Ein Ausreißer nach unten

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Einmal Note 1 – aber ein Spieler fällt deutlich ab

Der BVB kann gegen den VfL Wolfsburg in der Einzelkritik überzeugen. Ein Spieler fällt allerdings mit einer schlechten Note aus der Reihe.

Wolfsburg – Die Jagd auf eine Champions-League-Platzierung hält bei Borussia Dortmund an. Mit dem 2:0-Sieg des BVB gegen VfL Wolfsburg sind die Schwarz-Gelben dem Ziel einen wichtigen Schritt näher gekommen. Die Noten der Einzelkritik können sich sehen lassen.

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Alle Noten von Borussia Dortmund im Überblick

Marwin Hitz: Er war einige Male gefragt. Seine erste wichtige Aktion hatte Marwin Hitz gegen Yannick Gerhardt (21.). Insgesamt war es aber ein entspanntes Geldverdienen für den BVB-Torwart. Note: 3

Lukasz Piszczek: Der 35-jährige Routinier spielte mit der angebrachten Härte, war klug im Spielaufbau und zeigte Laufbereitschaft. Kurzum: Der BVB-Verteidiger nutzt die Chancen, die er derzeit von Edin Terzic bekommt. Woran man sein fortgeschrittenes Alter doch merkt: Ab und an war er einen Schritt zu langsam. In der Einzelkritik bekommt er die Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: BVB-Abwehr hat Gegner weitestgehend im Griff – Noten 2,5 und 3

Manuel Akanji: Erfüllte seine Beförderung zum stellvertretenden Abwehrchef mit ruhiger Souveränität. Teilweise ließ er seine Gegenspieler zu frei stehen. Wie etwa in der 39. Minute, als Manuel Akanji und Emre Can Yannick Gerhardt laufen ließen. Deren Glück: Der Wolfsburger traf nur Außennetz. Sonst hatten sie die Gegner weitestgehend gut im Griff. Note: 2,5

Emre Can: All eyes on Emre Can. Der selbsternannte Leader fiel zuletzt eher negativ auf. Musste beim Spiel gegen Union Berlin nach 45 Minuten vom Platz. Und ersetzte gegen den VfL Wolfsburg ausgerechnet BVB-Stammspieler Mats Hummels. Doch er machte seine Sache gut und verteidigte beim Dauer-Druck der Wölfe alles solide weg. Und hielt in wichtigen Momenten, wie beim Schuss von Xaver Schlager (62.) sein Bein rein. Doch die Schwächen der vergangenen Tage konnte er auch gegen Wolfsburg nicht abstellen. Anhaltende mangelnde Genauigkeit bringt ihm in der Einzelkritik die Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Mahmoud Dahoud bekommt für Zauber-Pass Note 2,5

Raphael Guerreiro: Verteidigte gut auf der linkten Seite. Wie etwa in der 32. Minute, als er lauerte, einen Pass der Wolfsburger verhinderte und zum gegnerischen Einwurf klärte, ehe es für den BVB gefährlich werden konnte. Was BVB-Fans bei Raphael Guerreiro noch vermissen dürfen: Die alte Genialität und Kreativität, die dem Angriff von Borussia Dortmund oft guttäten und in der Vergangenheit auch schon taten. Note: 3

Mahmoud Dahoud: Sein genialster Moment: Er bot Maximilian Arnold den Pass auf Yannick Gerhardt an. Als er erkannte, dass sein Angebot angenommen werden würde, nahm Mahmoud Dahoud blitzschnell den Ball ab und spielte einen astreinen Pass zwischen John Brooks und Maximilian Arnold auf Erling Haaland. Der nutzte seine Schnelligkeit und netzte zum 2:0 gegen den VfL Wolfsburg ein. Auch sonst zeigte sich der Mittelfeld-Akteur redselig und um einen klugen Spielaufbau bemüht. In der Einzelkritik bekommt er die Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Gelb-Rot für Jude Bellingham – Wirbelwind bekommt nur Note 5

