Größerer Umbruch in Dortmund

Transfer-Plan des BVB enthüllt: Mehrere Stars landen auf der Streichliste

Die Transfer-Planungen des BVB hängen aktuell maßgeblich von Verkäufen ab. Hierfür kommen gleich acht Profis infrage.

Dortmund – Zwei Transfers konnte Borussia Dortmund bereits für die kommende Saison abwickeln. Neben Cheftrainer Marco Rose wechselt auch Torhüter Gregor Kobel zum BVB.

VereinBorussia Dortmund
StadionSignal Iduna Park
Kapazität81.365 Zuschauer
CheftrainerMarco Rose (44, ab 1. Juli 2021)
TrainingsplatzTrainingsgelände Hohenbuschei

Borussia Dortmund: Marco Rose und Gregor Kobel wechseln zum BVB – Abgänge lassen auf sich warten

Rund 20 Millionen Euro ließ sich der BVB die Verpflichtung des Duos kosten. Ehe die Westfalen ihre weiteren Planungen auf dem Transfermarkt vorantreiben können, wollen und müssen sie sich allerdings zuerst von einigen Profis trennen.

Schließlich ist auch in diesem Sommer erneut wirtschaftliche Zurückhaltung angesagt: „Der Transfermarkt wird im zweiten Jahr in Serie unter dem Einfluss der Corona-Pandemie stehen“, stellt Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund, im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten fest. „Es ist deutlich weniger Bewegung drin, man wird auch Geld brauchen“, führt der 41-Jährige fort.

Borussia Dortmund: Transferstopp beim BVB– vier Leihspieler dürfen gehen

Beim BVB ist also vorerst ein Transferstopp angesagt. Geld in die klammen Kassen der Westfalen könnten vor allem Verkäufe der vier Leihspieler spülen, die in diesem Sommer planmäßig an die Dortmunder Strobelallee zurückkehren sollen. Namentlich sind das Leonardo Balerdi (22, Olympique Marseille), Sergio Gomez (20, SD Huesca), Immanuel Pherai (20, PEC Zwolle) und Marius Wolf (26, 1. FC Köln).

Nach Informationen der regionalen Tageszeitung plant die Borussia mit keinem der vier Akteure. Somit auch nicht mit Marius Wolf, der seine bevorstehende Rückkehr zum BVB zuletzt noch mit einer kleinen Kampfansage garnierte: „Ich will es noch einmal versuchen und mich unter dem neuen Coach Marco Rose durchsetzen“, sagte der 26-Jährige der Kölner-Boulevardzeitung Express.

Marius Wolf war an den 1. FC Köln ausgeliehen und kehrt nun wohl zum BVB zurück. Eine Zukunft hat der Allrounder offenbar allerdings nicht.

Borussia Dortmund: Der BVB will Marius Wolf und Nico Schulz von der Gehaltsliste streichen

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, strebt der BVB mit allen vier Leihspielern feste Transfers an. Während Borussia Dortmund bei Leonardo Balerdi noch mit einer beachtlichen Ablösesumme rechnen darf, geht es bei Marius Wolf, der rund fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, vornehmlich darum, einen verhältnismäßig teuren Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen.

Selbiges gilt für Nico Schulz (28). Der 28-jährige Linksverteidiger war im Sommer 2019 für rund 25 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim zu Borussia Dortmund gewechselt. Zwei Jahr später darf der gebürtige Berliner den Pokalsieger offenbar schon wieder verlassen.

Borussia Dortmund: Nico Schulz, Roman Bürki und Julian Brandt dürfen den BVB verlassen

Neben Nico Schulz darf auch Roman Bürki (30) den BVB in diesem Sommer verlassen. Spätestens nach der Verpflichtung von Gregor Kobel vom VfB Stuttgart hat sich die Situation des 30-Jährigen weiter verschlechtert.

Der FC Arsenal hat einen Transfer von BVB-Mittelfeldspieler Julian Brandt auf dem Zettel.

Bei einem entsprechenden Angebot würden die Schwarz-Gelben auch Julian Brandt (25) keine Steine in den Weg legen. An dem deutschen Nationalspieler wurde zuletzt dem FC Arsenal Interesse nachgesagt. In Dortmund fiel der 25-Jährige besonders in der abgeschlossenen Saison weiter hinter die in ihn gesetzten Erwartungen zurück.

Borussia Dortmund: Transfer von Jadon Sancho würde dem BVB hohe Ablöse einbringen

Insgesamt dürften den BVB nach Informationen der Ruhr Nachrichten folglich sieben Spieler im Sommer verlassen – einer kommt noch hinzu. Die weitaus größten Transfereinnahmen würden die Westfalen mit einem Verkauf von Jadon Sancho (21) erzielen, mit dem es ein sogenanntes Gentlemen‘s Agreement gibt.

Bei einem Abgang des 21-jährigen Offensivspielers dürfte sich Borussia Dortmund voraussichtlich auf einen Schlag über Bruttoerlöse in Höhe von 95 Millionen Euro freuen. Wie die englische Sportwebsite The Athletic kürzlich berichtete, ist man bei Manchester United zunehmend zuversichtlich, Jadon Sancho in dieser Transferperiode unter Vertrag nehmen zu können.

Ein Verkauf des englischen Nationalspielers würde den finanziellen Spielraum des BVB erheblich erhöhen. Wann und ob der Transfer schlussendlich über die Bühne gehen wird, ist Stand jetzt allerdings noch offen. Fakt ist: Die Dortmund-Streichliste mit acht potenziellen Abgängen, von denen auch WA.de berichtet, ist überraschend lang.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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