Neuzugänge mit Tugenden

BVB-Sportdirektor Kehl erklärt Borussia Dortmunds neue Transfer-Strategie

BVB-Sportdirektor Kehl schiebt bei Borussia Dortmund eine neue Transferstrategie voran. Jetzt erklärt er, worauf man bei Neuzugängen Wert legt.

Dortmund – Borussia Dortmund stampft in 2023 weiter unbeschadet durch alle Wettbewerbe. Beim 1:0 gegen die TSG Hoffenheim fuhr der BVB den neunten Pflichtspiel-Sieg in Serie ein. Die Elf von Cheftrainer Edin Terzic präsentiert sich nicht nur im Kraichgau robust und widerstandsfähig. Auch, weil Sportdirektor Kehl an den richtigen Stellschrauben dreht.

BVB-Transfers: Sportdirektor Kehl dreht bei Borussia Dortmund an Stellschrauben

Aktuell merke man, dass bei Borussia Dortmund derzeit etwas zusammenwachse. „Die Mannschaft bekommt ein unglaubliches Selbstvertrauen.“ Dies sei Schritt für Schritt hart erarbeitet und nicht dahergeflogen, erklärt BVB-Sportdirektor Kehl am Samstagtatabend (25. Februar) bei seinem Besuch im ZDF-Sportstudio.

„Wir haben uns im Sommer schon hingesetzt und diesen Kader sehr kritisch hinterfragt und haben auch überlegt, an welchen Stellschrauben wir drehen wollten“, führt der 43-Jährige fort. Bei der internen Analyse habe man unter anderem Wert auf Widerstandsfähigkeit und Leidensbereitschaft gelegt. Man habe versucht, wieder einen gewissen Siegeswillen in die Mannschaft zu bekommen und gleichzeitig eine hohe Qualität innerhalb des Kaders zu behalten.

BVB-Transfers: Sportdirektor Kehl erklärt Borussia Dortmunds Facelift

Laut BVB-Sportdirektor Kehl wollte man „die Mannschaft vom Gesicht her ein wenig verändern, den internen Konkurrenzkampf erhöhen, neue Impulse setzen und eine neue Leistungskultur schaffen“. Unter der Federführung des einstigen Kapitäns erhalten die Westfalen ein benötigtes Facelift. Dabei falle laut Sportstudio-Moderator Jochen Breyer auf, dass man bei den Westfalen aktuell auf Spieler mit „robustem Mandat“ setze.

Setzt der BVB bei seinen Transfers bewusst eher auf Kämpfer als auf Künstler, Herr Kehl? „Ich denke, es wird immer ein Teil von Borussia Dortmund sein, beides zu haben. Wir werden immer diese Top-Talente, wie Sancho, Haaland, Bellingham oder auch Karim Adeyemi haben“, erklärt der 43-Jährige.

BVB-Transfers: Sportdirektor Kehl verpasst Borussia Dortmund neue Charakterzüge

Vor allem im Offensivbereich werde der BVB immer eine gewisse Art von Unterschiedsspielern brauchen. Dennoch war es Sebastian Kehl wichtig, „dieser Mannschaft auf gewissen Positionen ein anderes Profil hinzuzufügen, um auch in Phasen, wo wir uns vielleicht mal wehren müssen, einfach auch einen anderen Charakterzug reinzubekommen.“

Sportdirektor Sebastian Kehl schiebt beim BVB weitreichende Kader-Veränderungen an.

„Deswegen waren die Transfers, die wir getätigt haben, sehr, sehr wichtig. Sie geben uns eine gewisse Stabilität, eine Kompaktheit und auch eine Zweikampfhärte, die wir benötigen. Und trotzdem werden wir durch Umschaltmomente und individuelle Klasse auch immer wieder den Unterschied machen wollen“, führt Borussia Dortmunds Sportdirektor fort.

BVB-Transfers: Sportdirektor Kehl setzt bei Borussia Dortmund auf neue Tugenden

In den vergangenen zwei Wechselperioden verstärkte sich „Schwarz-Gelb“ beispielsweise mit Salih Özcan, Julian Ryerson oder auch Niklas Süle. Und auch im kommenden Sommer wird dieser Weg allem Anschein nach ungehindert fortgesetzt. Aktuell wird der BVB sowohl mit Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt als auch mit Ramy Bensebaini von Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht.

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Rubriklistenbild: © Martin Hoffmann/Imago

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