Transfers in der Übersicht

Jadon Sancho nicht die Nummer eins: Die teuersten Abgänge der BVB-Geschichte

Der BVB hat in seiner Geschichte viele teure Transfers getätigt. Auf der Liste der Abgänge ist Jadon Sancho nicht die Nummer eins in Dortmund.

Dortmund – Borussia Dortmund und Manchester United haben sich auf einen Wechsel geeinigt. Für eine Transfer-Summe von 85 Millionen Euro geht Jadon Sancho vom BVB zum englischen Rekordmeister.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
StadionSignal Iduna Park
Gründungsdatum19. Dezember 1909
TrainerMarco Rose

BVB-Transfers: Jadon Sancho ist nicht Nr. 1 der Rekord-Abgänge von Borussia Dortmund

Der Betrag kann sich laut Medienberichten zuzüglich verschiedener Boni noch auf bis zu 90 oder 95 Millionen Euro erhöhen. Noch stehen zwar finale Details wie der Medizincheck aus, diese sollen aber nach der EM folgen. Jadon Sancho wird damit zu einem der teuersten Abgänge des BVB aller Zeiten.

Der 21-jährige Engländer ist aber doch ein gutes Stück weit davon entfernt, der teuerste aller Abgänge des BVB zu sein. Alleine an der Spitze thront Ousmane Dembélé, der sich vom BVB zu Barcelona streikte. Hier gibt es die Top Ten der teuersten Abgänge im Überblick*.

BVB-Transfers: Die Rekord-Abgänge von Borussia Dortmund in der Übersicht

  • 1. Ousmane Dembélé (2017/2018, FC Barcelona), 135 Millionen Euro
  • 2. Jadon Sancho (2021/2022, Manchester United), 85 Millionen Euro*
  • 3. Christian Pulisic (2018/2019, FC Chelsea), 64 Millionen Euro
  • 4. Pierre-Emerick Aubameyang (2017/2018, FC Arsenal), 63,75 Millionen Euro
  • 5. Henrikh Mkhitaryan (2016/2017, FC Arsenal), 42 Millionen Euro
  • 6. Mario Götze (2013/2014, FC Bayern München), 37 Millionen Euro
  • 7. Mats Hummels (2016/2017, FC Bayern München), 35 Millionen Euro
  • 8. Abdou Diallo (2019/2020, Paris Saint-Germain), 32 Millionen Euro
  • 9. Ilkay Gündogan (2016/2017, Manchester City), 27 Millionen Euro
  • 10. Paco Alcácer (2019/2020, FC Villarreal), 23 Millionen Euro
  • *Der Medizincheck und weitere Formalia stehen noch aus, ehe der Transfer perfekt wird.

BVB-Abgänge in der Übersicht: Transfer von Ousmane Dembélé zahlte sich nur für Dortmund aus

Ousmane Dembélé wechselte in der Saison 2017/2018 vom BVB zum FC Barcelona. Mit einem gesamten Transfer-Volumen inklusive Bonuszahlungen von 135 Millionen Euro ist der Franzose der teuerste aller BVB-Abgänge. Der damals 20-Jährige forcierte seinen Transfer durch einen konsequenten Trainingsstreik.

„Ich hatte den Eindruck, dass ich die Erfüllung meines Traums verpassen würde. Deswegen habe ich mich so verhalten. Dazu stehe ich“, sagte Ousmane Dembélé später der Zeitung Onze Mondial.

BVB-Boss Aki Watzke war nicht glücklich über das Verhalten von Ousmane Dembélé

Auch bei den Katalanen hatte der talentierte Flügelspieler später immer wieder mit Disziplinlosigkeiten und Verletzungen zu kämpfen. Derzeit fällt der inzwischen 24-Jährige mit einer Oberschenkelverletzung voraussichtlich bis Mitte Oktober aus.

