Bosse sind alarmiert

BVB-Verletzungen: Spieler verpassen eigenem Klub krassen Tiefschlag

Regelmäßig und teilweise gleich mehrere Spieler fielen dem BVB in der Hinrunde verletzt aus. Offenbar sitzt das Problem viel tiefer, als bisher öffentlich bekannt war.

Dortmund – Angesichts von Tabellenplatz zwei mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger scheint Borussia Dortmund eine gute Hinrunde gespielt zu haben. Auch im DFB-Pokal können die Schwarz-Gelben ihren Titel noch verteidigen. Dennoch sind die Verantwortlichen in der Geschäftsstelle an der Strobelallee nicht vollends mit der laufenden Spielzeit zufrieden.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909, Dortmund
Arena/StadionSignal Iduna Park
CEOHans-Joachim Watzke
Trainer Marco Rose

BVB-Pulverfass Verletzungen: Spieler versetzen Dortmund einen Tiefschlag

Da wäre zum einen das frühe Aus in der Champions League. Zum anderen beträgt der Rückstand in der Bundesliga auf den Tabellenführer FC Bayern München schon nach der Hinrunde neun Punkte. Noch dazu hat die Defensive mit 26 Gegentoren vier mehr als der Tabellenvorletzte Arminia Bielefeld.

Die Gründe für die nicht komplett zufriedenstellende Hinrunde sind vielschichtig, liegen aber vor allem in den immer wiederkehrenden Verletzungen bei verschiedenen Spielern. Trainer Marco Rose konnte praktisch noch nicht ein einziges Mal seine Wunsch-Elf auf den Platz bringen, die noch dazu im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Sind die Probleme aber womöglich hausgemacht? Offenbar sitzt der BVB auf einem Pulverfass, wie es scheint, und muss schon länger einen echten Tiefschlag hinnehmen.

BVB-Probleme bei Verletzungen: Spieler lassen sich lieber außerhalb von Dortmund behandeln

Denn Sport1 berichtet, wonach viele Spieler sich beim eigenen Reha- und Athletikstab nicht gut genug aufgehoben fühlen. Demnach machen einige ihre Fitness-Programme lieber außerhalb von Dortmund oder in Zusammenarbeit mit Personal-Trainern.

Sebastian Kehl und der BVB sitzen wegen der Verletzungen im Team auf einem Pulverfass.

Weiter heißt es in dem Bericht, wonach Lizenzspielerchef Sebastian Kehl sich dem Problem bewusst ist. Der 41-Jährige, der im Sommer auf Sportdirektor Michael Zorc folgen wird, könnte demnach spätestens im Sommer Veränderungen anstreben. Genug Anlass scheint zumindest diese Saison zu geben, wie die nackten Zahlen zeigen.

BVB-Probleme bei Verletzungen: Dortmund-Profis verpassen reihenweise viele Spiele

Denn reihenweise verpassten mehrere Leistungsträger schon einige Spiele. So listet das Internetportal Giovanni Reyna (verpasste wegen Verletzungen 14 Spiele), Youssoufa Moukoko, Dan-Axel Zagadou (beide 9), Raphael Guerreiro (8), Nico Schulz, Emre Can (beide 7), Mahmoud Dahoud, Erling Haaland (beide 6), Steffen Tigges, Thorgan Hazard (beide 5), Manuel Akanji, Thomas Meunier, Julian Brandt, Marius Wolf (alle 3), Mats Hummels (2), Jude Bellingham und Marco Reus (beide 1) auf.

Nicht mit in diese Statistik fließen übrigens die Partien, in denen Spieler aufliefen, die angeschlagen oder nicht zu 100 Prozent einsatzbereit waren. Allen voran wäre an dieser Stelle BVB-Abwehrchef Mats Hummels zu erwähnen, der trotz seit dem Sommer anhaltender Knie-Probleme regelmäßig gespielt hat.

Laut Sport1 weisen die BVB-Bosse eine falsche Trainings- oder Belastungssteuerung entschieden zurück. Dass aber viele Spieler verletzt waren und sind, ist Fakt. Und darüber hinaus lassen sie sich offenbar immer wieder woanders behandeln, statt vom eigenen Arbeitgeber. Ein echter Tiefschlag für Borussia Dortmund, der bei diesem Problem auf einem Pulverfass sitzt.

Rubriklistenbild: © Tim Groothuis via Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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