Dünner Kader für Marco Rose

BVB-Transfers im Januar: Dortmund-Chef sieht jetzt vor allem zwei Probleme

Der BVB wandelt mit seinem Kader auf einem schmalen Grat. Kommen im Januar Verstärkungen? Hans-Joachim Watzke sieht zwei Herausforderungen.

Dortmund – Bislang ist Marco Rose bei Borussia Dortmund nicht zu beneiden. Der neue Trainer der Westfalen muss seit der Vorbereitung auf die laufende Saison regelmäßig auf verletzte Spieler verzichten. Im Prinzip verwaltet der 45-Jährige vielmehr das sich fast wöchentlich verändernde Personal, als dass er seine Vorstellung von Fußball so implementieren kann, wie es nach einem Trainerwechsel vonnöten wäre. Bekommt er daher im Januar Verstärkungen?

NameHans-Joachim Watzke
Geboren21. Juni 1959 (Alter 62 Jahre), Marsberg
EhepartnerinAnnette Watzke
KInderAndré Watzke, Katharina Watzke
ElternHans Watzke, Marianne Watzke

BVB-Transfers im Januar: Boss Hans-Joachim Watzke sieht vor allem zwei Dortmund-Probleme

Obwohl Borussia Dortmund in der Bundesliga nach 13 Spielen sehr gut dasteht, fällt auf: Sobald einzelne Leistungsträger in der Innen- oder Außenverteidigung oder insbesondere in der dünn besetzten Offensive ausfallen, fällt die Qualität der nachrückenden Akteure stark ab. Die Schwarz-Gelben täten also vermutlich grundsätzlich gut daran, den Kader nachzujustieren (alle Transfer-News zum BVB auf RUHR24.de).

Doch ist das überhaupt möglich? Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, will das in einem Interview nicht ausschließen. Doch der Boss des amtierenden Pokalsiegers sieht in dem Zusammenhang zwei Probleme.

BVB-Transfers im Januar: Hans-Joachim Watzke sieht sportliche und finanzielle Herausforderungen

Der 62-Jährige erklärte gegenüber Sky, dass er sich erst einmal ein Bild davon machen möchte, „was Michael Zorc, Sebastian Kehl und der Trainer sagen“. In dem Zusammenhang gelte es vor allem zwei Aspekte abzuwägen: „Die sportlichen und die finanziellen Dinge. Man weiß nicht, wie sich die Pandemie entwickelt“, so der BVB-Boss.

Hans-Joachim Watzke erkennt für mögliche Transfers im Januar Parallelen zur Vorbereitung im Sommer. „Wir sind da schon wieder ein bisschen im Nebel.“ Was der Geschäftsführer von Borussia Dortmund damit meint, erklärt er im selben Atemzug.

Hans-Joachim Watzke (r.) sieht für BVB-Transfers im Januar zwei Probleme.

BVB-Transfers im Januar: Hans-Joachim Watzke setzt auf viele Rückkehrer bei Dortmund

„Wenn wir um Weihnachten herum kein großes Verletzungspech haben, und das scheint sich ja gerade aufzulösen, dann ist das (Transfers, Anm. d. Red.) nicht zwingend. Ansonsten, wenn man vernünftige Argumente liefert, können wir auch darüber sprechen.“

Das Problem dabei: Weder Hans-Joachim Watzke noch ein anderer BVB-Verantwortlicher werden um Weihnachten herum oder Anfang Januar erahnen können, wie es zu Beginn und im Laufe der Rückrunde in den eigenen Reihen aussehen wird. Zudem erscheint im dichten, angesprochenen Nebel derzeit unklar, wie sich die Pandemie entwickelt und ob Borussia Dortmund mithilfe vieler Zuschauer im Stadion Millionen-Einnahmen einstreichen kann. Wobei die finanziellen Mittel für mögliche Transfers nicht das ganz große Problem darzustellen scheinen, wie der 62-Jährige andeutet.

BVB-Transfers im Januar: Bosse wollen sich für Entscheidung zusammensetzen

„Es würde nicht an finanzieller Ausstattung scheitern, es muss nur Sinn ergeben. Und ob es Sinn ergibt, das werden wir in Ruhe besprechen.“

Klar ist: Mit „wir“ meint BVB-Boss Hans-Joachim Watzke die „Elefantenrunde“ der Schwarz-Gelben. Dazu zählt neben den angesprochenen Protagonisten um Marco Rose, Michael Zorc, Sebastian Kehl und ihn auch noch Matthias Sammer. Oder wie der vorsitzende Geschäftsführer es ausdrückt: „Das werden wir bei uns, wie immer, unter acht oder zehn oder zwölf Augen besprechen.“

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO