DFL veröffentlicht Zahlen

BVB: Berater-Beben in Dortmund – Agenten der Spieler sahnen mächtig ab

Der BVB will mit Top-Transfers in der kommenden Saison wieder angreifen. Wie viel die Borussia für Berater ausgibt, enthüllte jetzt die DFL.

Dortmund – Borussia Dortmund ist Spitzenreiter! Die Bayern nur auf Platz 3. Was sich wie die Bundesligatabelle längst vergangener Tage anhört, ist tatsächlich brandaktuell. Nur handelt es sich nicht um den Saison-Ausgang nach 34 Spieltagen. Sondern um den Geldbetrag, den die Bundesliga-Vereine im vergangenen Jahr für Berater ausgegeben haben.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
Gründung19. Dezember 1909
VereinsfarbenSchwarz-Gelb
StadionSignal-Iduna-Park (ehem. Westfalenstadion)

BVB führt die Bundesliga an: Berater kassieren bei Dortmund das meiste Gehalt

Und hier führt der BVB die Liga an – und zwar mit weitem Abstand. 32,8 Millionen Euro zahlten die Schwarz-Gelben an Spielerberater. Auf Platz zwei liegt RB Leipzig mit 25,9 Millionen und der FC Bayern mit 25,8 Millionen Euro.

Der Abstand zum Vierten ist sogar noch größer: Eintracht Frankfurt gab 15,7 Millionen Euro aus. Das geht aus einer Veröffentlichung der Deutsche Fußballliga (DFL) zu den Finanzkennzahlen der Bundesliga-Klubs der Saison 2022/23 hervor.

Bundesliga: BVB zahlt laut DFL im Vergleich am meisten Gehalt an die Berater

Im Fußballgeschäft geht kaum mehr ein Transfer über die Bühne, ohne dass ein Berater dazwischen geschaltet ist. Sie vermitteln Spieler an Klubs, handeln die Verträge und Ablösesummen aus und erhalten daraus ebenfalls eine Prämie. Einer der wohl bekanntesten Berater war Mino Raiola: Der Betreuer von Erling Haaland ist am 30. April 2022 gestorben.

Logisch ist, dass der BVB als Bundesliga-Spitzenreiter auch die anderen Reviervereine in die Tasche steckt. Erzrivale Schalke 04 bezahlte im Geschäftsjahr 2021 knapp 10 Millionen Euro an Berater, der VfL Bochum sogar nur knapp 900.000 Euro.

Der BVB hat im vergangenen Geschäftsjahr eine Menge Geld für Berater auf den Tisch gelegt – mehr noch als die Konkurrenz.

BVB führt zwar Finanzen bei Beratern an – FC Bayern mit dem meisten Personalaufwand

Zwar sind rund 10 Millionen Euro für den S04, der immerhin 2021/22 in der zweiten Liga verbrachte, eine stolze Summe. Allerdings fließt hierbei noch ein Teil der Abstiegssaison ein. Die wiederum war bei Schalke dominiert von Misswirtschaft – offenbar auch bei den Berater-Gehältern.

Immerhin: Was die Personalkosten angeht, ist der BVB nicht die Nummer 1, wie aus der Tabelle der DFL hervorgeht. Da führt der FC Bayern München wieder die Liste an. Gut 373 Millionen Euro des Rekordmeisters stehen 216 Millionen Euro des Vizemeisters gegenüber.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/Kirchner-Media

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