BVB-Abgänge in der Übersicht: Transfer von Jadon Sancho lief harmonischer ab

Auch der Transfer von Jadon Sancho war für den BVB eine nervenaufreibende Angelegenheit. Über mehrere Transferfenster zog sich die Posse mit Manchester United. Im Gegensatz zu Ousmane Dembélé verhielt sich der Spieler aber stets vorbildlich.

Als der angepeilte Wechsel im Sommer 2020 noch scheiterte, brachte der Flügelspieler trotzdem noch seine Leistung. Mit der Empfehlung von 16 Toren und 20 Vorlagen in 38 Saison-Pflichtspielen schlägt der gebürtige Londoner zur kommenden Spielzeit in Manchester auf. „Er hat sich fantastisch Verhalten“, lobte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke das vierjährige Engagement von Jadon Sancho beim BVB.

Mit dem BVB und Erling Haaland (l.) feierte Jadon Sancho den Gewinn des DFB-Pokals im Mai.

BVB-Abgänge in der Übersicht: Christian Pulisic ist drittteuerster Transfer

Christian Pulisic, der Junge aus Hershey (Pennsylvania), verließ den BVB im Guten. In der Saison 2018/2019 schloss er sich für 64 Millionen Euro dem FC Chelsea an.

„Es hat mich so viel stärker gemacht, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch. Ich habe so viel gelernt“, sagte der damals 20-jährige Mittelfeldspieler nach vier Jahren in Dortmund. Der Abschied lief auch deshalb harmonisch ab, weil ein gewisser Jadon Sancho in dessen letzter Saison aus dem Schatten des US-Amerikaners trat. Heute darf sich Christian Pulisic Champions-League-Sieger mit dem FC Chelsea unter Trainer Thomas Tuchel nennen.

BVB-Abgänge in der Übersicht: Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang sorgte ebenfalls für Streit

Nur ein halbes Jahr nach Ousmane Dembélé forcierte auch Pierre-Emerick Aubameyang seinen Transfer. Er wechselte zum FC Arsenal. Mit einer Ablöse von 63,75 Millionen Euro ist der Gabuner der viertteuerste aller BVB-Abgänge.

Er trat lustlos im Training auf, blieb teilweise gar ganz fern. Immer wieder war zu lesen, dass Borussia Dortmund ihm bereits zuvor einen Wechsel versprochen hätte, aber dann doch auf einen Verbleib beharrte. Der Streit eskaliert, als der damals 28-Jährige Hans-Joachim Watzke als „Clown“ bezeichnete.

2018/2019 wurde er Torschützenkönig in England (22 Tore), 2020 gewann er mit Arsenal den Pokal. Mit nun 32 Jahren spielt „Auba“ noch immer bei den Gunners. In 114 Premier-League-Spielen gelangen dem Stürmer 64 Tore und 15 Vorlagen. Zuletzt qualifizierte sich der Verein aber nicht mehr für das internationale Geschäft.

BVB-Abgänge in der Übersicht: Transfer-Drama um Mino Raiola und Henrikh Mkhitaryan

Als Henrikh Mkhitaryan in der Saison 2016/2017 zu Manchester United wechselte, war Berater Mino Raiola einer der Hauptprotagonisten. Der exzentrische Italiener, der auch die Interessen von BVB-Stürmer Erling Haaland vertritt, hatte den Armenier drei Jahre zuvor noch von Shaktar Donezk nach Dortmund gelotst.

Mit Nachdruck verlieh er nun auch seiner Meinung Ausdruck, dass für seinen damals 27-jährigen Klienten ein Transfer zu Manchester United die einzig richtige Lösung sei. Im Streit soll Mino Raiola damals randaliert und einen Stuhl umgeworfen haben. Tatsächlich wechselte Henrikh Mkhitaryan für 42 Millionen Euro auf die Insel und ist damit inzwischen der fünftteuerste aller BVB-Abgänge. Er spielt aktuell bei der AS Rom. *Quelle für alle Ablösesummen: transfermarkt.de

Rubriklistenbild: © Noah Wedel via Kirchner-Media