Jude Bellingham: Seine Misere nahm ab der 14. Minute seinen Lauf: Jude Bellingham sah seine fünfte gelbe Karte der Saison nach einem Foul an Maximilian Philipp. Da war schon klar, dass der Mittelfeld-Wirbelwind nicht gegen RB Leipzig auflaufen wird. Doch auch danach war er oft zu ungestüm, als er etwa im eigenen Sechzehner in den Zweikampf mit Maximilian Philipp ging. Es war zwar kein Elfmeter, jedoch hätte er auch Pech mit dem Schiri haben können. In der 59. Minute holte er sich dann die zweite gelbe Karte ab. Für unnötige und unüberlegte Aktionen in einem wichtigen Spiel bekommt der Brite in der Einzelkritik die Note: 5

Mit der gelb-roten Karte brachte Jude Bellingham den BVB in die Bredouille. Er bekommt in der Einzelkritik nur Note 5.

Jadon Sancho: Er setzte fort, was er bei seinem Einsatz gegen Union Berlin schon angedeutet hatte. Alles ist bei Jadon Sancho auf Attacke gestellt. Er spielte starke Pässe, die die Wolfsburger in die Bredouille brachten. Wie etwa auf Marco Reus in der 52. Minute, als Brooks nur mit Ach und Krach zur Ecke klären konnte. Nach 60 Minuten musste der angriffsstarke Kreativ-Kopf vom Platz. Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Marco Reus zeigt Unbedingtheit und bekommt dafür Note 2

Giovanni Reyna: Tempo kann der US-Amerikaner. Was jedoch in jüngster Vergangenheit fehlt, sind die torgefährlichen Ideen. Ein eher unauffälliges Spiel des jungen Talents. In der Einzelkritik bekommt er die Note: 3

Marco Reus: Der BVB-Kapitän muss aufpassen, dass er nicht bald zum Schummelkönig gekrönt wird. Gegen Union Berlin holte er einen umstrittenen Elfmeter raus, gegen VfL Wolfsburg eine unverdiente Ecke. Insgesamt zeigt das aber nur, dass Marco Reus bereit ist, alles zu geben, um mit Borussia Dortmund in der Champions League zu spielen. Und das zeigt er auch auf spielerische Art. Immer wieder hatte er starke Aktionen am Ball, tunnelte seine Gegenspieler (9.), versuchte sein Glück selbst (43.) und sorgte immer wieder für torgefährliche Situationen. Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Erling Haaland ist der Matchwinner – Note 1 für Doppeltorschützen

Erling Haaland: Er ist sicherlich der BVB-Spieler des Spiels. Mal wieder Doppelschütze, mal wieder mit einer Abgebrühtheit, die selbst gestandene Profis nicht an den Tag legen. In der 12. Minute nahm er den Fehlpass von Ridle Baku dankbar an. Und in der 68. Minute spielte er seine unfassbare Schnelligkeit aus und machte den Sack zu. In der Einzelkritik bekommt er die Note: 1

Erling Haaland überzeugte gegen VfL Wolfsburg. In der BVB-Einzelkritik bekommt er Note 1.

Thomas Delaney: Edin Terzic reagierte auf die Rot-Sperre von Jude Bellingham und setzte verstärkt auf Defensiv-Power. Thomas Delaney kam in der 60. Minute für Jadon Sancho. Seine Aufgabe erfüllte er gewohnt zuverlässig. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen VfL Wolfsburg: Auswechselspieler leisten solide Leistung – zweimal Note 3

Thorgan Hazard: Kam für Giovanni Reyna in Minute 68. Ackerte in der Offensive, tummelte sich ab und an mit Erling Haaland im Strafraum des VfL Wolfsburg, hatte aber eher wenige auffällige Szenen. Note: 3

Thomas Meunier: Kam für Marco Reus in der 81. Minute. BVB-Trainer Edin Terzic wollte den Sieg gegen VfL Wolfsburg mit nach Dortmund nehmen und setzte in den letzten Minuten auf Abwehr-Stärke. Der Belgier bleibt in der Einzelkritik: Ohne Note

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