Dortmund ringt Wölfe nieder

Viermal Note 2: Die BVB-Einzelkritik nach dem Arbeitssieg in Wolfsburg

BVB-Neuzugang Erling Haaland (r.) blieb gegen den VfL Wolfsburg ohne Torschuss.
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BVB-Neuzugang Erling Haaland (r.) blieb gegen den VfL Wolfsburg ohne Torschuss.

Borussia Dortmund gewinnt gegen den VfL Wolfsburg mit 2:0. Nicht alle BVB-Spieler erhalten in der Einzelkritik gute Noten.

  • Borussia Dortmund gewinnt mit 2:0 beim VfL Wolfsburg.
  • Beim Arbeitssieg versprühen nicht viele BVB-Profis Glanz.
  • Gute Noten gibt es in der Einzelkritik für die Flügelflitzer Raphael Guerreiro und Achraf Hakimi.

Wolfsburg/Dortmund - Borussia Dortmund (alle BVB-Texte bei RUHR24.de) besiegt den VfL Wolfsburg nach zähem Ringen mit 2:0. Und bleibt damit dem FC Bayern auf den Fersen. Hier lest ihr, wie wir die BVB-Profis für ihre Leistung benotet haben.

Arena/Stadion: Signal Iduna Park

Trainer: Lucien Favre

Sponsor: Evonik Industries

Trainingsplatz: Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität: 81.365

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Die Noten für die Profis von Borussia Dortmund

Roman Bürki: Wie schon beim 4:0-Derbysieg gegen den FC Schalke 04 gab es für den Torhüter auch beim 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg (der BVB-Ticker zum Nachlesen) nur wenig Arbeit. Glück hatte er, als Steffen frei stehend nur die Lattte traf (48.). In Abschnitt zwei konnte er sich das eine oder andere Mal auszeichnen. Note: 2,5

Lukasz Piszczek: Gewohnt souverän löste das BVB-Urgestein seine Aufgaben in der Dreierkette. Etwaige Schnelligkeitsdefizite machte er mit routiniertem Stellungsspiel wieder wett. Stabil. Note: 3

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Mit Hummels' Aus kommt ein Bruch ins Spiel

Mats Hummels: Im 250. Bundesliga-Spiel für Borussia Dortmund organisierte der Abwehrchef seinen Zuständigkeitsbereich gewohnt verlässlich. Nur einmal kam der VfL Wolfsburg in der ersten Halbzeit in den schwarz-gelben Strafraum. Der BVB-Defensive war deutlich anzumerken, dass er fehlte, als Mats Hummels zur Pause verletzt ausgewechselt werden musste. Das zeigt, wie wichtig seine Präsenz für die Mannschaft ist. Note: 2

Manuel Akanji: Der Schweizer wusste mit reifem Aufbauspiel zu überzeugen. Auch dank seiner Leistungen hielt der BVB zum zweiten Mal in Folge die Null. Dennoch streute er auch gegen den VfL Wolfsburg wieder einen gefährlichen Ausrutscher ein. Daran muss er arbeiten, denn schon am kommenden Spieltag gegen den FC Bayern München könnten solche Schnitzer bitter bestraft werden. Note: 3,5

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Dortmund-Flügelzange schlägt wieder zu

Achraf Hakimi: Bildet mit dem Kollegen Raphael Guerreiro eine unwiderstehliche BVB-Flügelzange. Die Spielfreude der beiden pfeilschnellen Außenverteidiger ist für gegnerische Abwehrspieler ein wahrer Alptraum. Auch heute ließ er zahlreiche Gegner stehen und krönte seine Leistung in der 78. Minute mit dem entscheidenden Treffer zum 2:0. Am 1:0 ebenfalls beteiligt. Note: 2

Raphael Guerreiro: Der Zauberzwerg mutiert zum Goalgetter beim BVB. Am Wochenende noch Doppeltorschütze im Derby, steuerte er diesmal den wichtigen 1:0-Führungstreffer bei (32.). Auch abgesehen von dem Tor erneut eine gute Leistung vom Portugiesen. BVB-Sportdirektor Michael Zorc adelte Raphael Guerreiro zuletzt als "Spielbestimmende Figur". Was für ein Glück, dass er erst kürzlich seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat. Note: 2

