Thomas Meunier enttäuscht

Manuel Akanji bester Borusse: Die Einzelkritik zum BVB-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg

BVB Jubel Manuel Akanji
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BVB-Torschütze Manuel Akanji (l.) bekommt in der Einzelkritik für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg eine sehr gute Note.

Der BVB fährt einen wichtigen Sieg gegen den VfL Wolfsburg ein. In der Einzelkritik bekommen aber nicht alle Spieler gute Noten.

Dortmund – Der BVB schlägt den VfL Wolfsburg mit 2:0. Lange Zeit waren die Gäste allerdings ebenbürtig. Daher kommt nicht jeder Spieler von Borussia Dortmund in der Einzelkritik gut weg.

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Das sind die Noten für Borussia Dortmund

Roman Bürki: 21 Torschüsse ließen seine Mitspieler heute zu. Dass der BVB auch das achte Duell in Folge gegen Wolfsburg ohne Gegentor bestreiten konnte, lag vor allem an den unpräzisen Abschlüssen der Gäste. Der Dortmunder Schlussmann hielt, was er halten musste. Kleine Schwäche beim Flachschuss von Paulo Otavio, den er nach vorne prallen ließ und erst im Nachfassen sicherte. Leider auch mit unverkennbaren Schwächen im Spielaufbau. Note: 4

Thomas Meunier: Der routinierte Rechtsverteidiger startete mit einem Schreckmoment gegen den VfL Wolfsburg. Ein Klärungsversuch mit der Hacke wurde zur Mustervorlage für Gegenspieler Schlager, der diese Chance nicht nutzen konnte. Nach einer sehr schwachen Anfangsphase spielte er defensiv etwas sicherer. Offensiv war er wieder kein Gewinn. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Sehr gute Note für Manuel Akanji

Manuel Akanji: Wenn ein Abwehrspieler zum Matchwinner wird, ist über das Spiel alles gesagt. Manuel Akanji stand nicht nur hinten stabil, er schaltete sich auch mit solidem Passspiel in die Offensive ein. Ohne Frage die Krönung: Sein Kopfballtor zum wichtigen 1:0. Nach dem Spiel fand er lobende Worte für Jadon Sancho („Bin froh, dass mir Jadon so eine gute Flanke gespielt hat“) und scherzte über das Kopfball-Tandem mit Mats Hummels: „Ich hab gespürt, dass irgendwer hinter mir ist. Ich wusste nicht, wer. Vielleicht hat er mir sogar geholfen dabei.“ Kurze Zeit später noch mit heldenhafter Rettungsaktion im eigenen Strafraum gegen Weghorst (72.). Für so viel Bescheidenheit nach einer lupenreinen Leistung gibt es in der Einzelkritik Note: 1

Mats Hummels: Die muskulären Probleme sind auskuriert, der Abwehr-Boss ist zurück. Heute war allerdings sein Nebenmann der stabilere BVB-Innenverteidiger. Mats Hummels wirkte teilweise etwas fahrig, ließ etwa Weghorst völlig unbedrängt zum Kopfball kommen (41). Gewann weniger als die Hälfte seiner Zweikämpfe. Mit Glück und Geschick verhinderte er aber den frühen Rückstand, als er einen Schuss von Gerhardt an den Außenpfosten abfälschte (6.). Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Raphael Guerreiro war schon zwingender unterwegs

Raphael Guerreiro: Raphael Guerreiro war gegen Wolfsburg nicht so quirlig unterwegs wie üblich. Nur vereinzelt ließ er seine Qualität aufblitzen. Wie etwa in der 52. Minute, als er Erling Haaland steil schickte. Nur ein Blitzreflex von Casteels verhinderte hier den Treffer für den BVB. Auch an dem Konter, den Jadon Sancho zum 2:0 abschloss, war er beteiligt. Note: 3,5

