Vor dem Champions-League-Duell

Guardiola mit Transfer-Tadel für BVB: Trainer von Manchester City teilt Seitenhieb aus

Pep Guardiola gestikuliert an der Seitenlinie.
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Der BVB trifft im Viertelfinale der Champions League auf Manchester City. Trainer Pep Guardiola konnte sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

Mit Manchester City wartet in der Champions League ein schwerer Brocken auf den BVB. Vor dem Spiel konnte sich Pep Guardiola einen Seitenhieb nicht verkneifen.

Dortmund/Manchester – Seit 2017 konnte sich Borussia Dortmund erstmals wieder für die Runde der letzten Acht in der Champions League qualifizieren. Hierzu reichte den Westfalen im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla ein 2:2-Unentschieden (5:4 nach Hin- und Rückspiel).

NameJosep Guardiola
Geboren18. Januar 1971 (Alter 50), Santpedor, Spanien
Größe1,80 Meter
Aktuelle TrainerstationManchester City

Borussia Dortmund trifft auf Manchester City: BVB-Statement von Pep Guardiola überrascht

Im Viertelfinale wartet ein Gegner auf den BVB, den man wohl lieber vermieden hätte: „Ehrlich gesagt habe ich mir zwei Mannschaften nicht gewünscht. Eine davon war Manchester City, weil ich sie für den Topfavoriten unter diesen letzten acht verbliebenen Mannschaften halte“, konstatierte Lizenzspielleiter Sebastian Kehl nach der Auslosung.

Eine Reaktion auf die Auslosung gab es auch beim Tabellenführer der englischen Premier League. Doch das Statement von Cheftrainer Pep Guardiola, der bei der Gelegenheit auch von BVB-Stürmer Erling Haaland schwärmte, kam nicht ganz ohne Seitenhieb an den kommenden Königsklassen-Gegner aus.

Borussia Dortmund gegen Manchester City in der Champions League: Pep Guardiola spricht über den BVB

„Wir werden ihnen in mehr als zwei Wochen gegenüberstehen. Es ist ein Privileg, unter den acht besten Mannschaften zu stehen. Ich habe in dieser Saison nicht viel von ihnen gesehen, weil wir hier in England keine Zeit haben, uns andere Wettbewerbe anzusehen“, beginnt Pep Guardiola seine Einschätzung zu Borussia Dortmund noch moderat.

„In der Länderspielpause werden wir Zeit haben, sie uns genauer anzusehen. Aber Dortmund ist immer eine wirklich gute Mannschaft“, so der 50-jährige Trainer von Manchester City.

Pep Guardiola und Manchester City setzten sich im Achtelfinale der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach durch.

Borussia Dortmund gegen Manchester City (Champions League): Pep Guardiola mit Seitenhieb gegen den BVB

„Neben Erling Haaland kenne ich in Dortmund auch Mats Hummels, Raphael Guerreiro, Emre Can, der sehr viel Erfahrung hat, Axel Witsel und die Qualitäten von Spielern wie Jadon Sancho und Giovanni Reyna. Es gibt viele Junge Spieler mit Qualität“, führt Pep Guardiola seine Ausführungen über Borussia Dortmund fort.

Anschließend folgt jedoch ein Seitenhieb, der ausgerechnet aus dem Munde eines Offiziellen von Manchester City maximal merkwürdig anmutet: „Sie haben sich in den letzten Jahren dazu entschieden, in junge Spieler zu investieren. Sie zahlen gute Löhne und Gehälter für die Berater“, stellt der 50-Jährige klar.

Video: BVB gegen Manchester City: Für Sebastian Kehl ein „harter Brocken, ein Hammer-Los“

Pep Guardiola spricht BVB-Beraterhonorare an – Manchester City zahlt ebenfalls hohe Provisionen

In der Spielzeit 2018/2019 investierte der BVB rund 44,5 Millionen Euro für Beraterhonorare. Damit belegten die „Schwarz-Gelben“ in jener Saison die Spitzenposition, noch vor Rekordmeister Bayern München.

So weit, so gut. Doch auch Manchester City sollte sich in dieser Angelegenheit nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Immerhin 29 Millionen Pfund sollen die „Citizens“ nach Daten aus 2020 an Provisionen für Berater bezahlt haben. Umgerechnet sind das etwas weniger als 34 Millionen Euro.

Noch dazu gerieten die „Blues“ zuletzt sogar in den Fokus der Ermittlungen. Schwerwiegende Verstöße gegen das Financial Fairplay wurden ihnen vorgeworfen. Ein zunächst ausgesprochener Ausschluss von allen Europapokal-Wettbewerben über die Dauer von zwei Jahren kippte die CAS (Court of Arbitration for Sport, Anm. d. Red) jedoch im Sommer 2020. Die „Beweise seien unzureichend oder die Taten verjährt“, lautete damals das Urteil.