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Delaney und Dahoud erneut stabil

Thomas Delaney: Er bildete gegen den VfL Wolfsburg erneut zusammen mit Mahmoud Dahoud ein absolut stabiles BVB-Mittelfeld. Fünf Ballgewinne gehen auf sein Konto, gewohnt bissig im Zweikampf. Im zweiten Spielabschnitt ging ihm nach eigener Aussage etwas die Puste aus. Note: 3

Mahmoud Dahoud: Vor der Corona-Pause war der Mittelfeld-Mann noch völlig außen vor, jetzt lieferte er gegen Wolfsburg die zweite ansprechende Performance in Folge ab. Spulte 12,3 Kilometer und damit die meisten aller Spieler ab. Ähnlich wie sein Nebenmann in Abschnitt zwei phasenweise etwas überfordert. Dann eroberte er aber vor dem entscheidenden zweiten Treffer den Ball. Note: 3

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Brandt und Hazard mit Licht und Schatten

Julian Brandt: Der Neuzugang aus Leverkusen bedankte sich anfangs mit sichtbarer Spielfreude dafür, dass Trainer Lucien Favre ihm als "falsche Zehn" alle Freiheiten auf dem Platz schenkt. Erneutes Zucker-Zuspiel bei der Entstehung des Führungstreffers. Baute mit zunehmender Spieldauer aber etwas ab. Nach 65 Minuten ausgewechselt. Note: 3

Thorgan Hazard: Auch heute gehörte der Belgier wieder zu den entscheidenden Offensiv-Akteuren beim BVB. Mit großer Übersicht spielte er vor dem 1:0 Raphael Guerreiro frei. Er selbst war heute im Abschluss glücklos, verfehlte bei zwei Versuchen aus der Ferne das Ziel. Wie immer auch in der Defensivarbeit engagiert unterwegs. Note: 3

Bei BVB-Regisseur Julian Brandt wechselten sich gegen Wolfsburg gelungene Szenen mit weniger gelungenen ab.

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Haaland und Can können mehr

Erling Haaland: Obwohl er diesmal ohne eigenen Treffer blieb, beschäftigte der Tor-Heiland die Wolfsburg-Abwehr bei beiden Treffern durch seinen körperlichen Einsatz. So kamen seine Kollegen frei zum Zuge. Wenn ein echter Knipser in 90 Minuten kein einziges Mal aufs Tor schießt, fällt die Einzelkritik dennoch überschaubar aus. Note: 4

Emre Can: Dem Neuzugang wurde die anspruchsvolle Aufgabe zuteil, zur zweiten Halbzeit Mats Hummels in der BVB-Innenverteidigung zu ersetzen. Fügte sich wackelig ein, bekam die Angelegenheit mit zunehmender Spieldauer besser in den Griff. Der Auftritt eines Anführers war es aber nicht. Note: 4

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Jadon Sancho bricht Rekorde

Jadon Sancho: Dieser Mann ist ein Phänomen. In Minute 65 eingewechselt, 13 Minuten später hatte er schon wieder einen weiteren Assist auf dem Konto. 16 Torvorbereitungen sind schon jetzt ewiger BVB-Rekord für Jadon Sancho, der jetzt eine Bundesliga-Bestmarke jagt. Note: 2

Giovanni Reyna: Nachdem sein Startelf-Debüt in der vergangenen Woche verletzungsbedingt platzte, kam der US-Boy gegen Wolfsburg immerhin zu einem Kurzeinsatz. Ab der 79. Minute anstelle von Thorgan Hazard mit von der Partie. Ohne Note.

Einzelkritik VfL Wolfsburg - BVB: Schmelzer und Balerdi sammeln Minuten

Marcel Schmelzer: Dass inzwischen fünf Auswechselungen erlaubt sind, kommt ihm zugute. Der Routinier durfte heute ab der 83. Minute Raphael Guerreiro ersetzen. Ohne Note.

Leonardo Balerdi: Feierte seinen dritten Bundesliga-Einsatz, als er nach 83 Minuten Thomas Delaney ablöste. Ohne Note.