Axel Witsel: Im Mittelfeld des BVB erhielt er den Vorzug vor Julian Brandt und Emre Can. Gegen aggressive Wolfsburger hatte er im Zweikampf häufig das Nachsehen. Im Passspiel wie gewohnt sicher, aber ohne nennenswerte Aktionen. Als er im Strafraum einen Ball an den Arm bekam, fordert Wolfsburg Elfmeter (21.). Diesen gab es aber wohl zurecht nicht. Immerhin leitete sein Befreiungsversuch das 2:0 ein. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Jadon Sancho an beiden Treffern beteiligt

Thomas Delaney: Der bissige Däne rannte sich gegen den VfL Wolfsburg die Lunge aus dem Leib. 12,5 Kilometer Laufleistung dokumentieren seinen Fleiß. Trotzdem hatte auch er seine liebe Mühe, die Vorherrschaft im zentralen Mittelfeld herzustellen. Ließ eine gute Kopfballchance liegen (63.). Note: 3

Jadon Sancho (r.) darf sich freuen. Ihm gelang der Treffer zum 2:0 des BVB gegen den VfL Wolfsburg.

Jadon Sancho: War das endlich der Befreiungsschlag? Als Jadon Sancho den Konter in der Nachspielzeit abschloss, war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen. Schließlich war es sein erster in der laufenden Bundesliga-Saison. Technisch hochwertig und mit viel Speed erinnerte sein Sololauf zum 2:0 an die Kabinettstückchen, die man aus der Vergangenheit von ihm kennt. Das 1:0 durch Manuel Akanji hatte er bereits per Eckball vorbereitet. Ansonsten versuchte Jadon Sancho wie immer viel, nicht alles gelang. Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Giovanni Reyna taucht ab

Marco Reus: Es scheint, als habe Edin Terzic schon so etwas wie eine Stammformation gefunden. In drei von vier Spielen starteten Jadon Sancho, Giovanni Reyna und Marco Reus. Der Kapitän lieferte gegen den VfL Wolfsburg allerdings eine unglückliche Vorstellung ab. Vor dem Tor traf er mehrfach falsche Entscheidungen. Schoss, als er hätte passen sollen (10.) und passte, als er hätte schießen sollen (44.). Sehenswerter Freistoß zum Ende der ersten Hälfte (45.). In der zweiten kaum noch zu sehen, nur 36 Ballkontakte insgesamt. Note: 4

Giovanni Reyna: Konnte zwar mehr Ballkontakte als Marco Reus aufweisen. Viel zu sehen war vom jungen US-Amerikaner trotzdem nicht. Die meisten Aktionen spielten sich im Niemandsland ab. Heute kein Gewinn für die Mannschaft und daher nur Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Erling Haaland unglücklich beim Comeback

Erling Haaland: Endlich ist der torhungrige Norweger zurück! Man merkte ihm an, wie gierig er wieder auf Tore war. Allerdings bekam er nur selten die Chance dazu, etwas zu reißen. Die größte Gelegenheit hatte er nach 52 Minuten, als er mit viel Wucht und Präzision den Winkel anvisierte, aber an Casteels scheiterte. Pfefferte später genervt den Ball weg und sah dafür die Gelbe Karte (80.). Wenige Augenblicke später entschied sich Edin Terzic, seinen Star zu schonen und brachten Steffen Tigges (81.). Das passte Erling Haaland gar nicht. Zwar verlief das Comeback nicht glücklich, aber diese Gier ist, was ihn ausmacht. Note: 3,5

Steffen Tigges: In zehn Minuten Einsatzzeit riss Steffen Tigges richtig viel ab. Verpasste kurze Zeit nach seiner Einwechselung das Tor knapp, als Brooks seinen Schuss aus spitzem Winkel von der Linie kratzte. Dennoch spielte er zu kurz für eine Wertung in der Einzelkritik. Ohne Note

Emre Can: Er trug nach seiner Einwechselung (86., kam für Marco Reus) entscheidend zum Erfolg bei, denn der öffnende Pass zum 2:0 von Jadon Sancho war sein Werk. Allerdings auch er: Ohne Note

Dan-Axel Zagadou: Kam in den finalen Sekunden des Spiels noch für Giovanni Reyna. Ohne Note