BVB-Verteidiger Hummels mit DFB-Comeback? Das sagt Jogi Löw

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Holt Bundestrainer Joachim Löw BVB-Spieler Mats Hummels zurück in die DFB-Elf? Foto: dpa

Nach bitterer Niederlande-Niederlage: Comeback von Mats Hummels im DFB-Team? Das sagt Jogi Löw über die Zukunft des BVB-Spielers.

Nach bitterer Niederlande-Niederlage: Comeback von Mats Hummels (30) im DFB-Team? Das sagt Bundestrainer Joachim Löw (59) über die Zukunft des BVB-Spielers.

  • Nach der 2:4-Niederlage gegen die Niederlande wurden Rufe nach einer Hummels-Rückkehr ins DFB-Team laut.
  • Bundestrainer Joachim Löw schließt ein Comeback des Innenverteidigers aus.
  • Für den Routinier sollte ohnehin im Vordergrund stehen, Stabilität in die Leistungen der BVB-Abwehr zu bekommen.

Die bittere 2:4 Pleite der Deutschen Nationalmannschaft gegen den Erzrivalen aus den Niederlanden (Freitag, 6. September) hat Spuren hinterlassen. Angesichts einer überschaubaren Performance der jungen DFB-Defensive um Niklas Süle (24), Jonathan Tah (23) und Matthias Ginter (25) wünschte sich manch einer gar den aussortierten Mats Hummels zurück.

BVB-Spieler Hummels hofft offenbar auf Comeback im DFB-Team

Und nach Bild-Informationen hofft Hummels, der von Marco Reus (30) schwärmt, tatsächlich noch immer auf ein Comeback im DFB-Team. Der 70-fache Nationalspieler traue sich zu, der Nationalmannschaft nach wie vor helfen zu können, heißt es.

Auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) betonte zuletzt gegenüber RTL: „Wenn er jetzt bei uns eine gute Saison spielt, glaube ich persönlich, dass er noch einmal eine große Chance hat zurückzukehren, weil er das auch gerne möchte.“

EM-Qualifikation in Gefahr - Chance für Hummels?

Vor einem halben Jahr hatte Bundestrainer Löw eine Nachricht verkündet, die die ganze deutsche Fußballnation aufhorchen ließ. Er plane für die Europameisterschaft 2020 ohne Weltmeister Hummels, dessen Comeback in der Nationalmannschaft sich Benedikt Höwedes (31) vorstellen kann. Jetzt könnte die Qualifikation für diese EM aber in Gefahr sein.

Denn die Löw-Elf, in der aktuell drei Borussen vertreten sind, belegt in ihrer Gruppe aktuell nur den zweiten Platz hinter den verlustpunktfreien Nordiren. Die Niederlande, die ein Spiel weniger absolviert haben, können ebenfalls noch vorbeiziehen. Kommt also Hummels als Retter zurück? Für Lothar Matthäus ist das durchaus möglich.

Löw schließt Hummels-Rückkehr aus

Auf Nachfrage der Bild stellte Löw, von dem sich Hummels' BVB-Kollege Julian Brandt mehr Einsatzminuten in der DFB-Elf erhofft, unmissverständlich fest: "Dazu ist alles gesagt. Zu der Aussage von Herrn Watzke will ich mich nicht äußern."

Ein Nationalmannschafts-Comeback von Hummels, dessen Transferfazit beim BVB aktuell eher positiv gesehen wird, wird es also in absehbarer Zeit nicht geben. Der Mann mit dem feinen Außenrist-Pass hat bei seinem Verein ohnehin genügend Probleme zu lösen.

Auch in der BVB-Defensive läuft noch nicht alles rund

Im Sommer holte der BVB den Rückkehrer vom FC Bayern München. Der charismatische Routinier sollte als Leader der jungen Innenverteidiger-Garde um Manuel Akanji (24), Dan-Axel Zagadou (20) und Leonardo Balerdi (20) fungieren. Und das gewisse Sieger-Gen transportieren, das dem Titelsammler (Weltmeister, 6 x Deutscher Meister, 2 x DFB-Pokalsieger) zweifelsohne innewohnt.

Noch ist der Erfolg überschaubar. Der BVB kassierte in seinen ersten drei Bundesliga-Saisonspielen fünf Gegentreffer. Wohlgemerkt in Spielen gegen den FC Augsburg, den 1. FC Köln und Union Berlin. Mannschaften, die gemeinhin nicht als Offensivmächte gefürchtet sind.

Daran hatte auch Hummels seinen Anteil. Bisher gelang es ihm nicht, dem jungen Defensiv-Verbund die gewünschte Stabilität zu verleihen, auch die altbekannte Standard-Schwäche bekam man bei Borussia Dortmund noch nicht in den Griff.

Für Hummels gilt: Volle Konzentration auf den BVB

Der bisherige Abwehrchef Akanji scheint zudem durch den neuen starken Mann an seiner Seite nicht zwingend an Selbstvertrauen gewonnen zu haben und bleibt aktuell hinter den Erwartungen zurück. Dennoch beteuert Akanji, mit Hummels kein Problem zu haben.

Für den BVB-Rückkehrer steht zunächst im Vordergrund, im eigenen Verein mit den Kollegen eine stabile Abwehrformation zu bilden. Ebenso, wie sich die neue und talentierte DFB-Innenverteidigung noch finden muss.

Und angesichts der neuesten verletzungsbedingten Ausfälle von Nico Schulz und Manuel Akanji tut es dem BVB ohnehin gut, wenn zumindest ein Abwehrspieler nicht bei der Nationalmannschaft die Knochen hinhalten muss.