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Bitter für Borussia Dortmund: Schiedsrichter entscheidet sich nach VAR gegen BVB-Elfmeter

Doch Schiedsrichter Guido Winkmann (46) zog den VAR zu Rate und entschied zunächst auf Schwalbe des BVB-Angreifers, der gegen Bayer Leverkusen in der Startelf stehen könnte (so könnt ihr die Partie live im TV und im Live-Stream sehen). Dadurch war das Angehen durch Niklas Moisander nicht mehr während des laufenden Spiels, sondern nach der Unterbrechung durch die Schwalbe des Dortmunders. Die Handgreiflichkeit sah der Schiedsrichter jedoch nur als Unsportlichkeit an. Mats Hummels sah das anders.

"Das war eine klare Tätlichkeit", attestierte der konsternierte 31-Jährige nach dem BVB-Pokal-Aus gegen Werder Bremen (hier im Ticker nachlesen) gegenüber Sky. Schiedsrichter Guido Winkmann hatte andere Ansichten und Niklas Moisander kam mit einem blauen Auge und einer gelben Karte davon. Den Ausgleich schaffte der BVB, der in den kommenden vier Wochen ohne Marco Reus auskommen muss, danach nicht mehr. Mats Hummels zeigte sich weiterhin unzufrieden.

Mats Hummels hadert mit Entscheidung, übt jedoch auch Selbstkritik bei Borussia Dortmund

"Bei manchen Sachen gibt es keine zwei Meinungen. Wenn ich die Bilder so sehe, fällt es mir schwer, diese Entscheidung zu verstehen", so der Innenverteidiger, der selbst für die erste Dortmunder Chance im ersten Durchgang verantwortlich war. Doch das frühe Ausscheiden wollte er nicht nur auf eine Szene herunterbrechen. Er übte Kritik an der taktischen Ausrichtiung und damit auch an BVB-Trainer Lucien Favre.

"Wir hatten in der ersten Hälfte zu wenig Tiefe im Spiel, um Räume zu öffnen", so Mats Hummels selbstkritisch. Der BVB habe selbstredend keine berauschende Leistung gezeigt. "Aber auch keine schlechte", machte der Dortmunder klar. Am Ende reichte es dennoch nicht für den Einzug ins Viertelfinale.

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